Unser Volksmund spricht: Der Teufel steckt im Detail. Ich sage darüber hinaus: Der Teufel steckt auch in der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung. Und parallel auch noch im Bau- und Planungsausschuss. Sein Name? Nennen wir den Mann mal so, wie auch Goethe den Teufel genannt hat: Mephistopheles oder kurz Mephisto. Und dieser Mephisto hat sich im Bau- und Planungsausschuss geäußert, wo in dieser Woche darüber abgestimmt worden ist, ob Ahrensburg ein Parkhaus auf dem Stormarnplatz bekommt. Das Zitat in der Sprechblase links stammt aus dem Hamburger Abendblatt online – siehe auch die Abbildung unten rechts!
Die gute Nachricht: Der Bau- und Planungsausschuss hat mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD für den Bau des Parkhauses votiert.
Dagegen gestimmt haben die Grünhörner. Und die WAB, eine Vereinigung, die ich als „Wir Ahrensburg-Bestatter“ bezeichne.
Apropos WAB: Die Stadtverordneten dieser Fraktion haben mit dazu beigetragen, dass die beiden beliebten öffentlichen Parkplätze Lindenhof und Alte Reitbahn an auswärtige Spekulanten unter Wert verschleudert worden sind. Mit Begründungen wie zum Beispiel: „Wir wollen EDEKA helfen!“ Und der Vorsitzende des Politklubs stellte uns Bürgern dafür sogar einen Kinopalast auf dem alten EDEKA-Gelände in Aussicht, obwohl der Mann bereits zu diesem Zeitpunkt gewusst haben musste, dass dieses Kino ein reines Kopfkino werden würde und folglich auch geworden ist.
Nun soll die Mehrzahl der Stellplätze in der Hamburger Straße abgebaut werden. Und auch der provisorische Parkplatz hinter dem Rathaus muss aus rechtlichen Gründen aufgelöst werden. Und dafür sollen infolge des Bürgerentscheids die Ersatzparkplätze im geplanten Parkhaus geschaffen werden. Aber Mephisto erklärt: „Wir sollten erst noch einmal prüfen, ob wir die Stellplätze wirklich brauchen!“
Das ist ziemlich hinterfotzig, zumal es kein Geheimnis ist, dass der Ahrensburger Fürst der Hölle in Hamburg arbeitet. Und dieser promovierte Radfahrer und offenkundige Autohasser hat sich immer wieder offenbart als Lobbyist des Fahrradhandels im Rahmen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und stänkert als Stadtverordneter gegen den Bau eines Parkhauses auf dem Stormarnplatz. Ich denke, wir Bürger sollten noch einmal prüfen, ob wir diesen Stadtverordneten wirklich brauchen! 👺
POSTSKRIPTUM: In unserer Stadt werden die Wohnstraßen von Autos zugestellt, die dicht an dicht und beiderseitig auf der Fahrbahn parken. Wer zum Beispiel die Klaus-Groth.-Straße kennt, der weiß, dass die Busfahrer des ÖPNV wahre Helden der Stadt sind, weil sie diesen unzumutbaren Slalon-Verkehr mitmachen. Und das ist nur ein Corpus Delicti für andere Straßen in der Stadt, wo Mitarbeiter der Innenstadtläden ihre Autos parken genauso wie Pendler, weil die Gebühren in privaten Parkhäusern und Tiefgaragen nicht für alle Menschen zumutbar sind. Und die dringend nötige Aufstockung des Parkhauses Alter Lokschuppen wird weiterhin von der Stadt stur verweigert.
Und von den 500.000 Euro, die der Käufer vom Lindenhof an die Stadt als Zahlung für einen Ersatzparkplatz kassiert hat, dafür hat die Verwaltung stattdessen den Deppenkreisel im Wulfsdorfer Weg gebaut. 🤡

Ich erinnere mal daran, dass Matthias Timm (Nessler) der Stadt angeboten hatte, das Grundstück zu erwerben, um dort ein Parkhaus für alle zu bauen. Damit hätte die Stadt nicht nur ihre eigenen Kosten gespart, sondern sie hätte auch noch Geld eingenommen. Und die Kunden der Läden hätten beim Kurzparken vermutlich mit Vorlage des Tickets in einigen Läaden die Parkgebühr erstattet bekommen.Das Angebot des Ahrensburger Kaufmanns wurde damals von der Politik abgelehnt.
Ich las gerade in dem HA-Artikel, dass Stefan Gertz (Grüne) im Ausschuss gesagt hat: „Ich bin der Meinung, dass das Parkhaus völlig überflüssig ist.“ Derselbe Stadtverordnete hat den Bürgern vor der Wahl auch versprochen, „den Durchgangsverkehr, insbesondere im Süden Ahrensburgs zu reduzieren und erträglicher zu gestalten.“ Aber vor der Wahl ist nicht nach der Wahl oder?