3. Buch Abendblatt: Die Meldung des heutigen Tages kommt aus Bargfeld-Stegen

Bei Tageszeitungen ist es im Allgemeinen so, dass die Titelseite aufgemacht wird mit einem wichtigen Thema des Tages, das alle Leser betrifft und somit interessiert. Beim 3. Buch Abendblatt dagegen, der vormaligen “Ahrensburger Zeitung”, ist das anders, zumindest heute. Oder interessiert es Sie als Ahrensburger, wie die Bewohner des Dörfchens Bargfeld-Stegen (rund 3000) sich ihren Ortskern wünschen…?

bildschirmfoto-2016-11-09-um-09-07-16Zum Vergleich: In der Stadt Ahrensburg, der größten im Kreis Stormarn, wartet man seit zwei Jahren auf ein Stadtmarketing, für das wir Bürger schon genauso lange bezahlen, ohne etwas zu sehen – und das 3. Buch Abendblatt  berichtet, dass Sandra Hellmann das “Ortszentrum mit lokalen Größen beleben möchte”. Wohlgemerkt: Das Ortszentrum von Bargfeld-Stegen.

Bargfeld-Stegen hat rund 3000 Einwohner. Und wenn ich mal schätzen darf: Das Hamburger Abendblatt verkauft in dem Dörfchen keine 30 Zeitungen. Und dafür bringt die Redaktion das eingangs erwähnte Thema als Aufmacher des Tages für den gesamten Kreis Stormarn. Damit alle wissen, dass Svenja Behnke die Straßen auch nach 0.30 Uhr noch beleuchtet haben möchte. Und dann wundert man sich im Verlag, wenn die Auflage weiter ins Minus trudelt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. November 2016

3 Gedanken zu „3. Buch Abendblatt: Die Meldung des heutigen Tages kommt aus Bargfeld-Stegen

  1. H.J. Lange

    Hallo Herr Dzubilla,

    es kommt auf die konkrete Sichtweise und deren Einpassung in den Kontext an.
    Dabei ist der jeweilige Ort belanglos. Denn tatsächlich antworten die Bürger mit ähnlichen Gedanken. Einige Beispiele:
    1.
    Bargfeld: “Kernpunkt war die Forderung nach einem sozialen und kulturellen Treffpunkt. Gerade ältere Menschen hätten im Ort keine Anlaufstelle.”. So ein Zeitungszitat.
    2.
    Dazu passt die treffgenaue Warnung von zwei Altpröpsten an den Kirchenkreis Hamburg Ost gerichtet (Propst Buhl), mit dem heute das Abendblatt auf Seite 1 titelt: “Gemeinden werden zerstört”.
    3.
    Beide Zitate beschreiben die bekannten Mangelzustände im Ahrensburger Bereich St. Johannes (Gemeindehaus ohne legales Befragen der Gemeindemitglieder verkauft – wohin ist der Erlös geflossen ?).
    4.
    Abendblatt Seite 23.
    Dort stellt ein Leserbriefschreiber zutreffend fest: “Die Stadt Ahrensburg braucht zuerst ein vernünftiges Verkehrskonzept, das als Basis für weitere Wohneinheiten dienen kann – und nicht umgekehrt.”.
    (Herr T. Koch, CDU, erklärt fälschlicherweise aber unverdrossen, es gäbe einen “Masterplan Verkehr”).
    5.
    Dazu passt die Doppelzüngigkeit vom Sozialdemokraten J. Proske im heutigen MARKT Seite 16. Dort prangert er einerseits gefasste Beschlüsse seiner eigenen Gruppe an, der Stadtverordnetenversammlung (nicht den SPD-Bürgermeister) – um andererseits die “lieben Bürgerinnen und Bürger” darüber zu täuschen, dass es Sozialdemokraten waren und sind, die den Investoren “besondere Vorteile” verschaffen, sofern das jeweilige Projekt in den eigenen SPD-Interessenkontext passt (z.B. “Rampengasse” und “Altes Klinikgelände).
    (Erklärung: Das Lindenhofgelände wird zur Abwechslung mal ohne SPD-Genossen realisiert).

    Bereits diese wenigen Beispiele zeigen die Loslösung der Administrationen von den Bedürfnissen der sie beauftragenden und bezahlenden Menschen. Deren Wohnort ist gleichgültig.
    Sind wir aber neidisch auf den vom Volk gewählten Mister Präsident Trump ?

    HJL

    1. H.J. Lange

      Weltweit werden existenziell verknüpfte Probleme erörtert, die überhaupt nicht “niedlich” sind. Auch in Ahrensburg und Bargfeld-Stegen ist das so. Führer von “Napoleon” bis Trump haben daran was geändert ? Das Wahljahr 2017 wird in Europa, in Ahrensburg und auch in Bargfeld-Stegen den Trend anzeigen.
      Bürger-Wut ist überall Bürger-Wut.
      Auch in diesem Blog.
      HJL

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.