Im Anzeigenblatt MARKT suchen zwei Frauen nach Gönnern. Da ist zuerst einmal Gerda (67), die „erotische Kontakte“ sucht. Und dann ist dort Carmen Lau von der BürgerStiftung Region Ahrensburg, die schon wieder 100 Gönner sucht, die genau 100 Euro spenden sollen – pro Einzahler versteht sich – siehe die Abbildung links! Ob die Gerda auch Spender für ihre erotischen Kontakte sucht, weiß ich natürlich nicht. Ich weiß aber, dass Carmen Lau immer wieder angebliche „Förderprojekte“ bewirbt, die es in meinen Augen überhaupt nicht gibt.
Richtig ist: Die BürgerStiftung Region Ahrensburg hat sich in Vergangenheit immer wieder nur als quasi Geldbriefträgerin betätigt. Was meint: Die Stiftung hat Geld von Bürgern auf einem Konto bei der Haspa gesammelt. Und erst, wenn eine Summe nach eigenem Gutdünken erreicht war, dann hat sie Geld zum einen an den Kinderschutzbund weitergereicht und zum anderen in die Kasse des kommerziellen Sozialkaufhauses in Ahrensburg eingezahlt. Und das bezeichnet die Stiftung dann als ihre „Förderprojekte“. 😖
Für mich bedeutet das: Wenn Bürger für Not leidende Kinder oder arme Familien spenden wollen, dann können sie das auch direkt machen, will meinen: Zahlen Sie Ihre Spenden auf das Konto vom Kinderschutzbund ein oder an einen Schulverein. Und für bedürftige Familien können Sie an viele Hilfsorganisationen spenden wie zum Beispiel ASB, DRK, DLRG, Malteser und Johanniter. Für Einzahlungen auf das Konto der BürgerStiftung Region Ahrensburg gibt es für mich 0,0 Gründe.
Und ich wiederhole: Überlegen Sie doch mal, warum die BürgerStiftung immer wieder genau 100 Spender sucht, die genau 100 Euro spenden sollen! Die Gerda (67) sucht doch im MARKT auch nicht 100 erotische Kontakte, die womöglich 100 Euro zahlen sollen.
