Hamburger Abendblatt & Sparkasse Holstein: Helfershelfer von Immobilienmakler und Projektentwickler Jost Paarmann

Im Juni 2025 hat die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt eine großformatige redaktionelle Werbung getrieben, und zwar für den Immobilienmakler und Projektentwickler Jost Paarmann und dessen Ahrensburger Objekt „Alte Reitbahn“, das von Reporter Filip Schwen kräftig promotet worden war. Und schon damals habe ich kritisch darauf hingewiesen: „Der neue Ritt auf der Alten Reitbahn: 2-Zimmer-Wohnung für 320.000 Euro mit Kinderspielplatz“.

Und damit komme ich zur Sparkasse Holstein. Dieses Kreditinstitut ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, was meint, dass es keine private Firma ist, sondern die Sparkasse Holstein ist der Region verpflichtet. Und weil man bei der Sparkasse Holstein inzwischen längst begriffen haben müsste, dass der Immobilienmakler und Projektentwickler Jost Paarmann kein seriöser Geschäftsmann zu sein scheint, hat man sich noch immer nicht verpflichtet gefühlt, sich von diesem Herrn und seiner Firma zu trennen, sondern die Sparkasse Holstein vermakelt die Alte Reitbahn und das zu Immobilienpreisen, die einem zügigen Verkauf offensichtlich als Bremse im Wege stehen.

Ich halte noch einmal fest: Im Juli 2020 hat der Bremer Investor Melchers die Alte Reitbahn übernommen. Kaufpreis: 2.632.850 Euro. Dass der Ahrensburger Kaufmann Matthias Timm (Kaufhaus Nessler) damals für das Areal 3.000.000 Euro hatte zahlen wollen, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber um zu dokumentieren: Ahrensburger Investoren sind für unsere Stadt nicht so gefragt wie auswärtige – siehe auch Lindenhof! Und selbst als schon feststand, dass die Reitbahn-Investoren grinsend (?) erklärt hatten, dass der Kinopalast am Bahnhof nur eine Luftnummer ist, da hat der Ahrensburger Bürgermeister die Pinocchios Langnasen noch verteidigt – siehe die Abbildung rechts!

Auch heute bringt das Abendblatt das Thema nicht in der gedruckten Zeitung. Wahrscheinlich recherchiert man noch. Und Bürgermeister Eckart Boege, der gestern im „7Fuji Sushi & Ramen“ in der Hagener Allee mit mir zusammen zu Mittag gegessen hat (Ergänzung: Ich aß zusammen mit meiner Frau am Tisch, der Boegemeister saß allein in einer Ecke mit dem Rücken zum Inneren des Lokals), dieser Mitverantwortliche am Skandal um Kino & Alte Reitbahn, möchte vermutlich nicht so gern darüber reden, dass man im Rathaus geschlafen und die Sache offenbar terminlich verpennt hat.

Meine Meinung: Der Investor hat sich mit der Alten Reitbahn vermutlich übernommen, weil der Verkauf der Wohnungen nicht so flutscht wie gedacht. Auch der Edeka-Markt und damit die Tiefgarage, die dem Investor gehört, scheinen nicht so zu laufen wie erhofft. Und weil das Unternehmen seinen Wohnturm in der Bahnhofstraße wohl nicht wird bauen dürfen, ist man geradezu gezwungen, aus den vorgesehenen Sozialwohnungen soviel Kapital zu schlagen wie möglich. Wie gesagt: meine Meinung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. März 2026

5 Gedanken zu „Hamburger Abendblatt & Sparkasse Holstein: Helfershelfer von Immobilienmakler und Projektentwickler Jost Paarmann

  1. Der Spatz vom Rathausdach

    Wenn ich als Insider mal eine Korrektur und Ergänzung anbringen darf: Richtig ist, dass Matthias Timm (Nessler) damals an Bürgermeister Michael Sarach ein schriftliches Angebot über 4 Mio. Euro für das Grundstück Alte Reitbahn abgegeben hat. Das Angebot wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass der auswärtige Käufer für die Stadt ein Kino baue, und das wöge den Preisnachlass von ca. 1,6 Mio. Euro plus Erschließungskosten auf. Insbesondere Frau Andrea Becker, Fachdienstleiterin Stadtplanung und Bauaufsicht, hat sich für das Kino stark gemacht, koste es, was es wolle. Und diesen Preis müssen nun wir alle zahlen.

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  2. Observator

    Es ist schon bemerkenswert, dass das Park Hotel im Sanierungsgebiet liegt, deshalb nicht frei verkauft werden konnte und nun seit Jahren ein Geisterhotel ist, die Alte Reitbahn dagegen, die dichter an der Innenstadt liegt und mit einem Edeka-Markt innenstadtrelevant ist, explizit aus dem Sanierungsgebiet ausgeklammert wurde.
    Dieser Sachverhalt hat der Melchersgruppe erst die Möglichkeit gegeben, das Entwicklungsgrundstück mit einem saftigen Aufschlag von 6 Mio. für 8,5 Mio Euro zu verkaufen, ohne das Bauvorhaben abzuschließen und ohne das Kino zu bauen.
    Entweder liegt hier Inkompetenz vor oder Bestechung.

    In jedem Fall sind personelle Konsequenzen erforderlich. Frau Andrea Becker war im Rathaus federführend und sollte aus ihrer Position entfernt werden.
    Auch die Einflussnahme der Parteien, insbesondere durch Tobias Koch, Detlev Levenhagen und Peter Egan sollten hier nochmals genau überprüft werden.
    Es ist dringend erforderlich, dass ein Untersuchungsausschuss den Sachverhalt umgehend überprüft. Es ist nicht das erste Mal (siehe auch Lindenhof), dass so etwas in Ahrensburg passiert ist; und wenn das keine Konsequenzen hat, dann werden der Filz und die Fehlentscheidungen zum Schaden Ahrensburgs sich weiter fortsetzen.

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  3. Rohde

    Da kann man fast schon von Wirtschaftskriminellen reden. Und dazu kommt aus dem Rathaus kein Kommentar, nicht einmal von der Stadtsprecherin. Wofür wird die eigentlich bezahlt?

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