Party bei der Stormarn-Beilage

Das Hamburger Abendblatt aus dem Axel Springer Verlag wurde verkauft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes wird die Zeitung dann in der westdeutschen Verlagsgruppe Funke erscheinen. Und was macht die Stormarn-Beilage, bis es soweit ist oder nicht? Sie macht auf jeden Fall erst mal Party. Genauer: Umzugsparty, denn das Blatt ist umgezogen: Vom unansehnlichen Rathausplatz in die attraktive Große Straße.

Bildschirmfoto 2013-11-09 um 10.48.05In ihrem heutigen Bericht schreibt die Stormarn-Beilage u. a.: „Die Zeitung ist tief verwurzelt in der Region, bei einer verkauften Auflage von knapp 17.000 Exemplaren erreicht die gedruckte Lokalausgabe  (Zwischenbemerkung: Es handelt sich bei der Stormarn-Beilage nicht um eine “Lokalausgabe”, sondern um eine Regionalausgabe!) täglich rund 44.000 Leser – sechs Mal in der Woche. Seit der Erweiterung des Verbreitungsgebietes im Süden des Kreises liest nun jeder fünfte Stormarner täglich das Abendblatt.“

Wir erinnern uns: Früher lag dem Hamburger Abendblatt mal die „Ahrensburger Zeitung“ bei. Als die Auflage derart zurückgegangen war, dass man den Inserenten die Zahl der tatsächlich verkauften Exemplare nicht mehr sagen wollte (= bloße Vermutung von mir), da stellte man die Ahrensburger Zeitung einfach ein, machte daraus die Stormarn-Beilage. Der Vorteil: Auf diese Weise konnte man das Verbreitungsgebiet vergrößern und dem Inserenten eine stattliche Auflage nennen. Zwar ist auch diese  kontinuierlich gefallen, was aber am Zeitalter des Internets liegt, denn inzwischen lesen mehr und mehr Menschen ihre Nachrichten online.

Wenn nach Angaben der Redaktion jeder fünfte Stormarner das Abendblatt liest, dann sind das in Ahrensburg bei rund 32.000 Einwohnern immerhin 6.500 Leser. Und wenn 17.000 Exemplare von 44.000 Menschen gelesen werden, dann bedeutet das: In Ahrensburg ergibt dieses auf 6.500 Leser = 2.600 verkaufte Exemplare – wenn ich das richtig gerechnet habe.

Natürlich kann die Zahl der Leser in Ahrensburg auch höher sein aus der Tradition der Ahrensburger Zeitung heraus. Insofern sollten Inserenten, die nur in Ahrensburg werben möchten, sich einfach mal beim Anzeigenleiter erkundigen, wie viele Exemplare der Stormarn-Beilage tatsächlich in Ahrensburg verkauft werden.

Schaut man sich die Mediadaten des Verlages an, dann erfährt man aus der aktuellen Preisliste, dass die Auflage der Stormarn-Beilage vor einem Jahr = 16.887 betrug, was nach Angaben des Verlages = 47.000 Leser im gesamten Verbreitungsgebiet Stormarn sind. Im 2. IVW-Quartal 2013 meldete der Verlag: 16.544 Exemplare. Und: Eine aktuelle Auflagenmeldung für das 3. IVW-Quartal 2013 habe ich online nirgendwo gefunden, so dass ich nicht weiß, wie viele Exemplare “knapp 17.000” in Wahrheit sind.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. November 2013

2 Gedanken zu „Party bei der Stormarn-Beilage

  1. M. Meckelein

    Nur zur Info: Die aktuellen Zahlen (III. Quartal 2013) der Stormarn-Ausgabe des HA stehen auf der IVW-Seite. Verbreitung: 16.393, Verkauf: 16.025, Abo: 14.258, EV: 1.671. Das macht in zwei Jahren ein Minus von 1500 Abos! Einen schönen Wochenanfang wünsche ich.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Liebe Frau Meckelein – vielen Dank für diesen sachdienlichen Hinweis. Demnach sind für die Redaktion der Stormarn-Beilage 16.393 verbreitete Exemplare im gesamten Kreis Stormarn = eine “verkaufte Auflage von knapp 17.000 Exemplaren”. Sehr knapp, wie ich finde. 😉

      Gleichfalls eine schöne Woche!

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