Pastorin Carola Müsse schreibt Gott mit *, also G*tt. Womit sie zum Ausdruck bringen möchte, dass Gott geschlechtsneutral ist. Folglich sollen wir nicht „Vater unser“ beten, sondern wir könnten beispielsweise „Jahwe unser“ sprechen, also Gott bei dem Namen nennen, der auch in der Heiligen Schrift am häufigsten genannt wird. Und wenn Jesus Christus unseren Gott als seinen Vater anspricht, dann ist er eben im Irrglauben, meint Frau Müsse, zumal der Vater von Jesus ja laut Geburtenregister den Namen Josef trägt. 😇
Der Grund für meine Einleitung ist die Einleitung im Kirchenblatt der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Ahrensburg, wo die Pastorin Carola Müsse in ihrem „Geistigen Gruß“ dem allmächtigen Gott ein Sternchen verleiht wie der Michelin es tut bei einem Meisterkoch. Oder wie RTL im Dschungelcamp. Ja, wenn den Pfaffen nichts mehr einfällt, dann werden sie einfältig und greifen zum Strohalm – sprich Stern – und singen in der Ahrensburger Schlosskirche frei nach DJ Ötzi den Choral: „Ein Stern, der Seinen Namen trägt!“ 😇
Ja, Frau Pastorin Müsse, dieses Sternchen wird ganz bestimmt wieder für volle Kirchen sorgen, weil sich damit alle Geister dem Glauben an G*tt verbunden fühlen. „Ich bin der Herr, Dein Gott?“ Mitnichten, denn ER ist ja gar kein kein Herr, meint Frau Müsse. Und die muss es schließlich wissen, zumal sie für ihr Wissen mit Kirchensteuergeldern bezahlt wird, egal, was sie dafür schreibt, denkt oder predigt.
Um die Kirchenhäuser zu füllen, dafür gehen die Pastoren und Pastorinnen immer wieder seltsame Wege. Wie zum Beispiel den Halloween-Spuk am Reformationstag in der Ahrensburger Schlosskirche. Und am morgigen Sonntag gibt ist in Großhansdorf einen „Eisenbahn-Gottesdienst in der Christuskirche“ – wenn Sie sich bitte mal den nachstehenden Text aus dem Annoncenblatt MARKT durchlesen wollen! Sie erfahren dort den Grund für die Eisenbahn:
„Jesus hatte „Anhänger“!?“ lautet der Titel des Gottesdienstes. Pastor Axel ter Haseborg spricht in seiner Predigt darüber, was es heute heißt, Anhänger, Follower, oder Nachfolger zu sein. „Anhänger“ ist hierbei in seiner Doppeldeutigkeit der Anknüpfungspunkt zum Eisenbahnthema.
Donni, Donni aber auch, was für ein himmlisches Gleichnis! Und wenn der Herr Pastor dann noch am Sonntag mit einem Hinweis auf die Kohle im Tender anknüpft an die Kohle im Klingelbeutel, dann klingelt es bei der Gemeinde mit Sicherheit. 😇
Natürlich kann der Lokführer aber nicht jeden Sonntag die Eisenbahnanlage in der Kirche aufbauen, um die Fans zum Altar zu locken. Aber vielleicht ginge das auch mal mit einer Kegelbahn und der Metapher, dass Eltern mit Kind und Kegel in die Kirche kommen sollen? Oder eventuell könnte auch eine Minigolfanlage aufgebaut werden mit dem metaphorischen Hinweis: Auch in der Bibel werden zahlreich Löcher angeführt, die als innere Leere gedeutet werden, welche es durch den Glauben zu füllen gilt. 😇
Der Herr sei mit Euch, liebe Lesergemeinde!
