Das Hamburger Abendblatt hat an Möbel-Höffner verkauft, und zwar seine Titelseite als Anzeige. Was zu meiner Zeit als Azubi in der Anzeigenabteilung vom Abendblatt, das damals noch bei Axel Springer erschienen ist, undenkbar gewesen wäre. Aber damals herrschten noch Goldgräberzeiten im Verlagsgewerbe, das heute unter Druck steht. Dazu eine Metapher: In meiner Lehrzeit wurde das Abendblatt in der Kaiser-Wilhelm-Straße noch im Buchdruck hergestellt, den man auch als Hochdruck bezeichnet. Heute passiert das im Offsetdruck, den man auch Flachdruck nennt.
Aber zu Höffner, dem Möbelhaus! Dort gibt es jetzt die letzte Gelegenheit, „40% AUF ALLES“ zu bekommen, und zwar „OHNE WENN UND ABER“! Und was bedeutet „ohne Wenn und Aber“? Es bedeutet: „auf Biegen und Brechen · koste es, was es wolle · mit aller Gewalt · ohne Rücksicht auf Verluste · um jeden Preis · unbedingt · und sei es mit Gewalt · unter allen Umständen · wild entschlossen · zu allem entschlossen · zum Äußersten entschlossen · auf Gedeih und Verderb“.
Und bei „Gedeih und Verderb“ komme ich zu einer Meldung der BILD-Zeitung und also lautend: „Er gründete ‚Höffner‘ – Möbel-Milliardär spendet 18.000 Euro an AfD“ – siehe die Abbildung! Was sagen Sie zu dieser Spende, liebe Mitbürger, ist das vielleicht Gedeih? Oder eher Verderb…?
Apropos Spenden: Das Spendenkonto der Ahrensburger Tafel finden Sie bei der Sparkasse Holstein unter IBAN: DE68 2135 2240 0090 0350 09, Herr Möbel-Milliardär!
