Es gibt Künstler, die haben Kunst studiert und als Hauptberuf gewählt. Und es gibt Hobbykünstler, womit ich Autodidakten meine, die Kunst ausüben, ohne dass sie einen formellen Lehrer gehabt haben. Zu letzteren gehört auch der Blogger von der Szene Ahrensburg und befindet sich damit in bester Gesellschaft mit Vincent van Gogh, Frida Kahlo, Claude Monet, A.R. Penck und anderen seiner Kollegen. 😉 Und dass die Mitglieder der sogenannten „Interessengemeinschaft Kunst in Ahrensburg“ allesamt auf einer Kunstakademie gewesen sind, glaube ich auch nicht.
Besagte Interessengemeinschaft stellt ihre Kunst nun schon zum zweiten Mal in Schaufenstern von Läden in der Ahrensburger City aus. Genauso auch im Rathaus. Und weil die Bilder käuflich sind, steht ihre Ausstellung in Konkurrenz zu Kunsthandlungen in der Stadt, von denen es allerdings nur noch eine einzige gibt in der Hagener Allee, nämlich die Galerie Bildschön. Und in deren Schaufenster wird kein Bild der besagten Gemeinschaft ausgestellt. Dafür aber im Café Gerads, das schon seit Monaten geschlossen ist.
Die Idee als solche, bei der Blankenese das Vorbild gewesen ist, gefällt mir. Was mir hingegen nicht gefällt, das ist die Tatsache, dass sich auch die Verwaltung unserer Stadt daran beteiligt, indem im Rathaus jeweils ein Werk der beteiligten Künstler gezeigt wird und wo heute auch eine Vernissage stattfindet. Denn im Rathaus unserer Stadt arbeiten Menschen gegen die darstellende Kunst. Womit ich erneut hinweisen will, auf rund 100 Kunstwerke, die von der Stadt mit Steuergeldern angekauft worden sind und seit Jahrzehnten im Keller des Rathauses versteckt werden – wenn Sie mal hier klicken wollen! Und bei der örtlichen Presse ist man zu dämlich, um das zu begreifen und darüber zu berichten.
Bei dieser Gelegenheit: Meine eigene Ausstellung im Ahrensburger Rathaus ist inzwischen schon 15 Jahre her. Für mich unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist! Damals war Michael Sarach noch Bürgermeister unserer Stadt und Landrat war Klaus Plöger. Beide sind in der Versenkung verschwunden. Genauso wie auch der Blaumann, der damals noch auf dem Rondeel gestanden hat.
