Wem gehört eigentlich der Rathausplatz in Ahrensburg?

Soviel ich weiß, gehört der Rathausplatz allen Bürgern unserer Stadt. Und so ist es schon verwunderlich, wenn die städtische Verwaltung von Autofahrern dafür Geld kassiert, wenn die ihre Automobile auf ihrem eigenen Platz abstellen. Eigentlich könnte das nur für Autofahrer gelten, die nicht in Ahrensburg wohnhaft sind. 😉

An Sonntagen darf man auf dem Rathauspatz gratis parken. Allerdings nicht am Sonntag, dem 3. September. Denn an diesem Tage haben die Jusos Ahrensburg und die Jusos Kreis Stormarn den Rathausplatz komplett besetzt, um dort einen Flohmarkt zu betreiben. Und wer an diesem Tage einen Stand auf dem Rathausplatz errichten möchte, der muss dafür 5 Euro löhnen und darf sein Auto hinter seinem Stand parken.

Statt der 5 Euro kann man auch einen selbstgebackenen Kuchen abliefern, wobei der Juso-Vorsitzende höchst selbst prüft, ob dieser Kuchen wirklich selbstgebacken wurde und nicht etwa aus einem Supermarkt stammt. Aber: Wer überprüft bei einem selbstgebackenen Kuchen die Inhaltsstoffe nach der Lebensmittelverordnung? Ich jedenfalls würde niemals einen selbstgebackenen Kuchen essen, von dem ich nicht weiß, wer ihn gebacken hat. Es soll ja Menschen geben, die es mit der Hygiene nicht so genau nehmen.

Zweimal in der Woche wird der Rathausplatz mit Markständen belegt. Jeder einzelne Stand wird dafür von der Verwaltung abkassiert. Und darum meine Frage an die städtische Verwaltung: Was haben die Jusos in die Stadtkasse gezahlt, um den Rathausplatz am 3. September kommerziell komplett nutzen zu dürfen? Und: Kann das jeder tun oder nur die Jusos, weil sie einen sitzen haben, nämlich einen Genossen Bürgermeister im Rathaus?

Und wo wir gerade auf dem Rathausplatz sind: Ein Teil davon ist im Besitz der Immobilien-Firma Luserke in Hamburg. Dazu gehört auch die alte Treppe vor dem Schuhstübchen, die in die Tiefgarage führt, welche abgesperrt ist. Und: Die Treppe auf dem Rathausplatz ist nach wie vor ein stinkendes, vergammeltes Dreckloch – wenn Sie sich das Foto rechts bitte mal anschauen wollen!

Diesen Zustand habe ich schon vor Jahren reklamiert; aber der Bürgermeister hat scheinbar Schiss, der Firma Luserke endlich via Gericht zu vermitteln, dass sie verpflichtet ist, das Dreckloch zu beseitigen, auf das der Bürgermeister tagtäglich gucken kann, wenn er aus seinem Bürofenster blickt.

Luserke – eine Trauerspiel mitten vor dem Rathaus von Ahrensburg. Weiß der alte Mann vielleicht etwas über eine Leiche, die im Keller des Rathauses liegt? Oder warum kann sich der Immobilien-Hai hier alles erlauben, für das ein Normalbürger mit spürbaren Konsequenzen aus dem Rathaus zu rechnen hätte…?

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. August 2017

Ein Gedanke zu „Wem gehört eigentlich der Rathausplatz in Ahrensburg?

  1. Martens

    Könnte es sich bei diesem Flohmarkt um eine SPD-Wahlwerbung handeln? Oder ist es nur Zufall, dass die Jusos ihr Poster direkt unter dem von Martin Schulz angebracht haben?

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