Als ich den Blechnapf sah, den das Hamburger Abendblatt seinen Lesern anbietet, da dachte ich spontan an den berühmten Roman von Hans Fallada: „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“. In diesem Werk wird die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Ex-Häftlingen thematisiert. „Hamburger Abendblatt Geschäftsstelle“ steht über
dem Blechnapf, der mich zudem an das RTL-Dschungelcamp denken lässt, wo die Insassen auch aus einem Blechnapf fressen mussten, der nun den Abendblatt-Lesern zum Fraße angeboten wird für 21€/19€.
Mehr vom Hamburger Abendblatt: Im vergangenen Monat konnte man auf der Titelseite lesen: „Milka-Schokolade ist Mogelpackung des Jahres“. Dieses betraf das Jahr 2025. Und für das laufende Jahr habe ich für die Verbraucherzentrale Hamburg einen neuen Kandidaten für die „Mogelpackung des Jahres“. Es ist dieses das Hamburger
Abendblatt, wo der Leser in Stormarn inhaltlich beschissen wird: Von den zwei Seiten, auf die der Stormarnteil bereits zusammengeschrumpft ist, da wird jetzt auch noch eine halbe Seite immer öfter belegt mit einer Anzeige.
Nein, es ist keine Anzeige von der Werbung treibenden Wirtschaft, sondern es ist eine Eigenanzeige vom Hamburger Abendblatt, mit der redaktioneller Raum gefüllt wird – siehe Abbildung rechts! Und der Leser bezahlt für weniger Redaktion den alten Preis. Das ist ein Beschiss von 25% weniger Inhalt.
Dagegen schmeckt Milka wenigstens noch nach Milchschokolade, während der Stormarn-Teil vom Abendblatt nach Boulevardpresse schmeckt, wenn Sie bitte mal einen Blick auf einen Ausschnitt von gestern werfen vollen mit der Anti-Werbung für Gucci:
