Wiedervorlage: Der Fake – um nicht zu schreiben Betrug – mit dem Ahrensburger Kinopalast 🤢

Haben Sie irgendwann mal eine offizielle Verlautbarung der Stadt Ahrensburg gehört, warum wir Bürger kein Kino am Bahnhof bekommen, für das unsere Alte Reitbahn verscherbelt worden ist? Oder dass wir vielleicht sogar eine Entschuldigung dafür bekamen, dass eine Bauabsicht nur ein Fake des Investors gewesen ist? Ich habe diesbezüglich weder etwas gehört noch gelesen. Ich habe nur in Erinnerung, dass die Stadt und deren Verordnete den Bürgern das Kino fest zugesagt haben. Und nicht nur ein einfaches Kino sollte es sein, sondern ein Kinopalast mit 6 Vorführsälen für rund 700 Besucher sollte es werden, dem ich von Beginn an den Namen „Utopia-Filmpalast“ gegeben hatte – siehe die Abbildung!

Als ich den Entwurf für den Kinopalast zum ersten Mal gesehen hatte, da habe ich schon gewusst und erklärt: Das ist ein Fake; dieses Kino wird Ahrensburg niemals bekommen. Das war keine Hellseherei meinerseits, sondern das war das Resultat purer Vernunft. Und jeder, der damals ernsthaft geglaubt hatte, es würde dieses Kino gebaut werden, der hat auch geglaubt, dass James Dean persönlich zur Eröffnung nach Ahrensburg kommen würde mit seinem Film „…denn sie wissen nicht, was sie tun“. Will meinen: Man muss schon ziemlich hohl in der Birne sein, um dem Investor die Story mit dem Filmpalast für eine Stadt wie Ahrensburg ernsthaft geglaubt zu haben.

Im September des Jahres 2019 hatte ich den damaligen Bürgermeister Michael Sarach in einer Einwohnerfragestunde gefragt: Wie ist der Stand des Kino-Vertrages mit dem Reitbahn-Investor bezüglich seiner Garantie, dass er das Kino am Bahnhof auch tatsächlich baut?“

Antwort Michael Sarach mit schriftlicher Antwort vom 11. September 2019:

Die Sicherung zur Realisierung des Kinos am Standort Bahnhofstraße 17 soll auf drei Ebenen stattfinden:

    • Zum einen wird der B-Plan Nr. 100 die Gebietskategorie „Sondergebiet, Zweckbestimmung Kino“ ausweisen. Das bedeutet, dass andere Nutzungen an dieser Stelle planungsrechtlich nicht möglich sein werden.
    • Zum anderen wird ein städtebaulicher Vertrag diese Nutzung und die damit verbundenen Bedingungen (Zeitpunkt der Realisierung, Reihenfolge der Realisierung (erst Kino, dann Wohnbauriegel) beinhalten.
    • Als drittes wird eine vertragliche Vereinbarung über den Bau und Betrieb des Kinos vorbereitet.“

Am 28. September 2020 habe ich dann besagtem Michael Sarach in der Stadtverordnetenversammlung die Frage gestellt: „Sollte die Alte Reitbahn verkauft werden und der Investor baut keinen Kinopalast am Bahnhof mit mindestens fünf Vorführsälen für ca. 700 Besucher und entsprechend viele Parkplätze – fällt dann die bereits bebaute Reitbahn vertragsgemäß zurück ins Eigentum der Stadt? Falls nein: Warum nicht?“

Antwort von Michael Sarach am 1. Oktober 2020:

„Nein, da beide Vorhaben voneinander unabhängig sind.“

Am 14. Dezember 2020 habe ich Michael Sarach in einer Einwohnerfragestunde gefragt: „Kann die Verwaltung uns Einwohnern gegenüber verbindlich zusagen, dass ein Investor am Bahnhof einen Kinopalast mit sechs Vorführsälen für 700 Besucher und eine entsprechende Anzahl an Parkplätzen bauen wird?“

Antwort Michael Sarach mit Schreiben vom 14. Dezember 2020:

„Hinsichtlich der Verpflichtung eines Investors zum Bau eines Kinos existiert ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt Ahrensburg und diesem Investor.“

Seit Monaten herrscht nun Funkstille in Rathaus und Medien über den  „Utopia-Filmpalast“ am Bahnhof. Genauso wie auch zu den Sozialwohnungen auf der Alten Reitbahn. Und darum liegt es für mich nahe, dass hier wie dort nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Es könnte Korruption im Spiel gewesen sein beim Verkauf der Alten Reitbahn zum Schnäppchenpreis in Verbindung mit einem Kino am Bahnhof und gefördertem Wohnungsbau.

Diesbezüglich wollte ich Fragen stellen in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung am Montag, dem 23. Februar 2026. Hierzu bekam ich  von der städtischen Verwaltung die aktuelle Meldung auf  der Homepage vom Schilda des Nordens:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Februar 2026

Ein Gedanke zu „Wiedervorlage: Der Fake – um nicht zu schreiben Betrug – mit dem Ahrensburger Kinopalast 🤢

  1. Pacholski

    Wenn BM Boege Eier in der Hose hätte, dann würde er auf Ihren Text eine Antwort schreiben. Warum also tut er das nicht……..?????

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)