Pfarrer verwechselt Ahrensburger Schlosskirche mit Hamburger Dungeon und will der Gemeinde das Gruseln lehren

Am Samstag ist Reformationstag. Für mich als Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde ist das ein besonderer Tag: Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen, womit die Reformation eingeläutet wurde und die Evangelische Kirche gegründet wurde. Seither wird der 31. Oktober in den evangelischen Gemeinden als Reformationstag und Fest mit Gottesdiensten begangen.

Nicht so in der Evangelisch-Lutherischen Schlosskirche zu Ahrensburg! Hier macht ein offensichtlich keltischer Priester das Gotteshaus am Reformationstag erneut zu einer „Halloween Kirche“, wo die Besucher erkennen sollen, wie gruselig es in einer Evangelisch-Lutherischen Kirche zugeht. Und es gibt sogar etwas zu essen und zu trinken – vermutlich Reste aus dem  letzten „Dschungelcamp“ von RTL und dazu Rizinusöl aus dem Abendmahlskelch, um die Darmentleerung zu erleichtern.

Erstaunlich: Die Kirche hat sogar ein Plakat gedruckt und in der Stadt ausgehängt mit Genehmigung aus dem Rathaus. Ob der Pfarrer den Druck aus eigener Tasche bezahlt oder aus dem Klingelbeutel heraus finanziert hat, weiß ich natürlich nicht.

Und woher kommt Halloween? Dieses Brauchtum hat seine Wurzeln durchaus in einer religiösen Vorstellungswelt, und zwar der von Kelten. Heute hat Halloween eigentlich keinen religiösen Sinn mehr; und der Unterschied zum Karneval liegt im Gruseln. Und gruseln sollen die Menschen sich am Reformationstag ausgerechnet in der Evangelisch-Lutherischen Schlosskirche in Ahrensburg, wo Kirchengründer Martin Luther demonstrativ verleugnet wird.

Martin Luther: „Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet.“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Oktober 2026

3 Kommentare zu „Pfarrer verwechselt Ahrensburger Schlosskirche mit Hamburger Dungeon und will der Gemeinde das Gruseln lehren“

  1. Kirchhoff

    Komisch, aber zum Erntedankfest habe ich keine Plakate der Schlosskirche mit Einladung gesehen. Gabs denn wenigstens was zu essen und zu trinken?

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  2. Sabine Heinrich

    Kurz und knapp: Es ist eine Schande, was sich die Ahrensburger „Kirchenleute“ erlauben!
    Die männlichen und weiblichen Talarträger, die so etwas veranstalten, würde Jesus – wie seinerzeit die Händler aus dem Tempel – aus der altehrwürdigen Schlosskirche jagen!
    Offensichtlich steht auch der Kirchengemeinderat hinter dieser unchristlichen Veranstaltung.
    Wer jetzt immer noch nicht aus der Amtskirche ausgetreten ist, dem ist nicht mehr zu helfen!

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  3. Harald Dzubilla

    Stellt Euch vor, liebe Gemeinde, es kommt am 31. Oktober ein Mann in die Schlosskirche und wirft alle Gaukler samt den Pfaffen hinaus! 🙂

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