Abendblatt Stormarn: Bei Herrn Höfling geht es um die Wurst und Frau Möller verkauft ihren Schinken auf dem Wochenmarkt

Das Hamburger Abendblatt bringt heute in seinem verbliebenen Stormarnteil zwei sensationelle 😉 Themen. Da ist zum einen das, was EDEKA-Kunden schon seit Wochen im Markt in der Bahnhofstraße lesen konnten, nämlich dass der dortige Laden zum Ende dieses Monats schließt. Und nun geht es für Marktbetreiber Christian Höfling um die Wurst, und zwar dass seine Kunden von der Bahnhofstraße den Weg zur Alten Reitbahn finden werden.

Und der Abendblatt-Leser erfährt, dass die Melchers Group auf der Alten Reitbahn 52 Wohnungen errichtet hat. Was der Abendblatt-Leser aber nicht erfährt und was Sie schon seit Wochen auf Szene Ahrensburg lesen konnten, das ist die Frage, was mit den 13 sozial geförderten Wohnungen ist, die der Investor vertraglich bauen musste. Und weil darüber keine Zeile im Blatt zu finden ist, wundert es mich garnicht, dass der große aber dünne Zeitungsbericht anonym verfasst worden ist.

In diesem Zusammenhang erinnere ich daran, dass ich am 28. September 2020 dem damaligen Bürgermeister Michael Sarach die Frage gestellt habe: „Sollte die Alte Reitbahn verkauft werden und der Investor baut keinen Kinopalast am Bahnhof mit mindestens fünf Vorführsälen für ca. 700 Besucher und entsprechend viele Parkplätze – fällt dann die bereits bebaute Reitbahn vertragsgemäß zurück ins Eigentum der Stadt? Falls nein: Warum nicht?“ Die Antwort von Michael Sarach: „Nein, da beide Vorhaben voneinander unabhängig sind.“

Die zweite Seite im HA-Stormarnteil von heute ist überschrieben mit: „Junge Frau getötet – Krimi kratzt an bürgerlicher Kleinstadt-Fassade“. Aber keine Bange, liebe Ahrensburger, es handelt sich nur um einen Kalauer an der Fassade unserer Kleinstadt, weshalb der Hauptkommissar im Krimi aus der Feder unserer Mitbürgerin Silke Möller auch den passenden Namen „Hannes Kalauer“ trägt.

Lesefrüchtchen: Frieda Malottke, die Protagonistin des Romans, besucht den Ahrensburger Wochenmarkt am „Putenstand Stoltenberg“. Und „als sie an der Reihe war, tönte Detlev gleich: ‚Katze ist heute aus, weil wir auf dem Weg aus Heede keine überfahren haben!‘.Frieda musste lachen, war das doch ein Insider von ihnen. Die Gesichter der anderen Käufer sprachen Bände.“

Und so spricht es auch Bände, dass der Krimi „Frieda, Hundesuppe und göttliche Gerechtigkeit“ am Geflügelstand auf dem Ahrensburger Wochenmarkt erhältlich ist – siehe die Abbildung rechts!

Aber ganz ehrlich, liebe Jutta Möller: Ihre damaligen Ahrensburg-Comics haben mir besser gefallen als Ihr Ahrensburger Krimi, von dem ich nur eine Probe gelesen habe. Abendblatt-Reporterin Pia Rabener hingegen ist ja geradezu begeistert von dem „500-Seiten-Schinken“, weshalb die Redaktion eine ganze halbe Seite Werbung dafür spendiert hat.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Januar 2026

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