Ein zerstörtes Kunstwerk ist plötzlich wieder da – haha!

Stellen Sie sich mal vor, in einer Galerie wird ein Bild zerstört. Mutwillig vom Eigentümer. Und das Bild ist nicht mehr zu restaurieren. Aber es gibt ein Foto davon. Und dann kommt jemand auf die Idee und sagt: „Wir drucken das Foto im Originalformat des Bildes, stellen es aus und verkünden in der Presse: ‚Kunstwerk plötzlich wieder da‘!“

(Bild: HDZ)

Kuratorin Katharina „Hurz“ Schlüter vor Leinwand in Stormarn-Beilage (Bild: HDZ)

An dieser Stelle werden Sie denken: Der Dzubilla ist übergeschnappt. Kein normaler Mensch würde so einen Unfug machen, nicht mal, wenn es die „Mona Lisa“ wäre, die jemand zerstört hätte.

In Schilda Ahrensburg dagegen ist alles ein bisschen anders. Hier geht es um ein Fassadengemälde des Malers Hans-Christian Koglin, das gerade mutwillig zerstört worden ist. Das Bild befand sich an der Wand der ehemaligen Klinik in der Manhagener Allee, die bis auf einen Teil der Fassade abgerissen wurde, um einen Neubau zu ermöglichen. Das Bild war kein wertvolles Werk. Würde man es auf einer Skala von 1 = Weltklassekunst  bis 10 = dekorative Graphik platzieren, dann läge es nach meinem Dafürhalten eher am Fuße bei 10. Der Handelswert = null.

So, und nun zum Intro des vorliegenden Blog-Eintrages. Von dem besagten Koglin-Bild hat ein Ahrensburger Fotograf ein Foto gemacht. Dieses Foto hat die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn vergrößern und im Originalformat drucken lassen. Auf Leinen (!) , warum auch immer. Rund 2.500 Euro hat dieser Druck gekostet, berichtet Martina Tabel in der Stormarn-Beilage – siehe Abbildung! Und nun hängt der Druck an der Wand der Marstall-Galerie, die Kuratorin der Stiftung, Katharina „Hurz“ Schlüter, steht davor und sucht einen „Platz für Dauerleihgabe“.

Ja, wenn es keine anderen Probleme in unserer Stadt gibt, dann kann man den Bürgern auch so einen künstlerischen Nonsens servieren. Ich hätte die 2.500 Euro genommen und sie stattdessen auf alle Kitas verteilt, um davon Malblöcke, Farbstifte, Farben und Leinwände zu kaufen. Für die Bilder der Kinder hätte Frau Katharina „Hurz“ Schlüter dann auch keinen „Platz für Dauerleihgabe“ suchen und sich in der Presse von Kopf bis Fuß präsentieren müssen.

Hat dazu vielleicht noch jemand von Ihnen eine Frage…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Mai 2015

6 Gedanken zu „Ein zerstörtes Kunstwerk ist plötzlich wieder da – haha!

  1. Observator

    So, so, ein Foto für 2.500 Euro. Bezahlt mit dem Geld einer Stiftung. Und die Kuratorin stellt sich stolz vor die Kamera im Marstall. Das passt prima zu Burwitz, der seinen Müll inzwischen hoffentlich wieder weggeräumt hat. Aber das verstehen wir Ahrensburger nicht, denn wir sind ja laut Frau Schlüter kulturell noch nicht so weit.

    Apropos Burwitz: Am 17. 5. 2015 hat doch im Marstall ein „Künstlergespräch zu seiner Ausstellung“ stattgefunden. Mit Dr. Katharina Schlüter als Moderatorin. Merkwürdigerweise habe ich darüber in der Presse nichts gelesen, weder bei Frau Tabel noch bei Frau Veeh, die ja sonst alles veröffentlicht, was man ihr schickt. Hat die Veranstaltung womöglich mangels Teilnehmer gar nicht stattgefunden? Ich bitte um nähere Informationen!

    1. Yasmine K.

      Ja, wo ich das hier gerade lese: Mich würde auch interessieren, was denn nun war mit der zweiten Burwitz-Veranstaltung? Der Pressemitteilung der Sparkassenstiftung habe ich entnommen: „Am Sonntag, 17. Mai 2015, um 15.00 Uhr findet im Rahmen des Internationalen Museumstages ein Künstlergespräch mit Baldur Burwitz und dem
      Sammler Rik Reinking statt. “ Und danach hat nirgendwo irgendwas gestanden. Ich vermute, das „Künstlergespräch“ hat unter vier Augen stattgefunden?

  2. J. P. Kirchhoff

    Eine Frage hätte ich dazu: Arbeitet Frau Dr. Schlüter ehrenamtlich? Oder bekommt sie Geld für ihre Tätigkeit?

  3. Martens

    Kann mir vielleicht jemand verraten, warum die Frau sich dort hingestellt hat? Hat sie nichts zu tun? Ist sie HartzIV-Empfängerin? Sucht sie auf diesem Wege vielleicht eine Arbeit? Oder einen Mann? Oder will sie sich vielleicht auf diese Weise profilieren? Aber womit….?

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