Blick in die Presse: Dreck am Rathaus und Leser als Zusteller

Das Stormarner Tageblatt berichtet über den Haushalt der Stadt Ahrensburg und über „eine Steuererhöhung, die fast jeden trifft“. Dieses Thema ist nicht neu, denn darüber hat das Abendblatt Stormarn ja schon vor Tagen informiert. Bemerkenswert ist allerdings das Foto, mit dem das Tageböatt unser Rathaus zeigt, denn dieses Denkmal ist verdreckt  – natürlich nicht in echt, sondern eben nur beim Stormarner Tageblatt.

Über den Dreck im Rathaus indes hat die Zeitung bis heute nicht berichtet, nämlich über den Skandal beim Geschäft mit der Alten Reitbahn. Das ist in meinen Augen höchst merkwürdig, um nicht zu schreiben: verdächtig. Denn schon wenige Wochen, nachdem Szene Ahrensburg diesen Skandal aufgedeckt hatte, konnte man darüber auch großformatig im Abendblatt Stormarn lesen. Nur eben nicht im Tageblatt von Stormarn. Hat da womöglich jemand „Schweigegeld“ kassiert? Oder – wie Gil Ofarim – eine Unterlassungserklärung unterschrieben…? 😉

Etwas Neues hingegen hat man sich beim Abendblatt in Stormarn einfallen lassen: Nachdem die Leser sich wohl mehrfach über mangelnde Zustellung ihrer abonnierten Zeitung beschwert hatten, hat der Verlag den Spieß nun kurzerhand umgedreht und fordert die Leser im Stormarnteil halbseitig auf: „Werde Zusteller“ ohne Befehlszeichen allerdings – siehe die Abbildung! 

Mehr noch: Man richtet sich ausdrücklich an Menschen im Ruhestand, also Rentner, die vorrangig die Abonnenten des Blattes sind. Und die sollen sich eben die Zeitung eigenhändig zustellen statt zu meckern über ausbleibende Lieferung. Und wenn sie den Job als Zusteller verweigern – wie zum Bespiel der Blogger von der Szene Ahrensburg – dann sollen sie eben die Füße still halten, wenn die Zeitung mal wieder nicht geliefert wurde. Selber schuld eben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2026

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