Hexe von der Schützengilde: Anschläge auf die Stadt

Wir alle kennen Hexen und wissen: Diese (zumeist weiblichen) Personen können Heil- oder Unheil bringen. Im Mittelalter wurden Frauen verbrannt, wenn man sie als Hexen erkannt zu haben glaubte. Auch in Ahrensburg soll das der Fall gewesen sein. Und heute: Heute wird eine Hexe in Ahrensburg an den Baum genagelt.

Anschläge auf die Ahrensburger Innenstadt

Anschläge auf die Ahrensburger Innenstadt

Die Rede ist hier von der Hexe Walburga. Die tritt bei uns in der Schlossstadt auf, wenn hier die Faschingsstimmung auf ihrem Höhepunkt angekommen ist. Ort: Am Hopfenbach 9, und zwar bei der Ahrensburger Schützengilde.

Und wenn wir durch die Ahrensburger Innenstadt gehen, dann sehen wir: Die Hexe Walburga ist an Bäume genagelt worden, klebt an den City-Light-Säulen, an allen möglichen Laternenmasten und sonst noch wo – siehe den nebenstehenden Ausschnitt!

Auch bei Schubiduu...uh gibt's eine Hexe: Eulalia

Auch bei Schubiduu…uh gibt’s eine Hexe: Eulalia

Ich empfinde das nicht nur als unschön, sondern auch als frech. Wenn die Veranstalter für ihre kostenpflichtige Veranstaltung werben wollen, dann sollen sie das im MARKT tun. Oder den Bürgern in die Briefkästen stecken. Oder auf der Straße in die Hand drücken. Und viele Geschäftsinhaber in der Innenstadt sind bestimmt bereit, die Plakate in ihren Läden auszuhängen. Aber eine wilde Plakatierung geht gar nicht.

Vielleicht hat man im Ordnungsamt der Stadt gehörigen Schiss vor der Hexe Walburga, weshalb niemand die Dame auffordert, ihre Anschläge wieder zu entfernen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2015

11 Gedanken zu „Hexe von der Schützengilde: Anschläge auf die Stadt

  1. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    die Gilde-Hexe Walburga macht schon seit vielen, vielen Jahren Reklame für ihren Auftritt für die Kinder beim Schützen-Karneval. Sonst gibt es hier ja keinen Karneval. Oder? Ist Ihnen unsere Hexe in den letzten Jahren noch nicht aufgefallen? Es mag ja sein, dass die Schützen-Jugend in diesem Jahr das Verteilen übertrieben haben. Sicherlich entfernen sie die Zettel nach der Veranstaltung wieder. Vielleicht gibt es auch eine Sondernutzungserlaubnis für das Verteilen im Öffentlichen Raum. wahrsceinlich kleben in unseren Autos auch Reklamezettel. Gut, dass wir nicht in Köln, München, Innsbruck usw. leben. wenigstens dürfen wir hier nach anmeldung noch Osterfeuer entzünden.
    Mit verhexten Grüßen
    Wolfgang König

  2. Sabine Heinrich

    Dreist – geizig – frech!
    Dass diese Egoistin hoffentlich schnell mit dem Hexenbesen aus der Stadt gefegt wird – aber erst, nachdem sie ihre Werbezettel wieder abgenommen und vor allem die Bäume davon befreit hat – hoffe ich doch sehr!
    Ich hoffe, dass das Ordnungsamt schnell reagiert – sonst gibt es in Abg. bald herrliche Hamburger Zustände – zum Wohle derer, die sich an keine Regeln zu halten glauben müssen – und zum Schaden der braven, rücksichtsvollen Mehrheit.

  3. Wolfgang König

    Hallo, Frau Heinrich,
    wie ich erfuhr, hat Walburga alle Werbe-Zettel eigenhändig verteit. Sie hat wie in der Vergangenheit nirgendwo genagelt sondern nur gezweckt. Sie macht schon über viele Jahre die Hexe und die Reklame nicht aus Eigennutz, sondern als ehrenamtliche Tätigkeit für Kinder. Wer ist heute noch mit Freude zu ehrenamtlicher, unbezahlter Tätigkeit bereit????? Auch in der Vergangenheit soll sie die Zettelchen nach ihrem Auftritt wieder entfernt haben. Jedenfalls sind sie immer von unseren Fahrzeugen verschwunden.
    Tun Sie sich doch einmal ehrenamtlich mit Walburga zusammen, bevor sie auf den Brocken fliegt. Vielleicht haben Sie viel Spaß zusammen.
    Mit radschlagenden Grüßen
    Wolfgang König

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    heute am Nachmittagstisch habe ich das offenbare Problem des Wild-Plakatierens weitergereicht. Mal schaun, mal schaun. Bis jetzt hat offenbar keiner gemeckert. Nicht, dass unsere kleine, liebe Hexe auf den Scheiterhaufen kommt. das würde viele Kindertränen geben.
    Wir hatten hier eine Hexenverbrennung im ausgelaufenen Mittelalter. Das steht in einem der Historischen Heften des Arbeitskreises. Den Tätern waren die Grausamkeit und die Schmerzen bewusst. Deshalb wurden die Opfer anders als beim IS vorher zu Tode gebracht oder erschlagen, bevor die Flammen sie erreichten. Es wurde auch viel Stroh unten ins Feuer gemischt (tödliche Rauchgase). Offenbar ist nur eine Lebendverbrennung verbrieft: Jeanne d`arc. Sie hatte ihren Widerruf widerrufen und hat sich nach geltenden Kirchenrecht lieber lebendig verbrennen lassen, statt weiterhin unter der Kerkergewalt der Kirchendiener sexuell zu leiden.
    Die Ahrensburger Hexe wurde auf dem Galgenfeld am Galgensee verbrannt (Richtplatz der Arnesvelder Gerichtsbarkeit). Heute wohnt dort ein großer Schuhhändler. Als sein Vater einen Pool ausheben ließ, fand man einen Schädel. War es ihrer?
    Wehret den Anfängen. Erinnert den Schrecken der Vergangenheit.
    Helft lieber, die Zettelchen unterzubringen.
    Mit ausgleichenden Wünschen und streichfähigen Grüßen
    Wolfgang König

  5. Lorenz

    Helau Herr Dzubilla,
    haben Ihnen in der Vergangenheit vielleicht die Ordnungshüterinnen zu viele Strafzettel verpaßt?
    Wer will denn das bunte Treiben von Kindern derart behindern?

    Mit besten Grüßen von Kurt Felix
    Ihr L. L.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lorenz – wie kommen Sie denn auf diese Schlussfolgerung? Im Gegenteil: Ich habe der Hexe doch Vorschläge gemacht, wie sie ihre Einladungen auf anderen Wegen verteilen kann. Wenn alle Leute so verfahren würden wie die Hexe, dann sehe es schlimm aus in unserer Stadt.

      Wenn einer Familie der Hund oder die Katze oder der Goldhamster weggelaufen ist, dann habe ich vollstes Verständnis für Zettel an Bäumen; nicht aber für irgendwelche Veranstaltungen. Und, lieber Herr Lorenz, ich verstehe tatsächlich Spaß und das sogar ohne Pappnase. Mit einem freundlich donnernden Ahrensburg Helau! Ihr Harald Dzubilla

  6. Realist

    Ich finde es gut, wenn jemand etwas Schönes für Kinder macht, ohne sich groß bereichern zu wollen.
    Das mit dem wilden Plakatieren ist aber etwas, das nicht ok ist, zumal fremdes Eigentum damit zweckentfremdet wird.
    Gerade bei uns, wo es unzählige Möglichkeiten gibt, auf sich aufmerksam zu machen (z.B. Aushänge in Kitas, Schulen usw.) finde ich es nicht in Ordnung, wild zu plakatieren.
    Vielleicht halten meine Einstellung manche für spießig – egal: Ich genieße es, in einer Stadt zu leben, in der sowohl Schmierereien an Hauswänden als auch wildes Plakatieren noch so gut wie gar keine Rolle spielen.
    Möge es dabei bleiben!

  7. Hermann Jochen Lange

    Guter alter neuer “Verschönerungsverein” !

    Die letzten Artikel und Kommentare zeigen den Bedarf an “Verschönerung”:
    # Das aufarbeiten, was Verwaltung und Politik geplant oder unwissend verbockt hat.
    # Das “verschönern”, was Verwaltung und Politik nicht sehen kann oder nicht sehen will.
    # Die Vorschläge massiv treiben, die von den bezahlenden Bürgern eh schon vorliegen,
    aber von den übergroßen Tonnen in Verwaltung und Politik rückstandsfrei verschluckt werden.
    # Das ändern, was nur noch mit Ironie und auch dann nur halbwegs zu ertragen ist.
    # Das befeuern, was Wutbürger irgendwann sowieso einfach tun werden.
    HJL

  8. Lorenz

    Alle Hexenanschläge, die ich gesehen habe, hingen auf ‘Kinderaugenhöhe’, die aber, die ganz offiziell gehängt waren, leider häufig so, daß nur die Eltern lesen können, was Sache ist.
    – wer nochmal soll zum Fasching? –

    Und diese Stadtmarketing-Leute machen Werbung auch für das Rauchen, ist das schätzenswerter?
    Deutschland gilt im Ausland als wenig kinderfreundlich. Jetzt wissen wir warum!

    Ein schönes, sonniges Wochenende (ohne Kinderlärm und -lachen)
    wünscht LL

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