Ahrensburg wird bekanntlich auch das Schilda des Nordens genannt. Hierzu zitiere ich heute ein paar Worte aus der Einleitung des Buches „Die Schildbürger“, und zwar aus der Originalfassung, welche im Jahre 1839 erschienen ist und aus meinem eigenen Bücherschrank stammt – siehe Abbildung unten links! Also gebet fein Obacht, liebwerte Ahrensbürger, die ihr beheimatet seid im Schilda des Nordens, wo auch das Schloss des grausame Grafen Schimmelmann steht, das viele Schildbürger wie eine Weihestätte anbeten! Alsdann:
„Der Grund dieser Dichtung ist ein allgemeiner, bei alten und neuen Völkern, und in der menschlichen Natur gelegen. Jedes Land hat sein lustiges Völkchen, auf welches es sich der gesammten eigenen Thorheit und Narrenstreiche entladet, sich närrisch an dem eigenen Bilde ergötzet, wie sich ein Affe im Spiegel nicht erkennt, und mit dem Schwanze spielt, der ihm als etwas Fremdes vorkömmt, und so unvermerkt einen neuen Schwank zu den alten liefert. In Deutschland findet sich dieß bei der eingeborenen vorzüglichen Anlage zum Witz und Humor, mehr als irgendwo, und jedes Ländchen darin hat fast wieder sein Städtchen oder Dörfchen dieser Art. Die Namen werden nicht gern gehört; jedermann kennet seine Heimath.“
Der Name des Städtchens im deutschen Ländchen ist Ahrensburg, Und damit, meine lieben Mitbürger, schreite ich zur Aufklärung der Überschrift im Kopfe dieses Blogs:
Natürlich ist ein Zebrastreifen auf einer Autobahn ein ausgemachter Humbug. Womit wir auch schon mitten in Ahrensburg sind, nämlich auf dem Rondeel, wo eine Radrennbahn über die Plattenwege führt, die eigens für Mitbürger geschaffen wurden, die dort mit Rollatoren und Rollstühlen ihres Weges barrierefrei daherkommen sollen, genauso wie Eltern mit Kinderwagen und last but not least auch Frauen auf High Heels – siehe die Abbildung rechts!
Nachdem das Rondeel dermaleinst vom Autoverkehr befreit und zu einer Ruhezone gestaltet wurde, da kamen ein paar verwirrte Menschen in Rathaus und Politik auf die aberwitzige Idee, eine Veloroute mitten durch die Ruhezone zu legen, wo seither Rad- und E-Rollerfahrer wie die Bekloppten von allen Seiten ungebremst durchfahren. Und dieses ist ein Kapitel im Buch vom Schilda des Nordens, wo der ADFC regiert, die Partei der Drahtesel-Fetischisten, bei der auch ein Stadtverordneter von der WAB mitmischt.
Ich fahre selber mit dem Fahrrad, wenn auch in letzter Zeit seltener, weil die Fahrradwege in der Stadt zu wünschen übrig lassen. Aber bislang habe ich mein Rad über das Rondeel geschoben. Weil ich Achtung und Respekt vor meinen Mitmenschen habe.
