Was bedeutet „Ehrenamt“ in der Ahrensburger Politik?

Am Rande der letzten Versammlung unserer Stadtverordneten im Kulturzentrum Marstall sprach mich ein Bürger an mit dem Vorwurf, dass ich auf Szene Ahrensburg die Stadtverordneten häufig sehr harsch kritisiere und dabei offenbar nicht bedenke, dass die Damen und Herren sich ehrenamtlich in den Dienst der Stadt und für die Einwohner gestellt haben. Und wenn die Freizeitpolitiker dann ob meiner Kritik vielleicht so frustriert sind, dass sie für ihr Amt nicht mehr neu kandidieren, dann ist das doch ein Verlust für unsere Stadt.

Symbolbild

Richtig ist, dass meine Kritik sehr hart sein kann und manchmal sogar verletzend. Aber ich bewege mich im Rahmen der Meinungsfreiheit, die unser Grundgesetz garantiert und berichte in der Sache. Und warum, bitte schön, soll ich einen Unterschied sehen zwischen Politikern, die ihr Amt hauptberuflich ausüben, und Politikern, die als Stadtverordnete „nur“ ehrenamtlich tätig sind?!

Die Stadtverordneten von Ahrensburg haben sich alle freiwillig in ihr Amt begeben. Und: Sie haben die Entscheidungsgewalt über uns Bürger und unsere Stadt, entscheiden über Millionen-Investitionen und dabei nicht selten über die Köpfe der Bürger hinweg. Und wie häufig lagen die Stadtverordneten in Ahrensburg mehrheitlich falsch bei ihren Beschlüssen und haben Millionen Euro Steuergeld und städtisches Eigentum verschleudert, für das der gemeine Bürger hart arbeiten musste. Und das soll man mit „Ehrenamt“ begründen und entschuldigen…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2025

Ein Großhansdorfer für die Auflösung des Bürgerentscheides in der Stadt Ahrensburg

Es war schon lustig gestern in der Stadtverordnetenversammlung, wo ich hingegangen war um zu sehen und zu hören, wie Punkt 12 der Tagesordnung behandelt wird, nämlich der Antrag von Grünen und WAB über den Bürgerentscheid in Sachen Parkplätze, den diese Fraktionen gern auflösen würden. Und genau dieser Punkt wurde gleich zu Beginn von der Tagesordnung genommen und in den Ausschuss verwiesen.

Lustig? Ja, es war schon lustig, wie ein Mann in der Einwohnerfragestunde sich forsch vors Mikrofon gestellt hat, um dort zum Ausdruck zu bringen, dass er für die Beendigung des Bürgerentscheides sei. Da der Mann sich aber als Großhansdorfer vorgestellt hatte, der vermutlich verhindern wollte, dass Großhansdorfer Bürger zum Einkaufen nach Ahrensburg fahren, hat Bürgervorsteher Benjamin Stukenberg den Besucher aus der Waldgemeinde unterbrochen, weil in der Einwohnerfragestunde nur Einwohner von Ahrensburg ihre Fragen stellen dürfen. Und dann kam es:

Der Großhansdorfer übergab sein vorgefertigtes Manuskript an einen anwesenden Ahrensburger, der den kompletten Nonsens dann vorgelesen und sabbelnd erklärt hat, dass er voll dahinter stünde, weshalb er auch einen Leserbrief an den MARKT geschrieben hätte. Und noch bevor die Veranstaltung zu Ende war, zogen beide Herren gemeinsam von dannen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2025

Dschungel in Ahrensburg: Lost Place mit Ruine im Grünen

Die Stadt Ahrensburg hat einerseits zu viel, andererseits zu wenig. Zum Beispiel zu viele Löcher in den Straßen und zu wenig freien Wohnraum. Umso verwunderlicher erscheint es für den Bürger, dass die Löcher genauso bleiben wie der Mangel an Wohnraum, zumal wenn ketzterer auch noch für Klein- und Mittelverdiener bezahlbar sein soll. Und was Ahrensburg auch nicht hat, das sind Parkplätze in der City.

Und wenn Sie jetzt auf die Fotos blicken und sich fragen: Wo mag dieser Dschungel mit der Ruine in Ahrensburg wohl zu finden sein, dann kann ich es Ihnen verraten: Mitten in der Innenstadt, nämlich in der Klaus-Groth-Straße, kurz bevor diese zur berühmten Rampengasse wird. Hier liegt ein Grundstück, das schon seit Jahren total verwildert ist, mit einem Haus, in dem vermutlich Mäuse, Ratten, Silberfische und Kellerasseln hausen und die Fledermäuse in der Nacht durch die eingeschlagenen Fenster fliegen.

Wie ist so etwas mitten in der Ahrensburger City möglich? Eine böse Zunge, nämlich meine, erklärt: Hier treffen sich Stadtverordnete heimlich in der Nacht mit auswärtigen Investoren, um mit diesen über geschäftliche Angelegenheiten der Stadt zu verhandeln. Zum Beispiel: Lindenhof für KiK und Tedi. Und Alte Reitbahn für Edeka und Kino. 😱

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2025

„Transparente Information“: Der Einwohner fragt, der Bürgermeister antwortet – oder auch nicht…?

Heute ist also Stadtverordnetenversammlung im Marstall. Und dort findet auch wieder eine Einwohnerfragestunde statt. Hierzu fordert die Verwaltung auf, dass Einwohner ihre Fragen fünf Tage vorab per E-Mail an ein „Gremium“ stellen sollen, was immer sich auch hinter diesem „Gremium“ verbirgt. Im Gegensatz zu anderen Bürgern, die ihre Fragen trotz der amtlichen Forderung immer noch  in der Veranstaltung live stellen, halte ich mich als braver Bürger an die Vorgaben der Stadt und habe bereits vor einer Woche meine Fragen per E-Mail an das „Gremium“ abgeschickt und also lautend:

Eckart Boege vor der Wahl zum Bürgermeister von Ahrensburg

Ich bin Einwohner der Stadt Ahrensburg, und zwar seit dem Jahr 1969, als der heute amtierende Bürgermeister noch gar nicht auf der Welt gewesen ist. Schon aus diesem Grund fordere ich den Leiter der städtischen Verwaltung auf,  gegenüber meiner Person etwas mehr Respekt zu zeigen, den ich in Vergangenheit leider häufig vermissen musste!

Respektlos ist, dass meine Fragen nicht beantwortet worden sind, bzw. mit falschen Aussagen. Zwei Corpora Delicti:

 Erstens: Ich hatte gefragt, ob die Stadt Ahrensburg rund 70 Kunstwerke mit Steuergeld angekauft hat mit dem Zweck, diese Kunstwerke im Keller des Rathauses zu verstecken. Wie lautet die Antwort?

Zweitens: Ich hatte gefragt, warum ich die Liste mit den angekauften rund 70 Kunstwerken nicht bekomme, obwohl Alt-Bürgermeister Michael Sarach mir schriftlich bestätigt hat, dass diese Liste im Rathaus vorliegt und dort einsehbar ist. Ich frage erneut: Warum bekomme ich diese Liste nicht? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juli 2025

Stadtverordnetenversammlung: Volksverächter stellen Antrag gegen Bürgerentscheid

Was ist heute? Heute ist Montag, der 21. Juli 2025. Und was ist heute sonst noch? Heute ist auch Versammlung der Stadtverordneten im Marstall. Beachtenswert ist dabei Punkt 11 der Tagesordnung und also lautend: „Machbarkeitsstudie Bahnhof Ahrensburg-West – Grundsatzbeschluss zur Vorzugsvariante fur die weitere Planung“.

Besonders interessant dürfte in der heutigen Versammlung auch der Punkt 12 auf der Tagesordnung sein: „Antrag zur Aufhebung des Bürgerentscheids. Dieser Antrag kommt von den Fraktionen der Grünen & WAB, die damit bekunden: Was der Bürger von Ahrensburg mehrheitlich entschieden hat, das interessiert uns als Kommunalpolitiker einen feuchten Kehricht!

Allein dass dieser Antrag überhaupt auf die Tagesordnung gesetzt worden ist, empfinde ich schon als eine ganz üble Attacke auf den freien Bürgerwillen und eine Provokation gegenüber den Wählern. Wozu gibt es denn überhaupt einen Bürgerentscheid, wenn Verwaltung und Politik bloß die Zweijahresfrist aussitzen müssen, um dann doch das zu machen, was sie zuvor schon gewollt hatten, der Bürger aber nachweisbar nicht?!

Oder will man die Bürger wirklich zwingen, dass sie sich erneut an der Wahlurne zu einem neuen Bürgerentscheid einfinden…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juli 2025

BILD über DFB-Frauen: Gestern noch „Lichtjahre von der Weltspitze entfernt“ – eine Woche später: „KRASS!“ 🏃‍♀️

Gucken Sie auch die Fußball-Europameisterschaft der Frauen im TV? Ich liebe die Spiele und sitze vor dem Fernseher, wenn unsere Frauen über den Rasen rasen. Und ehrlich gesagt mag ich Frauenfußball lieber als Männerfußball. Nicht nur, weil ich mit Männern nicht warm werden kann, sondern weil die Frauen harmonischer spielen und ohnehin attraktiver anzuschauen sind, wenngleich sie sich auch im gegenseitigen Tackling nichts schenken. Und war das gestrige Spiel gegen die Französinnen nicht spannender als ein „Tatort“-Krimi?!

Ich schreibe diesen Blog, weil ich gelacht habe, als ich BILD ONLINE gelesen habe und den Beitrag über die Frauen-EM von heute verglichen habe mit dem von voriger Woche. Da schrieb Sportredakteur Robert Schreier nach dem Spiel gegen die Schwedinnen: „DFB-Frauen Lichtjahre von der Weltspitze entfernt“; und heute muss der Redakteur lesen, was sein Vize-Chef Walter M. Straten schreibt: „KRASS! Unsere Fußballfrauen zeigen dem ganzen Land, was BISS, MUMM und HERZ bedeuten!“ – siehe die Abbildungen oben links!

Aber das kommt häufig vor bei BILD: Ist ein Spitzensportler oder eine Mannschaft mal nicht Spitze, dann kriegen die Athleten schnell was auf die Mütze. Und von einem Kommentar mit Entschuldigung ist Robert Schreier offensichtlich Lichtjahre entfernt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2025

Symbiose: Hamburger Sparkasse (Haspa) & BürgerStiftung Region Ahrensburg & Stifter-Service Ahrensburg GmbH & Co. KG

Die kommerzielle Firma Stifter-Service Ahrensburg GmbH & Co. KG ist eine Privatfirma von Dr. Michael Eckstein. Und diese Firma betreibt im Internet das Werbeportal „Ahrensburg-Portal“, auf dem nicht nur Werbung für die BürgerStiftung Region Ahrensburg des Dr. Michael Eckstein veröffentlicht wird, sondern auch Werbung, die über Google geschaltet wird. Und: Die Hamburger Sparkasse (Haspa) füllt mit ihrer Permanent-Werbung auf „Ahrensburg-Portal“, die Kasse der Ecksteinschen Privatfirma.

Aber es gibt noch eine weitere Verbindung, und zwar zwischen der besagten BürgerStiftung von Dr. Michael Eckstein und der Haspa: Die BürgerStiftung führt nämlich Spendenkonten bei der Haspa, auf die Bürger spenden sollen – siehe Abbildung!

Last but not least: Dr. Michael Eckstein ist sehr hilfsbereit und veröffentlicht reichlich Berichte für die Haspa auf „Ahrensburg-Portal“, wenn Sie mal einen Seitenblick darauf werfen wollen! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2025

Spende von REWE-Kunden an Kinderhospiz – Spende von REWE an die Markt Südholstein Anzeigenblatt GmbH

Wir kennen die Automaten an den Eingängen von Supermärkten, wo Kunden ihre leeren Pfandflaschen und Dosen reinschieben können und dann am Ende die Wahl haben, ob sie ihr Rückgeld als Bon in Empfang nehmen oder spenden möchten für einen guten Zweck.

Im Anzeigenblatt MARKT las ich an diesem Wochenende, dass die Kunden von REWE Familie Akopian eine Spende über 1.900 EUR gemacht haben, die an ein Kinderhospiz in Hamburg gegangen sind. Wie gesagt: Die Spende von 1.900 EUR kommt nicht von REWE Familie Akopian, sondern von deren Kunden. Vom REWE-Markt im CCA stammt lediglich die Anzeige, aus der man fälschlicherweise ablesen könnte, dass es die REWE Familie Akopian gewesen ist, die eine Spende über 1.900 EUR an ein Kinderhospiz in Hamburg gemacht hat.

Besagte Familie hat nur eigenes Geld für ihre Anzeige „gespendet“, und zwar an die Markt Südholstein Anzeigenblatt GmbH, um damit Public Relations (PR) für sich zu betreiben – siehe Abbildung oben links! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2025

Heuchlerisch und verlogen: Grüne Nadine als Dampfplauderin und dazu ein Nachwort von Béla Randschau (SPD)

Es gibt einen Bürgerentscheid dahingehend, dass die Stadt Ahrensburg keine Parkplätze in der Innenstadt stilllegen darf, wenn nicht an anderer Stelle in der Innenstadt für Ersatz gesorgt wird. Dieser Bürgerentscheid gilt für zwei Jahre, die inzwischen von der Verwaltung ausgesessen worden worden sind. Das erfreut die Grüne Nadine Levenhagen überaus; und sie erklärt im Anzeigenblatt MARKT: „Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Sanierung nach dem bestehenden Plan einzugehen“. Womit sie meint: Der Bürgerentscheid soll gekippt werden und die Parkplätze in der Hamburger Straße sollen ersatzlos beseitigt werden, damit die Straße neugestaltet werden kann.

Und warum konnte die Hamburger Straße nicht schon längst neugestaltet werden? Weil die Grünen das verhindert haben, indem sie den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt haben, ein Parkhaus am Rande des Stormarnplatzes zu bauen. Und es müsste (noch) nicht mal ein Parkhaus sein, denn hinter dem Rathaus wäre ein Ersatzparkplatz für die Stellplätze der Hamburger Straße, deren Sanierung schon seit geraumer Zeit hätte in Angriff genommen werden können.

In Wahrheit sind es also die Grünen um Nadine Levenhagen, die unsere Stadt handlungsunfähig machen. Das gilt aber nicht nur in Sachen Hamburger Straße, sondern insgesamt. Hierzu empfehle ich Ihnen heute die Politiker-Kolumne im MARKT, die an diesem Wochenende von Béla Randschau geschrieben wurde, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Ahrensburg – siehe auch am Fuße dieses Blogs!

Und nicht vergessen wollen wir, dass die Familie von Nadine Levenhagen ihr Küchenfachgeschäft nicht in der Ahrensburger Innenstadt betreibt, sondern in Norderstedt. Und mit Parkplätzen direkt vor der Ladentür. Darum ist es verständlich, dass der Grünen Dampfplauderin die Läden in der Ahrensburger City nicht so wichtig sind wie der Laden der eigenen Familie in Norderstedt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2025

Wenn der ADFC was von Bahnhof erzählt, dann verstehe ich auch nur Bahnhof

Das Stormarner Tageblatt schreibt: „Bahnhöfe von Ahrensburg bis Lübeck: So bewertet der ADFC ihre Fahrradfreundlichkeit“. Und was uns Ahrensburger dabei natürlich ganz speziell interessiert, das sind die Bahnhöfe in Ahrensburg, von denen wir immerhin vier Stück haben: Zwei Regionalbahnhöfe und zwei U-Bahnhöfe. Und die Zeitung verkündet: „Verbesserte Bewertungen für Ahrensburger Bahnhöfe“ – wenn Sie sich bitte den Text links mal durchlesen wollen!

So, und weil der Text der Fragen würdig ist, stelle ich den Inhalt infrage. Dort steht nämlich über den „Bahnhof Ahrensburg“ (womit vermutlich der Bahnhof in der Innenstadt gemeint ist): „auf 7271 Ein- und Aussteiger kommen 1080 gute Stellplätze“. Und dazu kommen folgende Fragen meinerseits:

Wer hat die Zahl 7271 ermittelt? Bedeutet diese Zahl, dass von Januar bis Dezember an jedem Tag 7.371 Menschen in die Bahn in Ahrensburg ein- und aussteigen, also hin- und zurückfahren? Und was sind „gute Stellplätze“? Vielleicht die Plätze auf der riesengroßen Parkanlage in der Ladestraße, die so gut wie leerstehen und ins Schwarzbuch der Steuerzahler gehören? Und deshalb bekommt der Bahnhof die Note 3, weil der Zustand für den ADFC befriedigend ist…?

Und wieviel Ein- und Aussteiger gibt es am Bahnhof Ahrensburg Gartenholz? Und wieso plant die Stadt dort „aktuell“ eine „Mobilitätsstation“, obwohl dieser Bahnhof doch abgerissen werden soll, weil wir ja im Schilda des Nordens wohnen…?

Und was ist mit den U-Bahnhöfen Ahrensburg-Ost und Ahrensburg-West? Wie viele Ein- und Aussteiger gibt es dort? Und was den U-Bahnhof West betriff: Seit Jahren schon reklamiere ich immer wieder, dass der Zustand für Radfahrer dort katastrophal ist. Und es hat sich in all den Jahren nichts getan. Warum schweigt der ADFC dazu und unternimmt nix…?

Wenn ich als alter Radfahrer mal eine Bewertung für den ADFC abgeben darf: Note 5, also mangelhaft. Weil alles, was dieser Drahteselclub für Ahrensburg bewegt hat, für ein Haustier ist, nämlich für die Katz‘!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Juli 2025