Neues Kapitel aus Peterchens Mondfahrt: Ein Stadtverordneter landet hinter dem Mond

Sie kennen die Kolumne im Anzeigenblatt MARKT, wo Politiker für ihre Parteien und sich selber Werbetexte veröffentlichen dürfen, ohne dass der MARKT dafür eine Rechnung ausstellt oder gar das Wörtchen „Anzeige“ über den Werbetext setzt. Und die Redaktion vermerkt über dieser Kolumne ausdrücklich, dass sie sich von der Meinung des jeweiligen Autors distanziert, was nur bedeuten kann, dass man diese Meinung aus Sicht des Verlages für unpassend hält.

An diesem Wochenende hat wieder einmal Peter Egan von der WAB geschrieben. Der Mann ist als Stadtverordneter auch Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft S4. Aber was mit dieser S4 für ein Zugunglück auf Ahrensburg zukommt, darüber schreibt Peter Egan nicht.

Auch schreibt er nicht über das Kino in der Bahnhofstraße, das er doch so vehement gefordert hatte, und auch über EDEKA verliert er kein Wort, wo er doch unbedingt den neuen Markt in großer und moderner Aufmachung an der Alten Reitbahn haben wollte. Und genauso wenig erwähnt Egan auch nur mit einer einzigen Silbe die 13 sozial geforderten und geförderten Wohnungen auf der Alten Reitbahn. Stattdessen verteidigt er vehement die Unfähigkeit des zur Zeit noch amtierenden Bürgermeisters. Unter der Überschrift: „Der lange Schatten der Überschuldung Ahrensburgs“ fabuliert Peter Egan:

„Natürlich ist die Lage ernst, aber das ist kein Grund, in Panik zu geraten und Zwietracht zu säen. Ahrensburg hat eine robuste Steuerkraft. Das Potenzial für weitere steuerstarke Gewerbeansiedlungen ist gegeben und auch die Einnahmen aus der Einkommenssteuer wachsen stetig über der Inflation. Unser zu üppiges Ausgabenniveau gibt der Politik Raum für sozial verträgliche Einsparungen ohne Kahlschlag.“

Klar, Herr Egan, wissen wir doch alle: Die Wirtschaft in Deutschland boomt wie nie zuvor; und Ahrensburg birgt einen Teil der deutschen Wirtschaft in seinen Stadtmauern und ist damit steuerstark und robust. Auf kräftiges Wirtschaftswachstum in unserer Stadt  können wir also genauso blind vertrauen wie auf steigende Steuereinnahmen in unserer Stadtkasse (Erinnerung an Springer und Prinovis) und auf ein Kino am Bahnhof. Oder habe ich die Mitteilung vom Ahrensburger Wirtschaftswaisen Peter Egan vielleicht missverstanden, meine lieben Mitbürger…?

Postskriptum: WAB = Wir Ahrensburger Bullshitter

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2026

3 Gedanken zu „Neues Kapitel aus Peterchens Mondfahrt: Ein Stadtverordneter landet hinter dem Mond

  1. Kassandra

    Und warum, bitteschön, hat sich die WAB der Stimme enthalten bei Abstimmung zum Schulneubau, anstatt dagegen zu stimmen? Was ergibt die Enthaltung für einen Sinn???

    Antworten

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