Und wieder eine dumme Reklame der Stadtwerke

Können Sie sich vorstellen, dass ein Kleinkind ein Vergrößerungsglas vor seine Augen hält und dazu spricht: „Meine Stadtwerke. Meine Entdeckung. Strom, Gas und eine Prämie! Das muss ich Mama sagen!“ … ? Ich nicht. Doch so ein Nonsens wurde soeben veröffentlicht von den Stadtwerken Ahrensburg. Verantwortlich: Horst Kienel, städtischer Kämmerer und Geschäftsführer der Stadtwerke Ahrensburg.

Gelbe SeitenZu finden ist diese kindische Reklame auf der Rückseite von „Gelbe Seiten regional für Ahrensburg, Rahlstedt, Trittau, Poppenbüttel und Umgebung“. Der Preis für diese Annonce wird vom Verlag Dumrath & Fassnacht nicht genannt, weil direkt mit dem Kunden ausgehandelt.

Um es klarzustellen: Ich halte Werbung für sinnvoll und wichtig. Aber dumme Werbung ist eine Veruntreuung von Firmengeld. Und die Werbung eines Energielieferanten, in der bloß kommuniziert wird, dass einem Neukunden von der ersten Rechnung 50 Euro abgezogen werden, ist so überzeugend wie ein Fliegenschiss an der Schaufensterscheibe in der Lohe 1. Denn diese 50 Euro muss der neue Kunde letzten Endes doch bezahlen. Und sogar mehr als bloß einmalig.

Nachdem ich beim Partner der Stadtwerke Ahrensburg, nämlich auf ahrensbug24 gelesen habe, dass man bei einem anderen Energie-Anbieter pro Jahr bis zu 310 Euro pro Jahr sparen kann, habe ich meine Verträge mit den Stadtwerken Ahrensburg gekündigt. Und spare richtig viel Geld – auch ohne Vergrößerungsglas.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. September 2014

10 Gedanken zu „Und wieder eine dumme Reklame der Stadtwerke

  1. Martens

    Mich würde wirklich mal interessieren, wer diese Werbung für die Ahrensburger Stadtwerke eigentlich produziert. Oder ist das geheim? MfG Martens

  2. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    nachdem ich am Donnerstag Frau Pepper in der Stadt gesehen hatte , habe ich erstmalig das Ahrensburg Magazin (ein Exemplar, Herbstausgabe) bei meinem Friseur gelesen. Die nächsten beiden Exemplare habe ich abseits im Rathaus entdeckt. Die anderen 34.997 Exemplare sind wohl an die Haushalte verteilt worden. Wir haben in der Umgebung keins erhalten.
    In diesem wohl recht teuren, platzvergeudenden Exemplar habe ich Frau Pepper mit ihren Hobbys entdeckt und im Impressum gelesen, dass die Stadtwerke Ahrensburg die Herausgeber dieses Blattes sind. Unsere Strom- und Gasrechnungen sind wohl deshalb so hoch, weil die Verbraucher die Kosten dieses Blattes neben den Gehältern von Herrn Kienel als Geschäftsführer und Herrn Bürgermeister Sarach als Vorstandsvorsitzenden tragen müssen. Diese beiden Herren führen ihre selbst genehmigte Nebentätigkeit sicherlich nicht ehrenamtlich durch. Da haben sie keine Zeit für Doppik usw..
    Beim Anblick von Frau Pepper in diesem Blatt schoss es mir durch den Kopf: Was ist, wenn wir demnächst Herrn Sarach seitenweise in diesem Magazin sehen? Ist dies eventuell eine von den Strom- und Gaskunden bezahlte Werbebroschüre unseres Roten Rathauses zur Bürgermeisterwahl 2015 für den Altbürgermeister Sarach? Das kennen wir schon vom MARKT. Da war Frau Pepper vor der Wahl seitenfüllende Hauptdarstellerin. Sie war der der Platzhirsch ………. das andere Wort darf ich ja nicht sagen!
    Und dann die viele teure Werbung der Stadtwerke. Laufen dem Herrn Kienel die Abnehmer scharenweise davon oder will er Kunden in Siek, Hoisdorf, Oldesloe, Stapelfeld, Volksdorf, Ammersbek usw. abwerben?
    Mit wählerischen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo! Der König von Ahrensburg hat beim Wiener Walzer offensichtlich den Überblick verloren. Richtig ist nämlich: Im Impressum des Blattes steht nichts von Stadtwerke Ahrensburg. Sondern: „Herausgeber: WKM Wiener Marketing & Verlag GmbH“. Und das „Ahrensburg Magazin“ ist nach Angaben der Herausgeberin die nahtlose Fortsetzung des bürgermeisterlichen PR-Blattes „Rathaus Journal“, von dem sich die Stadtverwaltung nach meiner heftigen Kritik zurückgezogen hat. Dass das „Ahrensburg Magazin“ von den Stadtwerken „gekauft“ ist, lässt sich an vier Seiten in der letzten Nummer ablesen: Die sind bezahlt (laut Preisliste rund 8.000 Euro), aber redaktionell gestaltet und nicht als Werbung gekennzeichnet, mithin also unerlaubte Schleichwerbung. Da das Blatt, wie Sie selber festgestellt haben, gar nicht wie zugesagt in die Haushalte verteilt wurde und dieses mit Wissen des Aufsichtsratsvorsitzenden und Geschäftsführers der Stadtwerke passiert, machen Sarach und Kienel sich der Veruntreuung städtischer Gelder schuldig. Geld, das immer noch zurückgefordert werden kann!!! Und die Stadtverordneten, die im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzen, gucken teilnahmslos zur Seite – jedenfalls erkenne ich keine andere Reaktion.

      Ich würde zu gern mal wissen, wieviel städtisches Geld in der Amtszeit von Sarach (genauso wie Pepper) an Daniela N. Barth geflossen ist…!

      Mit neugierigen Grüßen
      Harald Dzubilla

  3. Waldemar

    Lieber Herr Dzubilla,
    So ein paar Milliönchen dürften da im Laufe der Jahre schon zusammenkommen . So genau will das im Aufsichtsrat wohl niemand wissen. Das wäre ja indiskret , so etwas zu fragen!
    Gruß Waldemar

  4. Rüdiger S.

    Lieber Herr Dzubilla,
    Als die Stadtwerke noch GAG hießen, wurden zumindest im ersten Jahr derartige Zahlen noch publik gemacht. Der Werbeaufswand im ersten Jahr betrug 500 000 Euro, ein stattliches Sümmchen für ein paar Luftballons und ein paar Plakate. In der ganzen Diskussion wird vergessen, dass auch die Kundenbüros, in denen das Personal einfach nur so herumsitzt oder herumsaß, , sehr kostenintensiv sind.
    Beste Grüße
    Rüdiger

  5. Wolfgang König

    Hallllooooooo, Herr Dzubilla,
    offenbar haben Sie die Herbstausgabe des „Ahrensburg Magazins“ in Ahrensburg nicht gefunden und sie ist Ihnen auch noch nicht in den Briefkasten gesteckt worden. Auf der unnumerierten Seite „18“ steht in der Fußleiste unter „Impressum“ laut und deutlich „Stadtwerke Ahrensburg GmbH“, „Geschäftsführung: Horst Kienel“, „Vorsitzender des Aufsichtsrates: Michael Sarach“. Offenbar haben die Vereinigten Stadtwerke mit Zustimmung des ehrenamtlichen Gesamtvorstandes aus der Politik die beiden Wiener Damen aufgekauft oder die beiden sind einfach abgetaucht. Nun hat der Bürgermeister eine von den Verbrauchern finanzierte Wahlkampfplattform. Es wird gemunkelt, dass Herr Reich wieder Herrn Sarach den Rücken freihalten will. Man nimmt es wie immer von den Alten und Armen – den Wehrlosen. Zahlen die auch aus Protest nicht, wird Gas und Strom abgestellt. Wie sagte ein Tischnachbar beim Chinesen: Wie Berlin hat auch Ahrensburg ein Rotes Rathaus.
    Kleinere Kosten kann der Bürgermeister seiner Portokasse entnehmen. Im Haushalt wird manchmal um ein paar hundert Euro gefochten. Aus dieser Kasse wurde ja auch das Aufstellen des Muschelläufers ohne Abstimmung in einem Ausschuss finanziert.
    Mit energie-reichen Grüßen
    Wolfgang König
    Da sparen sich die Rathausinhaber nun wohl

  6. Rüdiger S.

    Hallo Herr König,

    Justiziar Reich hat nicht nur SPD-Bürgermeistern gedient. Er hat auch dafür gesorgt, dass der frühere Baumatsleiter Thiele, aktives Mitglied der CDU, immer wieder seinen Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, wenn er sich den Vorwürfen illegaler Machenschaften ausgesetzt sah.

    Beste Grüße

    Rüdiger

  7. Wolfgang König

    Ahaaaaaaa,
    dann haben wohl die Ahrensburger Stadtwerke eigene Seiten im Ahrensburg Magazin unabgegrenzt gepachtet, auf denen sie sich beliebig austoben können. Ich wundere mich, dass der unbezahlbare Rest des Aufsichtsrates dem zugestimmt hat, ohne Seiten für ihre Parteien mit Impressum zu beanspruchen.
    So ein Magazin darf wohl kaum zwei oder mehr Impressen haben, wenn die Zugehörigkeit der Seiten nicht durch Seitenbenennung, Farbe, Schraffur, Eselsohren usw. abgegrenzt sind.
    Mit zweifelhaften Grüßen
    WWolfgang König

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