Warum schikanieren die Stadtverordneten uns Bürger?

Wenn ich in die Hagener Allee fahre, um mir bei Nori ein Eis zu holen, dann muss ich für dieses Eis einen Zuschlag von 50 Cent zahlen. Nein, nicht an den Eisverkäufer, sondern an die Stadt Ahrensburg. Der Grund: Die Verwaltung bewirtschaftet die Hagener Allee und nimmt von jedem Autofahrer, der dort parkt, mindestens 50 Cent. Und wenn ich nur eine Kugel Eis kaufe, bezahle ich dafür einen Zuschlag von 50%.

Genauso muss derjenige, der einen Einschreibe-Brief im Postamt in der Hagener Allee aufgibt, einen Zuschlag auf die Postgebühr von einem halben Euro an die Stadt zahen. Weil er sonst sein Auto dort nicht kurz parken darf. Also fahre ich nicht in die Innenstadt sondern zu Famila. Oder noch besser: Zur Postfiliale in den Lindenweg gleich um die Ecke von der Sklavenhändlerstraße.

Die städtische Gebühr für Kurzparker empfinde ich als Schikane gegenüber dem Bürger. Schikane von den Stadtverordneten, die uns diese Gebühr verordnet haben. Und Schikane vom Verwaltungschef, der meines Wissens nach immer noch keinen Antrag gestellt hat, um diesen Unfug zu beenden, sondern der stattdessen autofreie Zonen in der Innenstadt fordert.

Ich bin auf das Thema gekommen, als ich gerade in Haffkrug am Ostseestrand gesessen und ein Eis gegessen habe. Hier, direkt auf der Strandallee, dürfen Autofahrer eine halbe Stunde lang kostenlos mit Parkscheibe parken – siehe das Beweisfoto! Da fragt man sich doch als Bürger unserer Stadt: Wieso ist das in Ahrensburg nicht möglich? Weil die Stadtverordneten, die alle in der Rathausgarage gratis parken dürfen, es lieben, die Autofahrer, die dieses Glück nicht haben, ein wenig zu schikanieren?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. August 2017

5 Gedanken zu „Warum schikanieren die Stadtverordneten uns Bürger?

  1. OD-Autofahrer

    Hallo Herr Dzubilla!

    Zur Ergänzung Ihres konstruktiven Beitrags füge ich die Namen aller Ahrensburger Stadtverordneten hinzu und biete Ihnen damit eine Wette an. Ich wette: Keine/r dieser Damen und Herren weiß eine Antwort darauf, warum es an Ahrensburger Parkuhren nicht die sogenannte „Brötchentaste“ gibt. Es liegt daran, dass die Damen und Herren nicht an die Bürger und Geschäftsleute denken, sondern vorrangig an sich selbst. Was meint: Sie haben einen Parkplatz in der Tiefgarage des Rathauses und können gemütlich und ausgiebig Eis essen gehen am Rathausplatz, ohne dabei das Ticken einer Parkuhr im Hinterkopf zu haben. Hier die Namen der „Eisheiligen“ Stadtverordneten:

    CDU-Fraktion (11 Stadtverordnete)

    Behr, Carola
    Brandt, Doris
    Freiheit, Gerda
    Gaumann, Uwe
    Hengstler, Anna
    Levenhagen, Detlef
    Rathje, Claudia
    Stern, Matthias
    Strunk, Martina
    Wilde, Roland
    Wriggers, Heino

    SPD-Fraktion (8 Stadtverordnete)
    Eckert, Jürgen
    Haase, Rafael
    Möller, Hartmut
    Möller, Marleen
    Proske, Jochen
    Randschau, Béla
    Reuber, Achim
    Unger, Doris

    Fraktion Bündnis 90/GRÜNE (6 Stadtverordnete)
    Dähnhardt, Claas-Christian
    Hansen, Jörg
    Langbehn, Dirk
    Löwer, Monja
    Schmidt, Christian
    Schubbert-von Hobe, Christian

    WAB-Fraktion (4 Stadtverordnete)
    Egan, Peter
    Holzmann, Dustin
    Schmick, Hinrich
    Schmick, Karen

    FDP-Fraktion (2 Stadtverordnete)
    Bellizzi, Thomas
    Stukenberg, Michael

  2. Horst Hilt

    Auch ich fahre gerne in die Postfiliale im Lindenweg. Man braucht in der Regel nicht Schlangestehen, und freundlich bedient wird man auch immer. Aber wenn ich von der „Sklavenhändlerstraße“ nur einmal um die Ecke fahre, dann kann ich in vielen Straßen landen, nur nicht im Lindenweg. Da bedarf es dann schon drei Ecken 😉

  3. Der Spatz vom Rathausdach

    Auch wer nur mal kurz ins Rathaus geht, muss dafür sozusagen Eintritt bezahlen, wenn er auf dem Rathausplatz parkt. Damit verhindert die Verwaltung natürlich, dass noch mehr Besucher kommen und die Damen und Herren bei ihrer Tätigkeit stören.

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