Der „Sprengmeister“ in der Stormarn-Beilage

Am Montag, dem 27. Januar 2014, konnten Sie auf Szene Ahrensburg einen Bericht lesen über die Stadtverordneten-Versammlung im Marstall, wo über den Denkmalschutz unseres Rathauses diskutiert und abgestimmt wurde. Heute, am 29. Januar 2014, lesen Sie dazu einen ausführlichen Bericht in der heutigen Stormarn-Beilage.

Redaktionsleiter Hinnerk Blombach schreibt dazu in einem Kommentar u. a.: „Dass der Rathausplatz heute als graue Parkfläche mit nicht sonderlich ansehnlicher Randbebauung daherkommt, ist keine Folge des Denkmalschutzes. Dass er so bleibt, könnte allerdings eine solche Folge werden.“ Dieses ist eine reine Spekulation des Redakteurs, denn nirgendwo steht geschrieben, dass der Rathausplatz in den Denkmalschutz des Rathauses einbezogen wird, was ich selber auch nicht glaube, genauso wenig, dass auch die Plattenbauten am Rande einbezogen werden.

Ich kann es mir nicht verkneifen, ein Bild samt Beschreibung aus der heutigen Stormarn-Beilage (Archivfoto) neben ein Bild mit Unterzeile aus meinem Beitrag von vorgestern (aktuelles Foto) nebeneinander zu stellen. Den Kommentar hierzu überlasse ich Ihnen, liebe Leser:

Bildschirmfoto 2014-01-29 um 08.52.36

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2014

Ein Gedanke zu „Der „Sprengmeister“ in der Stormarn-Beilage

  1. Wolfgang König

    Wenn ich vom Diebstahl teurer Autos oder von Villeneinbrüchen lese, denke ich:“Selber Schuld“. Aber über Versicherungen zahlt die ärmere Allgemeinheit. Nun sind auch die Gebäude dran. Hochgerechnet ca. 200.000 neuere Gebäude stellt der Denkmalschutz bundesweit über Jahrhunderte unter Denkmalschutz, weil sie kulturhistorisch so wertvoll sein sollen. Die wachsende geistige Elite sucht nach Arbeitsplätzen. Wo sind die Grenzen nach dem DSchG? Haben die Denkmalschützer absolute Handlungsfreiheit? Wer bezahlt? Nach § 11 DSchG zahlen die Eigentümer und die Allgemeinheit. Der Staat und die Stiftungen haben eh kein/kaum Geld.
    Im Zusammenhang mit dem Rathaus ist gesagt worden, dass die bestehenden Sichtachsen frei bleiben müssen. Dazu gehört neben dem Stormarnplatz auch der Rathausplatz. Wer sagt uns, dass wir nicht bald ein schützenswertes Rathaus-Ensemble haben werden mit Bücherei, Peter-Rantzau-Haus, einem Rathausplatz mit „historischen“ Fassaden usw.? Der Rathausplatz gehört mit seiner Enstehung unzweifelhaft in die Epoche des Rathauses. An ein freistehendes Feuertreppen-Monstrum mag ich noch nicht glauben.
    Nun kommen auch unsere Backsteinbauten und die Fassaden-Modern aus der Thiele-Zeit sowie Villen und Bauten besserer Architekten mit schwungvollen Dächern und Fassaden (Türmchen) in ihre Jahre.
    Bauherren sind gut beraten, nicht so protzig zu bauen und keine „Kunst am Bau „anzubringen. Das kann teuer werden. Aber unsere wirklich historischen Bauten sind ja auch, wenn nicht durch Sprengung, straffrei zertört worden.
    Aus Hamburg gibt es einen neuen Abschluss-Bericht, warum die Elb-Philharmonie im Bau so lange dauert und so teuer wird: Die Auflagen des Denkmalamtes FHH sind so enorm!
    Wolfgang König

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