Haben Sie heute schon gelacht…?

Früher gab es in den Tageszeitungen immer eine Rubrik mit Witzen und Döntjes. Heute ist es anders. Zumindest bei der Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt. Hier werden die Witze in den Beiträgen versteckt. Heute habe ich mal wieder einen Witz gefunden, den ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Bildschirmfoto 2013-06-28 um 10.14.36Die Stormarn-Beilage zeigt Norbert Leinius von der WAS, der mitgeholfen hat, dass namhafte Firmen aus Ahrensburg weggezogen sind. Im Rahmen ihrer Aktion „Die 50 schönsten Plätze im Kreis Stormarn“ setzt die Redaktion den Wirtschaftswegbeförderer auf ein Beet an der Bahn in Ahrensburg und schreibt dazu die bemerkenswerte Aussage des Herrn Leinius:

„‚Ich finde, das ist ein tolles Aushängeschild für die Stadt. Wer mit der Bahn in Ahrensburg ankommt, hat gleich den Eindruck, dass es sich um eine gepflegte Stadt handelt.‘ Laut Norbert Leinius sind solche Details sehr wichtig, wenn sich potenzielle Investoren ein Bild von der Stadt machen. Gerade dann, wenn es ein zufälliger Eindruck ist.“

Wäre ich der Reporter von der Stormarn-Beilage gewesen, dann hätte ich zu Herrn Leinius gesagt: „So, und nun kommen Sie mal mit zu den Beeten am Rathausplatz! Und anschließend besuchen wir den Bürgermeister im Rathaus, damit Sie ihm erzählen können, wie gepflegt unsere Stadt ist!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Juni 2013

4 Gedanken zu „Haben Sie heute schon gelacht…?

  1. Observator

    Hallo Herr Dzubilla! Ne, das sehen Sie falsch, das ist kein Witz. Herr Leinius will sich nur bei Herrn Sarach anschleimen. Und während wir Bürger in unsere Beete einen Gartenzwerg setzen, setzt sich Norbert L. selber ins gemachte Beet. Und in der Redaktion der Stormarn-Beilage hat Herr Leinius offenbar einen guten Freund, der immer wieder PR für ihn macht.

  2. Werner Martens

    Jetzt wissen wir auch, warum wir auf Investoren in Ahrensburg warten müssen: Die kommen nicht mit der Bahn! 🙁

    1. Lohengrien

      Hallo Herr Dzubilla,

      Sie tun den armen Redakteuren der Stormarn-Beilage bitter Unrecht, wenn Sie die bemühten Artikel zum Thema „Lieblingsplatz“ so hart kritisieren. Und Sie tun irgendwie auch den gewonnenen Informanten unrecht, denn die müssen ein perfides Spiel mitmachen. So ist die Suche nach dem „Lieblingsplatz“ nicht die Idee eines armen Lokalredakteurs, sondern vorgegeben von hoher Warte. Und hoch ist nicht immer schlau. Vorgegeben nämlich von irgendwem aus der Chefredaktion (oder einer Leuchte eine Etage tiefer): Nämlich alle Regionalbeilagen müssen das Thema „Lieblingsplatz“ irgendwie abarbeiten. Das bringt Streß für Redakteur und Informant.
      Zum Beispiel für Herrn Leinius, der sich zu dem Beet an der Bahn bekannt hat. Dort hat ihn, glaube ich, noch niemand andachtsvoll stehen gesehen. Vielmehr ist sein Lieblingsplatz (oder einer davon) das Restaurant Greco. Das ist völlig in Ordnung. Und hätte er sich zu diesem Lieblingsplatz bekannt: Bravo. Aber wäre das dann nicht Schleichwerbung gewesen?
      Also saugt sich jeder vom Abendblatt bemühte Zeuge einen Lieblingsplatz aus den Fingern und blamiert sich damit bis auf die Knochen.

      In der Harburg-Beilage des Abendblattes sieht das zum Beispiel so aus:
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      28.06.13, 08:41
      Finkenwerder
      Der Rüschpark – wo die Elbe nach Fernweh riecht

      Zeigen Sie uns Ihren Lieblingsplatz der Entspannung! Anne Stark beobachtet vom Rüschpark in Finkenwerder aus Container-Riesen auf dem Strom.

      Finkenwerder. Für einen Tag entspannen und Abstand vom Alltag gewinnen – das geht auch zu Hause. In der großen Sommer-Serie „Urlaub im Süden von Hamburg“ besucht das Hamburger Abendblatt mit den Lesern die Orte, an denen sie sich am besten entspannen können.

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      (Leider konnte ich den Artikel samt Bild nicht im Original in diesen Kommentar kopieren. Das ging technisch irgendwie nicht.)

      Irgendwie menschelt das alles so schön. Und ist wie aus dem gemütvollen Leben gegriffen. Bloß das Leben findet woanders statt: auch im Greco oder bei Boccia-Spielen an der Großen Straße, auch auf dem Golfplatz oder beim Notar, wo der Käufer die hohen Grundstückspreise sanktioniert, oder im Hinterzimmer, wo die politischen Strippen gezogen werden, oder in der Arztpraxis, wo geholfen wird oder nicht mehr geholfen werden kann. Oder in der Redaktion, wo sich genervte Redakteure mit den Anweisungen von oben herumschlagen müssen.

      Mit den besten Grüßen in die Szene
      Lohengrien

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