„Ahrensburg tut gut“. Mecklenburg-Vorpommern auch.

Am 22. Mai 2014 berichtete die Stormarn-Beilage: „Dreharbeiten in Ahrensburg: Eine Stadt setzt sich in Szene“. Zum Wortlaut des Textes von Mira Frenzel sahen wir ein Foto mit zwei Herren und einer Kamera, unterschrieben: „Filmemacher Christof Rupprecht (l.) und sein Kollege Klaus Hagedorn drehen eine Szene auf dem Ahrensburger Wochenmarkt – Foto: Mira Frenzel, Mira Frenzel / Mira Frenzel“ – siehe die Abbildung!

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Heute ist der 26. Mai 2015. In knapp vier Wochen ist das Frühjahr 2015 beendet. Frage: Haben Sie den Film vielleicht schon irgendwo gesehen, liebe Mitbürger? Falls ja – wo und wann und warum…?

Mira Frenzel hat ihren damaligen Beitrag wie folgt beendet: „Der Titel steht übrigens auch schon fest: Ahrensburg tut gut, so soll der Film heißen. Und mit einer knackigen Pointe enden. Wie das Porträt der Stadt Ahrensburg ausklingt, das wollen die Filmemacher noch nicht verraten.“

Und wenn uns nichts verraten wird, dann müssen wir eben selber raten. Ich zum Beispiel rate den Herren Conring und Hansen, sich beim zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister Sarach zu erkundigen, wann dieser Werbefilm gezeigt wird. Vielleicht in der Hochphase des bürgermeisterlichen Wahlkampfs – wenn Sie wissen, was ich meine? Denn eines ist sicher: Der Bürgermeister wird in dem Film präsentiert und sicher nicht von seiner negativen Seite. Und es würde mich gar nicht wundern, würden die Stadtwerke Ahrensburg den Film auf DVD im Rahmen einer Werbeaktion kurz vor der Bürgermeisterwahl in alle Hausbriefkästen von Ahrensburg stecken. Oder dem Ahrensburg-Magazin beilegen.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Der Ahrensburg-Film, so hat Mira Frenzel berichtet, wurde nämlich finanziert im Auftrag von zwei Personen: Michael Sarach & Horst Kienel. Denn das Werk soll laut Angaben der Schreiberin von der Stadt (Bürgermeister: Michael Sarach, Kämmerer Horst: Kienel) und den Stadtwerken (Geschäftsführer: Horst Kienel, Vorsitzender des Aufsichtsrates: Michael Sarach) in Auftrag gegeben worden sein. Ein Trick, damit die Stadtverordneten dem Projekt wegen der finanziellen Größenordnung nicht zustimmen mussten…?

Um noch einmal zurückzukommen zu der von Mira Frenzel angekündigten „knackigen Pointe“ im Film Ahrensburg tut gut“ – hier ist sie: Die Regierungsbehörde in Schwerin hat für Mecklenburg-Vorpommern folgenden Slogan laufen: „MV tut gut.“ siehe die Abbildungen! Wozu man zweierlei wissen muss: Ahrensburg hat diesen Claim schon im Jahre 2004 veröffentlicht. Und die Gattin des Ahrensburger Bürgermeisters hat bis 2014 in der Regierungsbehörde von MV gearbeitet. Ein unglaublicher Zufall, finden Sie nicht?

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Mai 2015

Ein Gedanke zu „„Ahrensburg tut gut“. Mecklenburg-Vorpommern auch.

  1. Robert Kineast

    Gerade der Wochenmarkt ist ja eines der bedeutendsten Aushängeschilder von Ahrensburg; so etwas Originelles gibt es im ganzen Lande nicht ein zweites Mal. Dazu kommt der attraktive Rathausplatz. Und ich weiß jetzt auch, warum der Bürgermeister ein Kino in Ahrensburg haben möchte: Hier will er seinen Film vorführen. Zur Premiere soll auch Uschi Pepper eingeladen werden, der die Stadt den Blaumann und die Rampengasse zu verdanken haben, die beide im Film bestimmt großen Raum einnehmen werden. Mein Vorschlag für den Titel des Filmes: „Ahrensburg kriegt Wut“.

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