Stormarn-Beilage: Martina Tabel tanzt niemals allein

Heute ist es nur ein kleiner Beitrag in der Stormarn-Beilage, der inhaltlich nicht ganz korrekt ist. In diesem Beitrag informiert Martina Tabel, die Kulturbeauftragte des Blattes, darüber, dass “Horst Schroth weiß, was die Frauen fragen” und kommt dabei zum Schluss: “It always takes two to tango”. So weit, so richtig.

Unbenannt-1Dann aber ist Martina Tabel scheinbar der Gedanke gekommen: “Die Leser der Stromern-Beilage können ja gar kein Englisch!” Und deshalb hat sie eiligst eine Erläuterung hinzugefügt und also lautend: “Was soviel bedeutet wie: Tanzen kann man nur zu zweit”. Und Frau Tabel fragt: “Wer wollte da widersprechen.”

Na, ich zum Beispiel widerspreche. Denn jede Flamenco-Tänzerin wird bestätigen: Tanzen kann man auch allein. Und wenn Martina T. mal in eine Disco gehen würde, dann würde sie dort erkennen, dass die Frauen sich schon lange derart entmannzipiert emanzipiert haben, indem sie alleine auf die Tanzfläche gehen. Und Männer ebenso. Denn tanzen kann man auch alleine, Frau Tabel.

SchrothKorrekt dagegen ist, was die Kulturchefin am Fuße anmerkt, nämlich den Eintrittspreis von Euro 20,90 zum Auftritt von Horst Schroth im St. Pauli Theater mit dem sachdienlichen Hinweis, dass Karten auch auf der Homepage des Theaters online reserviert werden können. Und das kann man auch nicht allein, dazu bedarf es schon der Hilfe eines elektronischen Gerätes mit Internet-Anschluss. 😉

Ach ja, und noch etwas: Horst Schroth hat seine Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gerade in Buchform herausgebracht – siehe die Abbildung! Das Werk kostet EUR 14.95, und Sie bekommen es in der Buchhandlung Heymann in Ahrensburg genauso wie in der Buchhandlung Münnich.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Oktober 2014

8 Gedanken zu „Stormarn-Beilage: Martina Tabel tanzt niemals allein

  1. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    wie schön, wenn Sie es in der heutigen Stormarn-Beilage “inhaltlich nicht ganz korrekt” finden, wenn Frau Tabel nicht mit sich selbst tanzen möchte – andererseits aber Herr Schroth weiß, was oder wenn Frauen fragen – oder so ähnlich.
    Dazu hab´ich ´mal eine Frage. Die eröffnet so:

    HA Sto. 9.10.14:
    Praktischerweise direkt neben ihrem eigenen Bericht “Geldsegen fürs Denkmal-Rathaus” kommentiert und – lobt – Mira Frenzel wie folgt : “. . . schließlich die ganze Volkswirtschaft von den Förderungen profitiert. Das liegt daran, dass es sich in Zeiten der Wirtschaftskrisen gut macht, wenn der Staat und seine Verwaltungen in allen föderalen Ebenen Geld in die Hand nehmen, wenn die private Wirtschaft sparen muss.”

    Das verstehe ich irgendwie überhaupt nicht. Hilfe ! Hilfe !
    Also etwa:
    Woher nimmt der mit über zwei Billionen Euro verschuldete “Staat” das Geld, um es in die Hand zu nehmen und sodann in andere, ebenfalls völlig überschuldete Hände zu legen – die zusätzlich weiteres Geld leihen müssen, um das Geld von oben tatsächlich in die Hände gelegt zu bekommen ?
    Und diese Hände sprechen dann von “Geldsegen” ?
    Handelt es sich dabei vielleicht um eine wundersame Geldvermehrung zur Speisung der ständig Hungernden und in Zeiten der ständigen Wirtschaftskrisen ?
    Hat Mira Frenzl Recht, wenn sie schreibt, “es macht sich gut” ? – wenn nicht vorhandenes Geld in die Hände genommen wird, um es segnend über diejenigen auszuschütten, die kein Geld für Straßenreparaturen und Herrichtung ihres Rathausplatzes haben ? – und das Handgeld schließlich dort landet, wo Mindestlöhne nur mühsam bezahlt werden ?
    Vielleicht kann mir aber der SPD-Vormann Proske weiterhelfen, der mit mir öffentlich über seine Meinung diskuiteren möchte, “Wachstum” könne mit “Schuldenmachen” zusammen tanzen ?

    Übrigens habe ich am “3. Okt.” 2014 den Gedenkstein in der Großen-Straße gefunden – nachdem ich einem Trampelpfad durchs dichte Kirchgeorg-Grün gefolgt bin. Sie hat wirklich Geld in die Hand genommen, um den Stein zu verstecken – damit man nicht an den Tag-der-Deutschen-Einheit erinnert wird. Denn sie hat ja schließlich schon genug Handgeld gekostet.

    HJL.Amm

  2. Uwe John

    Lieber Herr Dzubilla, es ist noch früh. Haben Sie gemerkt, dass das ein Artikel reinster Werbung ist? Welchen Bezug hat das St. Pauli Theater zu Ahrensburg? Was ist der Grund für diesen Artikel, dass er in der Stormarnbeilage steht? Grüße Uwe John.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr John – der Protagonist wohnt seit einiger Zeit in Ahrensburg! Würde er morgen z. B. nach Buxtehude umziehen, dann würde Frau Tabel bestimmt auch keine seiner Veranstaltungen außerhalb von Ahrensburg mehr erwähnen.
      Liebe Grüße
      Harald Dzubilla

  3. Uwe John

    Hallo Herr Dzubilla, dann sollte Frau Tabel über alle Protagonisten schreiben, wenn diese außerhalb Ahrensburgs auftreten. Gleiches Recht für Alle. Oder? Grüße Uwe John

  4. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    Ihr Ratschlag mag zutreffen, aber per “Klartext” kommt ebenfalls Persiflage heraus.
    Etwa so:
    Mira Frenzel meint, es mache sich gut, wenn trotz zwei Billionen Schulden der Staat über dem Rathaus einen Geldsegen erteilen will.

    Man kann derartiges Beschreiben auch lassen, weil die Sache eh kein Steuerzahler mehr versteht
    – und sich lieber in den Orwell einliest.
    Denn wirklich wichtig ist, was die Frauen fragen ?
    Ja, weil man damit Geld verdienen kann.

    HJL.Amm

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Zu Ihrer Information: Es gibt eine Geschichte – von wem und wo die zu finden ist, weiß ich nicht mehr – von einem Mann, dessen Spezialthema “Die Kaiserliche Werft” war. Darüber wusste er alles und konnte jede Frage beantworten.

      Wenn der Mann nun im Gespräch zu einem anderen Thema gefragt worden wäre, zum Beispiel über die Schulden von Ahrensburg, wozu er sich nichts äußern kann, weil er keinen Überblick hat – dann käme der Mann in seiner Antwort in wenigen Sätzen auf sein Spezialthema zu sprechen. Zum Beispiel so: “Ja, die Schulden von Ahrensburg sind ganz schlimm. So etwas gab es früher nicht. Wenn ich da mal an die Kaiserliche Werft erinnern darf, dann…” Und schon hatte er sein Fachthema auf der Zunge, zu dem er sich immer wieder und endlos auslassen kann. Ein pfiffiger Trick, den viele Politiker heute noch anwenden.

      Wissen Sie jetzt, was ich meine…? 😉

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