Der beschämte Stadtverordnete Christian Schmidt (Grüne) kritisiert die unverschämten Steuerzahler

Die Geschichte vom Ahrensburger Luxus-Klo ist schon eine Realsatire für sich. Und statt das Ding nun abbauen zu lassen, weil es die Stadt mehr gekostet hat als der Bau eines Zweifamiienhauses mit acht Toiletten, da rühren Politiker stattdessen weiterhin im Klobecken, weil sie nicht zugeben wollen, was sie für einen Scheiß gebaut haben. Wie zum Beispiel der Grüne Christian Schmidt im heutigen MARKT, der in seiner Polit-Kolumne die Bürger von Ahrensburg richtiggehend verhohnepiepelt.

aus: Werbeblatt MARKT

Schmidt will das Luxus-Klo damit rechtfertigen, dass „Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“ auch „am gesellschaftliche eben teilhaben können“. Klar, wer möchte das nicht! Darum gibt es für diese Menschen auch barrierefreie Toiletten wie zum Beispiel im Peter-Rantzau-Haus, im Rathaus, in der Stadtbücherei, im City-Center Ahrensburg und im Regionalbahnhof, genauso wie in vielen Gaststätten in der Stadt.

Schmidt behauptet: „Damals schien es, als wären die Toiletten im Peter-Rantzau-Haus eine vernünftige Alternative. Das hat sich leider als Irrtum herausgestellt.“ So, und wer nun wissen will, warum die Toiletten im Peter-Rantzau-Haus keine vernünftige Alternative sind, sondern sich als Irrtum herausgestellt haben, der bekommt vom Stadtverordneten Schmidt keine Information darüber. Aber wir wissen: Das Gegenteil von vernünftig ist unvernünftig. Wer also ist so unvernünftig, Herr Schmidt, und will Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht auf die Toiletten im öffentlichen Peter-Rantzau-Haus gehen lassen…? 

Tatsache ist: Bis Geschäftsschluss gibt es mehr als genug barrierefreie Toiletten in der Innenstadt. Und in der Nacht gibt es eine Toilette am Regionalbahnhof. Wie oft diese Toilette tatsächlich nach 20 Uhr von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen aufgesucht wird, darüber herrscht Stillschweigen.

Herr Schmidt fand die Diskussion um das Luxus-Klo „beschämend“. Und er schreibt: „Offensichtlich haben einige Diskussionsteilnehmer immer nur auf die Kosten geschaut. Das ist aus unserer Sicht nicht richtig, Geld ist wichtig, aber nicht wichtiger als eine weltoffene Gemeinschaft, die hilft, wenn Hilfe erforderlich ist.“ Klar, Herr Schmidt, Sie meinen sicherlich die Hilfe im Peter-Rantzau-Haus, oder…?

Wir haben Kinder in der Stadt, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Aber die „weltoffene Gemeinschaft“ hat lieber 57 Euro für einen Klogang ausgegeben, ohne zu wissen, ob es sich dabei überhaupt um Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gehandelt hat. Und die weltoffene Verwaltung kauft für eine schlappe Million eine verfallene Ruine hinter dem Marstall, ohne zu wissen, was überhaupt damit passieren soll.

Sie, Herr Schmidt, finden es beschämend, wenn Menschen, die für ihr Steuergeld hart arbeiten müssen, das Ahrensburger Luxus-Klo kritisieren, über das durch den Bund der Steuerzahler und das ZDF im ganzen Land berichtet wurde. Ich finde Ihren heutigen Beitrag im MARKT mehr als beschämend, er ist schamlos.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Januar 2017

4 Gedanken zu „Der beschämte Stadtverordnete Christian Schmidt (Grüne) kritisiert die unverschämten Steuerzahler

  1. Frieda B.

    Es ist traurig, dass in der Stadtverordnetenversammlung und im Seniorenbeirat Personen sitzen, die nicht in der Lage sind, einen Fehler zuzugeben.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Christian Schmidt ins Protokoll geschrieben:

      „Das sind die Weisen,
      die durch Irrtum zur Wahrheit reisen;
      die bei dem Irrtum verharren,
      das sind die Narren.“

      (Friedrich Rückert)

  2. Clodette

    Hallo Herr Dzubilla!

    Die Grünen möchten doch immer wieder gern zurück zur Natur. Was halten Sie denn von der klassischen Ausführung eines Donnerbalkens, der früher bei den Soldaten gang und gäbe war?

    So ein Ding ist preiswert zu fertigen, und bei der Entsorgung könnte der Bauhof zum Einsatz kommen. Oder die Stadtverordneten, damit die eine Ahnung davon bekommen, dass man für eine öffentliche Toilette auch arbeiten muss, da sie sich nicht von selbst finanziert. Natürlich könnte auch die AWO die Bewirtschaftung dieser Einrichtung mit übernehmen – als vernünftige Alternative zur Toilette im Rantzau-Haus.

    Mit ergebenen Grüßen
    Clodette

  3. J. P. Kirchhoff

    Interessant ist es schon, zu beobachten, wie Ahrensburger Stadtverordnete (Frau Schmick, Herr Schmidt) sich in den Medien über Toiletten profilieren möchten.

    Ich gehe davon aus, dass die Veranstalter von Stadt-, Wein- und Oktoberfest für barrierefreie Toiletten sorgen müssen, sodass auch mobilitätseingeschränkte Menschen dort nach 20 Uhr mitfeiern können.

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