„Entlastung oder Belastung?“, das fragt das Stormarner Tageblatt und erklärt: „Wie die S4 den Bahnverkehr von Ahrensburg bis Bad Oldesloe ändert.“ Der Beitrag ist zwar lesenswert, beinhaltet aber nicht die eigentliche Belastung, die der Bau einer S4 für Ahrensburg hat. Und die Folgen des Baus sind katastrophal für unsere Stadt und ihre Einwohner. Warum das so sein wird, habe ich auf Szene Ahrensburg ja schon mehrfach und deutlich erklärt. Und das ist die wirkliche Belastung für Ahrensburg durch die S4, was Autor Per Kling in seinem Bericht verschweigt warum auch immer. Und: Eine „Entlastung“ kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Aber der Schreiber beginnt seinen Beitrag mit der Tatsachenbehauptung: „Durch den Kreis Stormarn rollt bald eine S-Bahn.“ Wozu ich frage: Wann ist denn „bald, Herr Kling? Bald ist, wenn ich am 6. November sage: Bald ist Weihnachten. Sage ich aber am 27. Dezember, dass es Zeit ist für den Einkauf von Geschenken, weil bald Weihnachten ist, dann versteht jeder das als eine ironische Bemerkung, sofern er Ironie versteht.
Und damit komme ich zum „bald“ für die S4. Die Inbetriebnahme von Hamburg bis Rahlstedt war ursprünglich geplant für Ende 2027. Und bis Bad Oldesloe inklusive Ahrensburg – also im Kreis Stormarn – für Ende 2029. Doch inzwischen gibt es Informationen, dass die S-Bahn-Linie S4 voraussichtlich nicht vor 2030 fertiggestellt sein wird. Und bis dahin, liebe Mitbürger, wird der Weihnachtsmann vermutlich noch 5 x kommen und wozu ich heute schon auf den 25. November 2030 hinweise, weil es an diesem Tag eine totale Sonnenfinsternis geben wird. Also schon bald. 😎

Sowohl Stormarner Tageblatt als auch das Hamburger Abendblatt lassen sich als Werbeträger vor den Karren der Deutschen Bahn spannen. Dabei ist bis heute nicht einmal bekannt, wann das Planfeststellungsverfahren für den Bau der Strecke auf Ahrensburger Gebiet eröffnet werden kann.
Und zu allem Übel: Kein Stadtverordneter geht auf die Barrikaden und erklärt: Es reicht! Und wenn das Unheil kommt, dann ist der zur Zeit noch amtierende Bürgermeister längst über alle Berge.
Gestern ist ein endloser Güterzug auf der Bestandsstrecke Bad Oldesloe-Ahrensburg gerollt. Dadurch hatte RE 80 schon mal ca. 15 Minuten Verspätung und gestern morgen Richtung Norden das gleich Problem – nur noch extremer. Wie soll da eine zuverlässige S-Bahn funktionieren?
@Peter Körner:
Ich glaube, die meisten Ahrensburger wissen gar nicht, was mit dem Ausbau der S4 auf sie zukäme.
Und sie wissen erst recht nicht, was es bedeutet, wenn der Güterfernverkehr im 7- 10 Minutentakt durch ihre Stadt rollt.
Ich hatte schon früher auf meine Beobachtungen in Sachsen/Elbsandsteingebirge hingewiesen – und sie nun erneut wahrnehmen können.
Güterzüge von einer Länge von 23 bis 30 Waggons (durchschnittliche Länge 27 – auch am Sonntag) plus Personenzüge – da kann schon die wunderbare Kulisse des Elbsandsteingebirges ihren Charme verlieren.
Vielleicht wäre die Strecke hier nicht derart belastet – aber selbst die Hälfte des Güterverkehrs wäre ein Horror für die Anwohner.