Was macht eigentlich eine Kulturmanagerin in Ahrensburg?

Nun sind sie wieder weg, nämlich die Körbe am Alten Markt, die man dort aufgestellt hatte, um den Enten aus dem Schlosspark in der kalten Jahreszeit einen Unterschlupf zu bieten. 😉 Monika Veeh berichtet auf ihrem Werbeportal ahrensburg24 über den Abbau der Skulptur. Man sieht und liest Erstaunliches.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Im Bilde erkennen wir Petra Haebenbrock-Sommer an der Abbaustelle. Normalerweise hat Frau Haebenbrock-Sommer ihren Platz im Rathaus, wo sie die Stabsstelle Kulturmanagement innehat. Und weil ich immer schon mal gern gewusst hätte, was „Kulturmanagement“ in Ahrensburg bedeutet, habe ich mit Interesse gelesen, was auf dem Werbeportal verkündet wird, nämlich: „Petra Haebenbrock-Sommer von der Stadtverwaltung, die den Auf- und Abbau mit betreut“.

Was will das meinen „Auf- und Abbau mit betreut“? Dass die städtische Angestellte sich während ihrer Dienstzeit auf die Wiese gestellt hat, um zu sehen, dass alles ordentlich abgebaut wird? Oder hat sie selber mit Hand angelegt? Oder hat sie dem Künstler und seinem Helfer eine Kanne heißen Kaffee und ein paar belegte Brötchen gebracht? Oder hat sie Monika Veeh zur Arbeitsstelle gerufen, damit diese ein Foto von Frau Haebenbrock-Sommer und Axel Richter (Kunsthaus Am Schüberg) schießen soll, damit alle Bürger sehen sollen, wie hart Frau Haebenbrock-Sommer im Winter arbeitet..?

Und wir erfahren auch, warum die Skulptur „in gutem Abstand zu Schloss“ gestanden hat, nämlich: „Es hätte dort wohl in Konkurrenz zu Schloss gestanden“.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Februar 2015

11 Gedanken zu „Was macht eigentlich eine Kulturmanagerin in Ahrensburg?

    1. Ketzer

      Die niedliche Robbe vom „Robbenbrunnen“ in der Hagener Allee hätte ich auch noch gleich in die Freiheit entlassen! 😉

        1. Ketzer

          Man könnte sie aber dennoch in die Freiheit entlassen 😉 .
          Kunstwerke – ein unendliches Thema, über das sich trefflich streiten lässt:
          Ketzerisch, wie ich nun mal bin, frage ich (mich), ob das marmorne Gastgeschenk unserer spanischen Partnerstadt vor dem Rathaus ohne jede Kritik angenommen worden wäre, wenn es von einem einheimischen Künstler stammen würde.
          Der „Blaumann“ – wenn er von einer unserer anderen Patenstädte gestiftet worden wäre – hätte es je so einen „Shitstorm“ gegeben, der bis in die Gegenwart reicht?
          Man weiß es nicht, und ich frag‘ ja nur … 😉

  1. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    diese Kunst-der-Körbe war in der letzten Zeit das einzig Positive, was Ahrensburg im „öffentlichen Raum“ zu bieten hatte.
    Damit wäre mein Kommentar eigentlich beendet.

    Aber Herr Dzubilla, Sie können es ja nicht lassen und fragen
    1.
    reflexartig nach der Bezahlung der Betreuung des Kunstabbaues durch die öffentlich Bedienstete Frau Haebenbrock-Sommer – so, wie Sie aufdringlich
    2.
    immer wieder nach der Bezahlung des Herrn SPD-Bürgermeisters M. Sarach auf dessen diversen Fototerminen fragen.

    Sie wissen doch, dass selbstverständlich der Steuerzahler diese Termine bezahlt.

    Und das haben Sie nun davon, denn auch ich hole ein Beispiel aus meinem Fundus:
    3.
    Die bis heute im Rathaus aus Steuergeld bezahlte, angeblich oberste Baum-Schützerin Ihrer (nun wieder kunstfreien) Stadt, Frau A. Kirchgeorg, stand am 4. März 2009 in der Großen Straße und wurde vom Steuerzahler dafür bezahlt, die Fällung von 37 mehrfach geschützten Bäumen zu betreuen (keine Witz).
    Damals schwang die für die rechtswidrigen Fällungen verantwortliche SPD-Bürgermeisterin U. Pepper sinnbildlich die Kettensäge (mit Steuergeld bezahlt).
    Und Frau Kirchgeorg verteilte damals Hochglanz-Beruhigungs-Faltblätter an die fassungslosen Beobachter – die rote Rosen auf die blutenden Baum-Stümpfe ablegten.
    Und wer hat die Faltblätter bezahlt ? Klar, der Steuerzahler.
    Der hat auch die Baumfällungen bezahlt usw. usw.

    HJL

    1. Sabine Heinrich

      Warum dieser – ich erlaube mir die Formulierung – verbrecherische Baumfrevel ohne jede Folgen für die Verursacher geblieben ist und die dafür Verantwortlichen noch immer ungeschoren in Amt und Würden sind, ist mir ein Rätsel!
      Warum organisierte Naturschützer – Naturfreunde (SPD-nah) , BUND damals nicht aufgeschrien haben (Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, lasse mich gern an dieser Stelle eines Besseren belehren ) – ist mir ein Rätsel.
      Gut, dass die Einwohner wenigstens den Kastenschnitt der Linden in der „barocken“ Stadt Ahrensburg verhindern konnten!
      „Barock“ ist wohl eher der Umgang der Einflussreichen in Ahrensburg mit dem Umgang von Geldern, die ihnen gar nicht gehören – zur Befriedigung eigener Ideen, Wünsche und Eitelkeiten.

  2. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    wird in einer Kleinstadt „Kunst im öffentlichen Raum“ aufgestellt,
    kann man darüber nur über deren Niveau „streiten“,
    weniger darüber, ob das Objekt dort passend steht, wo es steht,
    aber unabhängig davon, ob die jeweilige Kunst persönlich gefällt oder nicht.
    Für eine derartige Diskussion ist sehr gut der ortsfremde „Blaumann“ aus Kunststoff
    im Gegensatz zur ortsbezogenen Betonkunst am jetzt sogar denkmalgeschützten Rathaus geeignet.
    Ahrensburg hat eine ernsthafte Diskussion über diese Art Kunst verdient.
    HJL

  3. fritz lucke

    Guten Tag,
    es wäre ja toll, wenn Herr Sarach eine Kosten-/Nutzenanalyse für seine Kulturmanagerin in Aufrag geben würde und diese dann auch der Öffentlichkeit vorlegt 😉 ‚Vielleicht könnte dieser Posten eingespart werden und sich die Kosten der Analyse damit noch in diesem Jahr amortisieren. Zukünftig kann dann der Betrag der eingesparten Besoldung in die Entschuldung der Stadt eingehen.

  4. Hermann Jochen Lange

    Hallo Frau Heinrich,
    die von Ihnen gemeinten Rätsel sind keine mehr:

    Die von mir auch in diesem Medium immer wieder vorgestellten Gesetzesverstöße durch Verwaltungsbehörden und deren Nichtverfolgung durch ebenfalls Verwaltungsbehörden (und Politik) sind justiziabel ausrecherchiert.
    Wirksame interne Kontrollen in der Sache und hinsichtlich Recht gibt es nicht.
    Die behördenintern gemachten Erfahrungen führen zur vorhersehbaren Fortsetzung des gemeinten Handelns, gefestigt in „Vereinigungen“ und „Handlungs-Systemen“.
    Diese gemeinten, vom Bürger bezahlten Träger des sog. Rechtsstaates zerstören eben diesen – von innen – von zivilisierter Kultur weit entfernt.

    Bitteschön:
    Welche Art „Kunst im öffentlichen Raum“ soll unter diesen Bedingungen entstehen ?
    HJL

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.