Die Stadt Ahrensburg hat auch eine sogenannte „Wirtschaftsförderung“. Die Aufgabe dieser Ahrensburger Wirtschaftsförderung ist es, die Wirtschaft in der Stadt Ahrensburg zu fördern. Zu diesem Zweck gibt die Wirtschaftsförderung auch einen Newsletter heraus, der den Namen trägt „AHRENSBURG 360°“, womit offenbar gesagt werden soll, dass sich in der Wirtschaft von Ahrensburg alles im Kreise dreht.
Und damit komme ich wieder einmal zum Impressum des Newsletters der Ahrensburger Wirtschaftsförderung. Dort ist schon seit Jahren abzulesen, dass die Wirtschaftsförderung diesen Newsletter garnicht selber verfasst. (Auch als Ahrensburg in der Wirtschaftsförderung noch einen Citymanager hatte, hat dieser den Newsletter nicht geschrieben.) Zwar ist die Wirtschaftsförderin Anja Gust dafür verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes, aber die „Umsetzung“ des Newsletters erfolgt durch eine Hamburger Firma, nämlich WeissMarketing. Und genau dieses empfinde ich als höchst wundersam. Und weil es für mich der Fragen würdig ist, halte ich es eben für fragwürdig.
Und ich frage: Wenn die Ahrensburger Wirtschaftsförderung nicht in der Lage ist, ihren Newsletter eigenständig zu erstellen, warum gibt man diese Arbeit nicht an eine Ahrensburger Firma, um damit die Wirtschaft von Ahrensburg zu fördern, anstatt einer Fremdfirma in Hamburg das Geld aus Ahrensburg zukommen zu lassen? Hält man Ahrensburger Firmen nicht für fähig, diese Arbeit zu erledigen? Oder arbeitet eine Hamburger Firma preisgünstiger als eine Ahrensburger, wo nicht mal Reisekosten auf die Rechnung kämen?
Es ist nicht das erste Mal, dass ich dieses Thema auf Szene Ahrensburg behandelt habe. Aber im Rathaus unserer Stadt gilt offenbar die Devise, dass Propheten im eigenen Lande nicht dienlich sind, da nimmt man lieber Fremdfirmen zur Hilfe, die natürlich aus der Stadtkasse entlohnt werden. Und die Verwaltung erhöht dafür dann die Gewerbe- und Grundsteuer, worüber Andrea Weiss von WeissMarketing in der Hamburger Großen Elbstraße vermutlich nur schmunzeln kann.

