Wie das Hamburger Abendblatt die treuesten seiner Abonnenten richtiggehend verarscht


Das Hamburger Abendblatt versucht krampfhaft, seine Abonnenten am Blatt zu halten. Eine der Maßnahmen ist die Ausgabe von Kundenkarten, mit denen Abonnenten bevorzugt einkaufen oder ins Theater bzw. Konzert gehen können. Und je nach Abo-Zugehörigkeit gibt es diese Karten als “Klassik”, als “Silber”, als “Gold” und als höchste Stufe, nämlich “Hanseat”.

Ich bin Inhaber der “Hanseat”-Karte, weil ich seit über 50 Jahren Abonnent der Zeitung bin. Und ich bekam vom Verlag das Angebot für ein Konzert von Götz Alsmann & Band. Inhaber der “Klassik”-Karte bezahlen für das Ticket statt 20.80 Euro nur 18.70 Euro. Und statt 43.90 nur 39.50 Euro. Die Ermässigung von 2.10 bzw. 4.40 Euro ist also sehr bescheiden für den Inhaber der “Klassik”-Karte. Aber der ist ja noch nicht so lange Abonnent der Zeitung wie die übrigen Karten-Inhaber.

Und wie viel Nachlass bekommen Abonnenten mit der Silber-Karte? Sie bekommen genauso viel wie diejenigen, die eine Klassik-Karte haben.

Und was ist mit den Inhabern einer Gold-Karte? Sie bekommen genauso viel wie diejenigen, die eine Klassik-Karte haben.

Und was ist mit den Kunden, die eine Hanseat-Karte haben? Sie bekommen genauso viel wie diejenigen, die eine Klassik-Karte haben.

Erkenntnis: Die Treue seiner Leser zählt für das Hamburger Abendblatt nix. Und viele Hanseat-Karten-Inhaber werden das Plastikkärtchen wohl in den Gelben Sack werfen. Damit sparen sie schließlich auch was, und zwar ihren Ärger.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. November 2016

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