Wohnungssuche per Anschlag auf unser Rathaus

Die Integrationskurse für Flüchtlinge scheinen in Ahrensburg etwas mangelhaft zu erfolgen. Das habe ich gedacht, als ich den Anschlag eines Syriers auf unser denkmalgeschütztes Rathaus gesehen habe – wenn Sie bitte mal das kleine weiße Viereck dort an der Säule  auf dem Foto links betrachten wollen!

Dieses ist der Plakatanschlag von Jalal Almoghrabi, der in Ahrensburg eine Wohnung für sich und seine Familie sucht. Und niemand hat dem Mann gesagt, dass die Säule am Rathaus keine Litfaßsäule ist, und dass es in Deutschland nicht üblich ist, Zettel ans Rathaus zu kleben. Oder hat der Mann das Gebäude gar nicht als Rathaus erkannt, weil die Fassade so verdreckt ist, wie man es sonst in Deutschland nur in den Slums der Ghettos kennt…? 🙂

„Die Miete darf bis zu 1.000 € betragen, diese wird vom Jobcenter übernommen“, erklärt der Wohnungssuchende. Und kein Mensch hat ihn darauf hingewiesen, dass jeder Vermieter sich fragen wird: Wie lange wird das Jobcenter die bis zu 1.000 Euro monatlich übernehmen?

Wenn ich richtig informiert bin, dann ist die Stadt Ahrensburg dafür zuständig, dass die Flüchtlinge hier wohnungsmäßig untergebracht werden. Also kann der Anschlag am Rathaus nur ein Protest gegen die Verwaltung sein, weil die nicht entsprechend gearbeitet hat, oder…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Februar 2018

2 Gedanken zu „Wohnungssuche per Anschlag auf unser Rathaus

  1. auch ein Ahrensburger

    Was mich beeindruckt ist diese Selbstverständlichkeit!
    … ähm, und das Jobcenter druckt die Taler oder prägt die Scheine?

  2. Lorenz

    Herr Dzubilla, sie liegen falsch. Auch die substitionär Geschützten müssen sich auf dem freien Wohnungsmarkt umsehen, wollen sie nicht in den ihnen zugewiesenen Räumen, meist mit Gemeinschaftsküche, -WC und Gemeinschaftswohnräumen leben. Das Jobcenter übernimmt die Miete so lange, bis die Flüchtlinge entweder zurückgeführt werden können oder selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen können.

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