Michael S. und die leuchtenden Augen der Kinder

Gerade habe ich den MARKT durchgeblättert, um mal zu schauen, was es Neues von unserem Bürgermeister gibt. Und ich musste gar nicht lange blättern, da hatte ich sein Foto auch schon gefunden! Auf Seite 6 steht Michael Sarach unter der Überschrift: “Strahlende Kinderaugen bei Spendenübergabe” – siehe die Abbildung!

Bildschirmfoto 2014-11-22 um 13.09.12Na endlich, dachte ich, endlich hat der Bürgermeister mal für hilfsbedürftige Kinder gespendet! Und ich las sogleich den Beitrag, um zu erfahren, was der Bürgermeister für die Kinder gespendet hat und wieviel. Aaaber – in dem Beitrag ist nirgendwo die Rede davon. Hier wird von Spenden des Round Table 60 Ahrensburg berichtet. Und die Kinder bekamen ein “Sicherheitslätzchen” für den Verkehr. Mehr haben sie  laut Bericht nicht bekommen, die Kleinen dort auf dem Foto, die sich dafür dem Fotografen vom MARKT als Spendenempfänger stellen mussten. Mit strahlenden Kinderaugen, versteht sich.

Zur Information: So ein Lätzchen kostet rund 5 Euro. Macht bei 16 Kindern = 80 Euro – wenn Sie dazu bitte noch einmal die Überschrift des Beitrages im MARKT lesen wollen. Dazu sollen angeblich aber noch 74 weitere Kinder behängt werden. (Hinweis: Zusätzliche Spenden vom Round Table gingen an Tafel, Feuerwehr und Rettungsverband. Aber dort gab es offenbar keine strahlenden Kinderaugen für den Bürgermeister.)

Und Michael Sarach? Der MARKT: “Auch Bürgermeister Michael Sarach war sehr angetan von dieser Aktion” – donni, donni aber auch! Und der Bürgermeister sprach: “Ich finde solche sozialen Aktionen immer beachtenswert und möchte allen daran meinen Dank aussprechen.”

So, möchte er das, der Herr Bürgermeister? Und wenn er das möchte, dann sollte er es auch tun! Aber er sollte sich dabei das bekannte Kästner-Wort noch einmal vor Augen führen, welches da lautet:

“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” … Herr Sarach!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. November 2014

4 Gedanken zu „Michael S. und die leuchtenden Augen der Kinder

  1. Uwe John

    Herr Dzubilla, wie Sie wissen, werden meine Frau und ich ca. 35 Kinder aus dem Blauen Elefanten zu einem vorweihnachtlichen Essen einladen. Es gibt Rotkäppchenschnitzel, Gemüse und Pommes Frites. Das ist nur ein Teil der Veranstaltung. Und wie Sie wissen, sind wir Ihnen dankbar, dass auch Sie sich aktiv einbringen. Der Bürgermeister und der Markt weiß davon. Bin mal gespannt, ob es etwas zu lesen gibt, ob der Bürgermeister auch “Guten Tag” sagt. Grüße Uwe John.

  2. Sabine Heinrich

    Normalerweise weiß ich mich in meiner Ausdrucksweise zu beherrschen – aber angesichts dieses MARKT-Artikels habe ich echt das K….. bekommen! Ich kenne das aus meiner Berufstätigkeit von ganz früher (Ahrensburg ist nicht gemeint): Einige engagierte Menschen tun uneigennützig eine Menge für andere – manchmal bis an die Grenze zur Erschöpfung – ohne irgendwelche Aufmerksamkeit haben zu wollen – und sie tun es gern! Aber wenn die Presse kommt, und sich ausgerechnet der Vorgesetzte, der gar nichts getan hat, für die Fotografen in Position stellt und Interviews gibt, aus denen nicht hervorgeht, dass nicht er, sondern andere für dies oder jenes gelungene (soziale) Projekt verantwortlich sind, dann kann einem schon der Kragen platzen.
    Ich gehe davon aus, dass einige Leser so etwas auch kennen.
    Selbst noch nach so vielen Jahren, wo ich erleben muss, dass diese Art der egoistischen – im Fall von Hern Sarach möchte ich schon das Wort “egomanisch” verwenden – Selbstdarsteller, die keinerlei Einsatz gezeigt haben, immer wieder ihre Bühne bekommen, macht mich das unheimlich wütend!

    Ich nehme alles – was ich jetzt gegen Herrn Sarach geäußert habe – zurück, wenn ich aus zuverlässiger Quelle – am besten von ihm selbst – erfahre, dass er aus eigener Tasche die Aktion mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.

    S. Heinrich

  3. Observator

    Hallo miteinander!

    Heute muss ich unseren Bürgermeister aber mal in Schutz nehmen. Denn es geht auf die nächste Bürgermeisterwahl zu, und der Herr Sarach macht das durchaus geschickt: Überall, wo etwas Gutes passiert, steht er daneben und lächelt gütig in die Kamera. Damit schafft er sich bei der breiten Masse das Image, ein guter Mensch zu sein. Und gute Menschen wollen die Leute natürlich als Bürgermeister haben. Also werden sie wieder Michael Sarach wählen, den Wohltäter, den Spender, den Honorigen mit dem Amtsbonus. Der Mann ist wie MonCheri: “Wer kann dazu schon nein sagen?!” Und wer will, wer kann ihm da überhaupt noch das Wasser reichen?! So betrachtet macht M. Sarach nur das, was ihm bestimmt ein PR-Berater empfohlen hat: “Geh den unangenehmen Themen aus dem Weg und stelle Dich dort in Positur, wo der Schein des Heiligen über Dir leuchtet” … und sei Dir selber gnädig! Amen.

    Ja, so isses. Und wer kann dem Amtsinhaber das verdenken…..?

    Mit unverbindlicher Empfehlung
    Observator

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