Im Hamburger Abendblatt berichtet Marc Nasner heute, dass den Mitarbeitern im Ahrensburger Rathaus die Decke auf den Kopf zu fallen droht. Was bedeutet das? Ich weiß: Die Redewendung „Mir fällt die Decke auf den Kopf“ bedeutet, dass sich jemand, der sich so äußert, durch einen zu langen Aufenthalt in geschlossenen Räumen eingeengt, gelangweilt, unruhig oder einsam fühlt. 😇
Aber Scherz beiseite, liebe Leute! Die Wahrheit ist: Den Mitarbeitern in unserem Denkmal am Rathausplatz droht die Decke auf den Kopf zu fallen, weil sich in einigen Räumen des Gebäudes die Deckenpaneele gelöst hat. Und das ist nach der Sanierung des Gebäudes passiert, sodass es sich hier um Reklamationen und kostenlose Mängelbeseitigung handelt.
Aber ergänzend zum Thema: Der Reporter schreibt: „Im vergangenen Jahr wurden die Pläne, das seit 2014 unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu erweitern, vorerst auf Eis gelegt.“ Und das ist nicht so ganz korrekt, denn der Plan, das unter Denkmal stehende Gebäude zu erweitern, stammt nicht von der Stadt, sondern es war eine Idee des Bloggers von der Szene Ahrensburg, die von Stadt und Politik negiert wurde, denn Ideen, die von Bürgern kommen, ernten selten Zustimmung in der Verwaltung – siehe jüngstes Beispiel: Waldemar-Bonsels-Weg!
Die Verwaltung hingegen plante nicht, das bestehende Gemäuer des Rathauses zu erweitern mit der Stadtbücherei, sondern man wollte einen Neubau im Anschluss neben dem Denkmal – siehe die Abbildung rechts! Dieser Bau wurde damals als alternativlos deklariert und sollte so schnell wie möglich beginnen. Und für die Planung musste die Stadt Ahrensburg rund 300.000 Euro für die bereits geleistete Vorarbeit löhnen.
Inzwischen ist ein Neubau neben dem Rathaus offenbar nicht mehr so dringend erforderlich; stattdessen fabuliert man weiterhin von einem offensichtlich unverzichtbaren Stadtpark mit Skatinganlage hinter dem Rathaus, also etwas, was wir Bürger in Ahrensburg genauso dringend benötigen wie den Deppenkreisel im Wulfsdorter Weg, den heiz- und versenkbaren Poller in der Manhagener Allee und Pusteblumen in der Vase.
