Der Stadtverordnete Béla Randschau (SPD) erklärt den Bürgern, dass Ahrensburg weder einen Kinopalast am Bahnhof bekommt noch Sozialwohnungen auf der Alten Reitbahn

Leser dieses Blogs wussten schon seit Jahren, dass Ahrensburg durch den Verkauf der Alten Reitbahn niemals einen Kinopalast bekommen wird. Und seit Monaten wissen sie auch, dass der Investor auf der Alten Reitbahn nicht die Absicht hat, dort sozial geförderten Wohnraum anzubieten. Beides, das Kino und die Wohnungen, hatte der Käufer des Areals öffentlich versprochen. Und das hat inzwischen auch der Stadtverordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Béla Randschau festgestellt und schreibt heute im Anzeigenblatt MARKT von einem „bösen Erwachen“.

Der Sozialdemokrat: „Wir hatten früh vor lückenhaften Verträgen gewarnt und davor, dass der Investor das Kino niemals bauen wird. Trotzdem wurde das Projekt von CDU, Grünen und WAB beschlossen und unsere Warnungen auch von der Verwaltung ignoriert.“

Und an anderer Stelle schreibt Randschau weiter:Wer jetzt noch von guten Gesprächen und einer Einigung oder am besten gleich dem nächsten Deal mit dem Investor spricht, muss schon sehr naiv sein.“ Und mit „naiv“ meint der Stadtverordnete seinen Ex-Genossen Eckart Boege, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg, dessen Name ihm scheinbar entfallen ist. Und die Vokabel „naiv“ ist nach meinem Dafürhalten arg geschönt, denn ich hätte „dumm und dämlich“ geschrieben.

Wenn die Verwaltung die Warnungen wissentlich ignoriert hat, was meint, sie hat die Verträge mit dem Investor nicht juristisch hieb- und stichfest formuliert (z.B. mit der Klausel: „Sollten Kino und/oder Sozialwohnungen nicht gebaut werden, fällt das bebaute Grundstück Alte Reitbahn unentgeltlich an die Stadt zurück.“), dann möchte ich nicht in der Haut des dafür verantwortlichen Bürgermeisters stecken. Weil ich dann zurücktreten müsste wegen erwiesener Unfähigkeit und einer Handlungsweise zum Schaden der Bürger von Ahrensburg. Denn es handelt sich hier nicht um Peanuts; die Alte Reitbahn ist kein Deppenkreisel, sondern sie ist ein traditionelles Stück von Ahrensburg, das viele Bürger nun schmerzlich vermissen.

Zur Erinnerung ein Rückblick: Im September 2020 habe ich den damaligen Bürgermeister Michael Sarach (SPD-Mitglied) gefragt: „Sollte die Alte Reitbahn verkauft werden und der Investor baut keinen Kinopalast am Bahnhof mit mindestens fünf Vorführsälen für ca. 700 Besucher und entsprechend viele Parkplätze – fällt dann die bereits bebaute Reitbahn vertragsgemäß zurück ins Eigentum der Stadt? Falls nein: Warum nicht?“

Die Antwort vom naiven Bürgermeister Michael Sarach: „Nein, da beide Vorhaben unabhängig sind.“

Und in diesem Zusammenhang fällt mir wieder einmal ein: Was macht eigentlich Michael Sarach (SPD) nach seiner beträchtlichen Pensionsauszahlung von der Stadt Ahrensburg? Es ist so merkwürdig still geworden um den Ahrensburger Alt-Bürgermeister, finden Sie nicht…?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. März 2026

Ein Gedanke zu „Der Stadtverordnete Béla Randschau (SPD) erklärt den Bürgern, dass Ahrensburg weder einen Kinopalast am Bahnhof bekommt noch Sozialwohnungen auf der Alten Reitbahn

  1. Observator

    Auf dem Programm für die morgige Stadtverordnetenversammlung kann ich das Thema gar nicht finden. Warum nicht? Gehört das nicht zur „transparenten Information“ der Bürger, Herr Bürgermeister? Wie lange wollen Sie noch darüber schweigen genauso wie die Redaktion vom Stormarner Tageblatt, die vermutlich auf Seiten des Investors steht?

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