Beim Abendblatt grüßt das Murmeltier schon wieder die Leser in Ahrensburg

Am 1. Juli 2025 hat das Restaurant „Zum Griechen“ im Waldemar-Bonsels-Weg dichtgemacht. Und am 1. April 2025 – also 9 Monate danach – hat das Hamburger Abendblatt online berichtet, dass das „Kultlokal geschlossen“ ist und: „Grundstück zu verkaufen – für etwas ganz Großes“. So weit, so gut. Oder schlecht, je wie man’s nimmt.

Schlecht, um nicht zu schreiben: unverschämt, ist auf jeden Fall das, was sich die Abendblatt-Redaktion in Stormarn erlaubt: Der Bericht vom 1. April 2026 wird heute – also am 7. April 2026 – wiederholt, und zwar auf totem Holz – siehe die Abbildung!

Nein, es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Und der Leser fragt nicht nur sich, sondern auch Chefredakteur Lars Haider: Glaubt man im Funke-Verlag allen Ernstes, dass wir Leser im Kreise Stormarn derart von Demenz befallen sind und deshalb nicht merken, dass wir den Bericht von heute schon vor sechs Tagen gelesen haben…?

Nein, ich erwarte nicht, dass Lars Haider einem Leser antwortet, der das Hamburger Abendblatt schon länger abonniert hat als der Chefredakteur an Jahren alt ist. Und schließlich warte ich immer noch auf Lars Haiders Antwort auf meinen Blog vom 8. Februar 2016.. (Nein, der Blogger ist nicht nachtragend; aber vergesslich ist er wiederum auch nicht. 😇 )

POSTSKRIPTUM: Bereits zu Beginn der 1980er Jahre sagte Axel Springer (1912-1985): „Das gedruckte Wort gerät immer mehr in die Defensive.“ Das äußerte der Verleger damals  angesichts des Fernsehens, das er als eine Bedrohung der Presse sah.

Heute würde Axel Springer erkennen, dass die gedruckte Zeitung bedroht wird durch die Online-Berichterstattung. Und durch die Bequemlichkeit mancher Lokaljournalisten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. April 2026

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