Wenn Sie in die Suchmaske von Szene Ahrensburg den Suchbegriff „Stormarnschule“ eingeben, dann kommen Sie auf viele Eintragungen aus den letzten Jahren, in denen ich immer wieder gefragt habe: Warum wurde Oberstudiendirektorin Dr. Michaela Witte von dem Gymnasium suspendiert? An diesem Wochenende ist nun ein Beitrag online vom Abendblatt Stormarn erschienen über ein „Gymnasium bei Hamburg“ mit der Behauptung: „Ehemalige Direktorin verliert jetzt auch ihre Pension“. Und der Autor Moritz Werner will dem Leser verraten, „was dahintersteckt“.
Ich fasse mal kurz zusammen: Die Schulleiterin soll angeblich Gelder der Schule für private Zwecke entwendet haben. Ein Strafverfahren wurde aber bereits 2022 eingestellt, weil die Beschuldigte den Schaden ersetzt hat. Damit gilt die ehemalige Oberschuldirektorin nicht als verurteilt. Und die Zeitung schreibt: „Während des gesamten Verfahrens hat die ehemalige Schulleiterin immer wieder ihre Unschuld beteuert. Das tat sie bereits im 2022 eingestellten Strafverfahren.“
Des weiteren entnehmen wir dem Abendblatt: „Am Verwaltungsgericht Schleswig ist nun ein Beschluss in einem Disziplinarverfahren gefallen: Die frühere Direktorin verliert nach Angaben des Gerichts ihre Pensionsansprüche. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Berufungsfrist läuft noch bis zum 19. Februar.“
Mit der Feststellung in ihrer Überschrift rennt die Abendblatt-Redaktion folglich ins Leere, da die Aussage nicht im Kunjunktiv formuliert ist, sondern bereits als Tatsachenbehauptung veröffentlicht worden ist, obwohl die Tatsache noch garnicht gegeben ist. Außerdem schreibt die Zeitung: „Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels konnte unsere Redaktion noch keine Aussage von einem Vertreter der Schule einholen. Auch eine Kontaktaufnahme zur einstigen Direktorin war aufgrund fehlender Kontaktdaten nicht möglich.“
Diese Angaben machen mich nachdenklich. Ich halte fest: Die Redaktion konnte ihren Bericht noch nicht ordnungsgemäß recherchieren, hat den „Zeitpunkt der Veröffentlichung“ aber trotzdem vor dem Einholen wichtiger Aussagen festgelegt?! Ja, luschig + lustig = luschtig! 🥳
Und die Frage aller Fragen: Wieso, warum und weshalb soll der ehemaligen Direktorin der Stormarnschule die Pension gestrichen werden? Ist so etwas überhaupt möglich im vorliegenden Fall? Ich denke dabei an das Rathaus in Ahrensburg, wo Pensionsgelder an einen Beamten auch ausgezahlt wurden, obwohl der Mann nachweisbar städtische Gelder veruntreut hatte. Sogar der damals dafür verantwortliche Bürgermeister ist ungeschoren in Pension gegangen…!

Ausnahmsweise muss ich mein Versprechen, hier nicht mehr zu kommentieren, brechen.
Die ganze Berichterstattung über den „Fall Dr. Witte“ war schon in den Jahren zuvor mehr als nebulös – und nun das!
Ich habe in den 40 Jahren meiner Tätigkeit als Lehrerin nur ein einziges Mal erlebt, dass einem „Kollegen“ – ich mag ihn nicht als solchen bezeichnen – sämtliche Pensionsansprüche gestrichen wurden – und er zuvor von heute auf morgen von der Schule entfernt wurde. Das ist über 30 Jahre her – ältere Großhansdorfer werden sich an diesen Skandal erinnern – und er ist schon längst tot.
Der hat sich schwerstwiegender krimineller Handlungen schuldig gemacht.
Ich betone: Schwerstwiegender!
Worum es dabei ging, mag ich hier nicht äußern, damit es nicht heißt: „Aha! Also ist Dr. Witte auch so jemand!“
Über die Berichterstattung im Fischeinwickelpapier namens „Hamburger Abendblatt“ möchte ich hier kein Wort verlieren.