Gesalzene Preise nennt man auch Apothekerpreise. Hier das Buch zum Werbefilm nach der vorliegenden Anzeige.

Geschichten, die in der Werbung erzählt werden, nennt man Slices of Life. Laufen diese Storys in Werbefilmen, dann wird dafür ein Storyboard geschrieben. Ich habe schon viele solcher Storyboards geschrieben, nach denen TV-Spots produziert wurden. An dieser Stelle bringe ich ein aktuelles Drehbuch zum Film nach einer Anzeige von Pflüger für Schüßler-Salze – siehe die Abbildung!

Eine Frau sitzt in einem Café und bestellt für sich ein Frühstück. Die freundliche Bedienung fragt: „Möchten Sie für Ihr Ei ein Jodsalz oder ein Salz von Schüßler?“

Die Dame erkundigt sich: „Was ist denn der Unterschied?“ Die freundliche Bedienung: „Das Jodsalz ist gut für die Schilddrüse. Und das Schüßer-Salz macht einfach klüger.“

Die Frau im Café überlegt kurz und bestellt dann zu ihrem gekochten Ei das Salz von Schüßler.“

Als die Rechnung kommt, bekommt die Frau einen Schreck und fragt empört: „Was denn, 7,99 für eine Prise Schüßler-Salz – ist das nicht etwas sehr happig?“

„Na klar“, entgegnet die freundliche Bedienung, „aber Sie zeigen doch schon, dass es wirkt!“

Der voranstehende Witz ist dumm, zugegeben. Aber er passt zu der Anzeige von Pflüger für Schüßler-Salze. Für die darf in der Werbung laut Heilmittelwerbegesetz (HWG) kein Wirkungsversprechen abgegeben werden. Die Wirkung der Salze ist auch wissenschaftlich nicht erwiesen. Aber sie wirken. Ähnlich wie Placebos. Weshalb auch schon häufig Werbung dafür gemacht wurde auf der Homepage der Stadt Ahrensburg.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Februar 2017

2 Gedanken zu „Gesalzene Preise nennt man auch Apothekerpreise. Hier das Buch zum Werbefilm nach der vorliegenden Anzeige.

  1. Wolfgang Schrimpff

    Hallo Herr Dzubilla,
    ich bin sicher, die wundersamen Schüßler-Salze machen mit oder ohne Wirkungsversprechen nicht nur klüger, sondern auch glücklich (zumindest den Apotheker!).
    Mit nachbarlichen Grüßen
    Wolfgang Schrimpff

    1. Narrenhof

      … deshalb sollten Sie Herrn Dzubilla den Rat geben, im Rathaus “Schüßler-Salze für alle” zu verteilen, gratis, in diesen närrischen Zeiten. Dabei kann Herr Dzubilla lernen, dass die von ihm kritisierte Homepagewerbung des Rathauses für Schüßler-Salze tatsächlich die gute Erfahrung damit im Rathaus spiegelt. In meinem Spiegel sehe ich nur glückliche und närrische Gesichter.

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