Hamburger Abendblatt: Happy Hamburg mit Böller-Attacken. Und reichlich Blech im Stormarn-Teil.

Auf der Titelseite vom Hamburger Abendblatt sieht der Leser zwei Schlagzeilen. Dort liest er zum einen: „Happy Hamburg 2006!“ Und darunter erfährt er dann, wie happy Hamburg gewesen ist: „Wieder Böller-Attacken auf Polizisten – zehn Beamte verletzt“. Dass diese Hamburger Polizisten wirklich happy ins Jahr 2026 gekommen sind, wage ich zu bezweifeln.

Aber stellen Sie sich mal vor, die HA-Redaktion hätte heute aufgemacht mit einer Schlagzeile, die wie folgt lautet: „Die Recyclinghöfe sind schon ab Januar länger geöffnet“. Was würde der Leser beim Lesen denken? Mein Gedanke wäre: Die wollen mich doch zum Narren halten!

Und dann schauen Sie sich doch einmal den Stormarn-Teil im Abendblatt von heute an! Großer Aufmacher vom investigativen Sensationsreporter Harald Klix mit der Schlagzeile: „Die Recyclinghöfe sind schon ab Januar länger geöffnet“ – siehe die Abbildung unten rechts, falls Sie mir das nicht glauben wollen!

Donni, donni, was für ein spannender Bericht! Und um zwei Seiten aus dem Kreis Stormarn zu füllen, gibts eine halbe Seite mit einer „Hamburger Abendblatt-Geschäftsstelle“, die als bildliche Metapher dargestellt wird, nämlich als Blech. Ein Beitrag, für den der Leser zahlen muss, auch wenn er keinen solchen Blechnapf kauft.

Und immer noch kein Bericht über den Skandal auf der Alten Reitbahn. Und immer noch kein Bericht über die Katastrophe, die sich mit dem Bau des Schulzentrums Am Heimgarten für die Stadt und ihre Bürger abzeichnet.

Und ausgangs meine Frage: Warum veröffentlicht die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt keine Leserbriefe…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2026

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