Stormarn-Redaktion: Wo Praktikanten praktisch praktizieren

Die Stormarn-Beilage können Sie in gedruckter Form bekommen oder online als E-Paper lesen. Wollen Sie beides, dann müssen Sie extra dafür bezahlen, was eigentlich albern ist. Und dann gibt es Beiträge aus Stormarn auch noch online vom Hamburger Abendblatt. Beiträge, die Sie parallel in der gedruckten Beilage vom selben Tage finden und damit auch im E-Paper. Aber bezahlen müssen die Abonnenten für “Stormarn online” ebenfalls zusätzlich.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Letzteres würde Sinn machen, wenn die Online-Page eine aktuelle Seite wäre, die ständig mit neuen Nachrichten ergänzt wird. Das aber wird sie in aller Regel nicht. Oder nur dann und wann mal. Wie zum Beispiel heute.

Wir lesen dort den nebenstehenden Bericht mit einem Foto, das ein „Archivfoto“ ist. Und wir erkennen, dass es sich dabei um den Schatten eines Fahrradfahrers auf dem Straßenpflaster handelt. Und deshalb erklärt die Redaktion dem Leser ausdrücklich: „Der Schatten eines Fahrradfahrers auf dem Straßenpflaster“ . Damit niemand denken soll, es ist dieses der Schatten einer Kuh, die Schlittschuh läuft auf dem Eis.

Nun zur Meldung: Der Leser erfährt, dass drei Jugendliche einen Mann vom Fahrrad gestoßen haben. Der wurde dabei ohnmächtig. Stormarn-Beilage: „Als er aufwachte, waren der Täter und seine Freunde verschwunden.“ Woher die Redaktion weiß, dass es „Freunde“ waren, steht dort nicht. Stattdessen erfahren wir, dass der Mann ins Unfallkrankenhaus Boberg gebracht worden war, wo ein Schlüsselbeinbruch, ein Bänderriss und diverse Prellungen festgestellt wurden.

So weit, so gut. Oder besser: schlecht.

Und dann kommt es: Der Mann hat die Tat bei der Polizei angezeigt. Obwohl es bereits „am Freitag, 30. Januar“ (vermutlich 2015) gewesen ist, wurde erst jetzt die Polizei verständigt. (Frage: Was hat das Krankenhaus gemacht…?) Und nun sucht die Polizei angeblich Zeugen der Tat vom 30. Januar. Beschreibung der drei Personen: „Die Jugendlichen sind etwa 16 bis 18 Jahre alt. Zwei hatten schwarze, einer dunkelblonde Haare. Sie trugen dunkle Jacken und Jeans.“

Frage: Kennen Sie solche Jugendlichen vielleicht…?

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Februar 2015

2 Gedanken zu „Stormarn-Redaktion: Wo Praktikanten praktisch praktizieren

  1. Sabine Heinrich

    Überglücklich bin ich für die Erklärung des Fotos in dem Artikel darunter, wo es um einen Einbrecher geht: “Das Blaulicht auf einem Streifenwagen der Ahrensburger Polizei leuchtet.” WOW!
    Selbst bei eingehender Betrachtung wäre ich NIE darauf gekommen!
    Nun – es hätte ja auch ein Streifenwagen der Oldesloer, Neumünsteraner, Lübecker Polizei sein können…
    Aber mal im Ernst: Statt für so etwas Flaches, das uns immer wieder serviert wird, Geld herausrücken zu müssen, sollten wir Schmerzensgeld erhalten!
    Dass die Redaktion überhaupt wagt, uns zahlenden Lesern so etwas anzubieten, ist schon heftig!

  2. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    vielleicht sollten wir die Zeitung wechseln. Früher war das HA noch zuvorkommend. Heute ist es geldgierig abweisend. Trotzdem haben Sie kostenfreien Zugiff auf die digitalen Angebote – im Urlaub in weiter Ferne (heutiges Anschreiben des HA):
    ” Gutes tun und digitale Vielfalt erleben!”
    “Spenden Sie im Urlaub Ihr Hamburger Abendblatt!”
    “Es geht ganz einfach: Überlassen Sie Deutschlands beste Lokalzeitung (!!!!!!!!!!!!!!!!!!???????????) einer sozialen Einrichtung, wie z.B. einem Krankenhaus oder Altersheim. Ein kurzer Anruf bei unserem Kundenservice genügt.
    Als Dankeschön erhalten Sie auf Wunsch einen Monat kostenlos Zugang zu all unseren digitalen Angeboten………….. ……. egal wie weit Sie in die Ferne schweifen.”
    Bei mehr als 7 Tagen spendet das HA auch noch (einmalig?) 2 Euro an “Kinder helfen Kindern.”
    Wenn Sie also ständig Urlaub machen und das HA spenden, haben Sie kostenfreien Zugiff auf die digitalen Dieste des HA und spenden auch noch (mit Bescheinigung?) 2 Euro!!!!!!
    Gehen Sie auf Reisen, Herr Dzubilla!!!!!!!!
    Mit witzigen Grüßen
    Wolfgang König

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)