Schauen Sie bitte auf die nebenstehende Titelseite vom Hamburger Abendblatt! Und lesen Sie die Schlagzeile und also lautend: „Alter Weihnachtsbaum muss raus – alle Termine, alle Regeln“. Und bevor Sie anfangen, darüber nachzudenken, zu welchem Termin Ihr alter (!) Weihnachtsbaum raus muss, da gestehe ich Ihnen: Die Botschaft stammt von mir. Nein, nicht das Wort als solches, sondern nur die Platzierung der Zeilen als Aufmacher auf der Titelseite. Die Wahrheit: Dieses Thema ist von der Abendblatt-Redaktion garnicht für Hamburger Leser gedacht, sondern es ist für Menschen, die im Kreis Stormarn wohnen und einen alten Weihnachtsbaum in ihrer Wohnstube haben!
Mit anderen Worten: Wir Stormarner sind offenbar größere Döspaddel als Hamburger. Aber die größten Dumpfbacken gibt es in der Abendblatt-Redaktion, wo sie die Stormarn-Seiten befüllen. Der Verfasser des Aufmachers(!!!) über die alten Weihnachtsbäume, die raus müssen, heißt Bader Tulimat. Der schreibt zwar im Stormarn-Teil, erklärt aber gleichzeitig, dass das, was für Stormarn gilt, auch relevant ist für Geesthacht und den Kreis Herzogtum Lauenburg – aber offenbar nicht für die Hansestadt Hamburg, wo der alte Weihnachtsbaum noch nicht raus muss. 😉 Und deshalb macht das Hamburger Abendblatt heute auch nicht mit diesem wichtigen Thema auf der Titelseite auf, sondern schreibt: „Mehr als 3000 Hamburger Polizisten beleidigt, genötigt oder angegriffen“.
Vor ein paar Tagen indes war es genau anders herum. Abendblatt-Leser erfuhren im Hamburg-Teil: „Camper in Wohngebieten verärgern die Anwohner“, und zwar in den Stadtteilen Eimsbüttel, Ottensen und Eppendorf. Darüber ist ein ausführlichen Bericht erschienen, aus dem ich einen Absatz herausgehoben habe, wo ein Sprecher des ADAC zu Wort kommt – siehe die Abbildung links!
Dazu meine Ergänzung: Auch in Ahrensburg verärgern Camper in Wohngebieten die Anwohner. Darüber hat die Stormarn-Redaktion vom Abendblatt bisher keine Zeile verloren im Gegensatz zum Blogger von der Szene Ahrensburg. Der hat sogar den Bürgermeister mehrfach auf den Unfug auf dem Parkplatz in der Friedrich-Hebbel-Straße angesprochen, musste beim Rathaus-Scheffe aber auf Granit beißen: Eckert Boege hat sich stur wie ein Maulesel auf die Seite der unverschämten Camper gestellt und weigert sich, das Thema zu erledigen mit einem Hinweisschild an diesem Parkplatz. Warum diese beharrliche Weigerung? Ich vermute, dass der Bürgermeister auf diesem Parkplatz in einem Campingwagen wohnt, weshalb er seine private Adresse auch öffentlich nicht bekanntgibt. 😉
