Nachrichten & Notizen: *Müllabfuhr *famila *Abendblatt

Die Abfallwirtschaft Stormarn hat mir geschrieben. Und vermutlich haben Sie dieses Schreiben auch bekommen. Ich sah, las und kriegte, nämlich meinen Mund nicht mehr zu. Von einem „Freischaltplan für den Zugriff auf das Kundenportal“ ist dort die Rede, was ich mit einem Code aktivieren soll – siehe die Abbildung!

Ich weiß nicht, wie Sie darüber denken. Meine Denkweise ich ganz simpel: Ich möchte am Ende eines Jahres den Plan für das kommenden Jahr bekommen, auf dem ich festgehalten ist, an welchem Tag welcher Container an die Straße gestellt werden muss. So jedenfalls habe ich es von früher in Erinnerung und kann sagen, dass ich damit vollkommen zufrieden gewesen bin.

Aber vielleicht bin ich einfach zu alt für solches Treiben, denn ich mag ja auch keine App von Supermärkten und Discountern, die mir klarmachen, dass ich mehr bezahlen muss, wenn ich ihre App nicht benutze. In meiner Kindheit und Jugend, da gab es noch Rabattmarken, die man in eine Rabattkarte geklebt hat. Und wenn die voll war, dann erhielt man dafür 1 Mark und 50 Pfennige. Und beim Kauf von Margarine gab es Sammelbilder. 🦕

Das Anzeigenblatt MARKT veröffentlicht schon wieder eine Werbung von famila, ohne dass diese redaktionell gestaltete Verkaufspromotion des Warenhauses als Anzeige kenntlich gemacht ist. Auch die Überschrift beinhaltet einen Fehler. Sie lautet: „famila in Ahrensburg unterstützt die Tafel mit ‚Kauf‘ ein Teil mehr'“. Richtig ist jedoch, dass die Kunden von famila die Tafel unterstützen, indem sie ein Teil mehr kaufen. Und die Kunden unterstützen auch famila, denn das mehr gekaufte Teil muss an der Ladenkasse voll bezahlt werden! Und darum wiederhole ich meine Empfehlung, dass die Kunden von famila nicht famila unterstützen sollten, sondern ihr Geld direkt an die Tafel spenden!

Über die Mogelpackung vom Abendblatt Stormarn, wo den Lesern durch eine Eigenanzeige des Verlages der redaktionelle Inhalt geklaut wird, habe ich ja schon berichtet. Und ich hatte danach geglaubt, dass der Verlag damit Schluss macht, die Leser zu betrügen.

Aber haste gedacht! Gestern und heute schon wieder wird die Seite mit einer halbseitigen Anzeige gefüllt. Wohlgemerkt: Es ist dieses keine Kundenanzeige, sondern eine Eigenanzeige des Verlages, die man verlagsintern auch als Füllanzeige bezeichnet. Ein Fall für die Verbraucherzentrale in Sachen Mogelpackung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. März 2026

3 Gedanken zu „Nachrichten & Notizen: *Müllabfuhr *famila *Abendblatt

  1. Gelber Sack

    Der Unterschied bei der Abfallwirtschaft Südholstein ist der, dass ich als Kunde keinerlei Wahlmöglichkeit habe.
    Weder habe ich die Wahl, wer meine Tonnen leert, noch die Wahl, ob ich ins Portal möchte.
    Im Beiblatt der letzten AWSH-Rechnung stand: „Die Rechnung gibt es zum letzten Mal in Papierform“.
    Soll wohl heißen: Ab sofort besteht Portal-Zwang.

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  2. Peter Silie

    Ich möchte, dass die Abfallwirtschaft Südholstein von nun an meinen Müll auch online entsorgt, damit ich mir das lästige Rausstellen der Tonnen ersparen kann.

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