Das Stormarner Tageblatt berichtet erneut von der Absicht der Stadt, den Waldmar-Bonsels-Weg neu zu planen, wobei auf einer Seite der Straße die Linden abgeholzt werden sollen. Und nun haben die Anwohner der eigens dafür gegründeten Initiative den BUND zur Hilfe gerufen, wozu ich aus der Zeitung das zitiere, was der BUND vorschlägt, nämlich:
Fahrbahnanpassung für Mischverkehr: Die Straße erhält eine durchgehende Breite von 6,50 Metern, was für den reibungslosen Bus-, Auto- und Radverkehr nachweislich ausreicht.
Richtig ist: Die Straße, auf der sich Autos, Busse und Radfahrer den Verkehrsraum teilen, hat zur Zeit eine Breite von gerade mal 6 Metern. Erforderlich ist in der Regel aber eine Mindestbreite von 7,00 bis 8,50 Metern. Dies ist notwendig, damit sich Busse und entgegenkommende Pkw oder andere Busse sicher begegnen können, während Radfahrer ausreichend Platz haben.
Weiter die Gedanken vom BUND:
Gehwegoptimierung durch Rückschnitt: Nach dem Beschneiden privater Anliegerhecken kann auf den freien Abschnitten zwischen den Bäumen beidseitig ein 2,50 Meter breiter, komfortabler Gehweg realisiert werden.
Das ist Unfug. Ein 2,50 Meter breiter, komfortabler Gehweg muss auf dem gesamten Bürgersteig möglich sein und nicht beschränkt sein „zwischen den Bäumen“. Dazu genügt kein Beschneiden privater Anliegerhecken, zumal diese ohnehin schon beschnitten sind, sondern da müssten die Anlieger sich von einem Meter ihres Grundstück für den Bürgersteig trennen – wenn ihnen die Linden wirklich am Herzen liegen.
Wichtig ist, dass Autofahrer in Parkbuchten parken können und ihre Autos nicht weiterhin auf der Fahrbahn parken dürfen. Und alle Hauseigentümer, die keinen Parkplatz auf ihrem Grundstück haben, müssen dafür sorgen, dass sie einen haben und dort auch ihr Fahrzeug parken!!
Außerdem: Auf dem Platz Waldemar-Bonsels-Weg / Ecke Rantzaustraße ist ein großer freier Raum, der als öffentlicher Parkplatz gestaltet werden kann – siehe die Abbildung rechts! Damit könnten die Fahrbahnen von parkenden Autos freigemacht werden, denn diese sind ein ewiges Übel in den Wohnstraßen unserer Stadt.

Seit wann gibt es im BUND ernstzunehmende Fachleute für Straßen- und Wegegestaltung? Wenn die Leute dort nur ein Auto sehen, dann bekommen sie schon eine Obstipation höchsten Grades. Der BUND hatte sich damals gegen das Ahrensburger Bürgerbegehren eingesetzt, weil die überhaupt nicht begriffen hatten, dass ruhender Verkehr, also Autos auf Parkplätzen, nicht störend ist sondern Autos, die unnötig rumfahren müssen auf der Suche nach einem Parkplatz. Und im Waldemar-Bonsels-Weg müssen Autos und Busse ständig bremsen und wieder anfahren und bremsen, weil die Anlieger mit ihren Autos die Straße zuparken. Auch für die Fahrer der Busse ist das unzumutbar. Und dagegen sollte man mal eine Initiative gründen! 😉