Warum muss der Blogger eigentlich alle Beiträge auf Szene Ahrensburg selber schreiben, zumal dann, wenn er sich in der Thematik nicht so gut auskennt wie ein Insider unserer Stadt! Zum Beispiel zum Thema „Flächennutzungsplan“. Und deshalb erscheint heute der Blog eines Bürgers, der aus persönlichen und verständlichen Gründen nicht genannt werden möchte, der aber dem Betreiber von Szene Ahrensburg persönlich bekannt ist. Alsdann, meine lieben Mitbürger, geben Sie acht!
„Meiner Meinung nach hat die Verwaltung der Stadt Ahrensburg bei der Vorlage 2026-007-2 die Unwahrheit gesagt, da dort behauptet wurde:
1. Wie im Sachverhalt dargestellt, ergeben sich durch neuerliche Anforderungen der Landesplanung erhebliche zeitliche, finanzielle und personelle Aufwände für eine weitere Bearbeitung des Flächennutzungsplans. Ein erfolgreicher Abschluss des Verfahrens ist selbst nach Umsetzung der geforderten Änderungen nicht sichergestellt und mit erheblichen Risiken verbunden. Daher wird das Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans eingestellt.
2. Nach Einstellung des Verfahrens wird das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) evaluiert und fortgeschrieben, um die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Ahrensburg zu definieren.
Dank der kleinen Anfrage des Stadtverordneten Dr. Bernd Buchholz (FDP) hat die Landesplanung richtig gestellt, dass es in 15 Jahren lediglich vier Fälle gegeben habe, in denen das Land Anforderungen an die Stadt gestellt habe, und zwar in den Jahren 2015, 2016, 2023 und 2025.
Die Landesregierung kommt zu dem Schluss: „Der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans stehen keine Ziele der Raumordnung entgegen.“ Und das waren meines Wissens nach mehrmals die gleichen.
Mein Fazit:
- Die Verwaltung hat (nicht zum ersten Mal) mit einer bewusst fehlerhaften Vorlage die Politik davon zu überzeugen versucht, ein teures und langwieriges aber rechtsverbindliches Verfahren einzustellen.
- Die Verwaltung hat es entweder aus Unvermögen oder persönlicher Vorteilsnahme nicht geschafft oder gewollt, dieses Verfahren zum Abschluss zu bringen.
- Die Verwaltung wollte die Flächen weiterhin stückweise an
Investoren verscherbeln und sich dabei nicht in die Karten schauen lassen. - Die Verwaltung wollte stattdessen ein weiteres unverbindliches ISEK starten, die Bürger wie beim ersten ISEK wieder für sich arbeiten lassen, im besten Falle sich einige Rosinen herauspicken und dann mit den Ergebnissen nach Gutdünken verfahren.
- Die Verwaltung wollte die vielfältigen Einwendungen der TöB (Träger öffentlicher Belange), Bürger und Vereine vom Tisch wischen und weiter wurschteln.
Und die Politik hatte dem bereits zugestimmt. Welch ein Glück, dass wenigstens ein Politiker den Mumm gehabt hat, nachzufragen!“




Und was hat Alt-Bürgermeister Michael Sarach (SPD) dermaleinst seinem Nachfolger Eckart Boege (ex-SPD) mit auf dem Amtsweg gegeben? Ich zitiere:
„Rückgrat, Dickfälligkeit, Durchhaltevermögen, Kraft. Und dass er sich nicht entmutigen lässt, wenn es mal Rückschläge gibt.“ (Quelle: NWZ Online)
Und nun ist auch erkennbar, woher die Dickfälligkeit des Boegemeisters stammt.