Die naiven Vorstellungen der Ostermarschierer

Es gibt wohl keinen normal denkenden Menschen, der nicht für den Frieden ist. Und dann gibt es  Leute, die dafür auf die Straße gehen, speziell zu Ostern, wenn zu den Ostermärsche aufgerufen wird. Warum die Marschierer hierzulande marschieren, wo doch Frieden herrscht, und nicht in Syrien oder anderen Kriegsgebieten, kann ich nur ahnen.

IMG_1765Auf dem Plakat der Ostermarschierer lese ich drei Forderungen. Die erste lautet: „Keine Bundeswehreinsätze im Ausland – Syrieneinsatz beenden!“ Und: „Flüchtlinge aufnehmen – Fluchtursachen bekämpfen“ – siehe die Abbildung!

„Flüchtlinge aufnehmen“ ist eine Forderung, die sich erübrigt, denn Flüchtlinge werden aufgenommen. „Fluchtursachen bekämpfen“ jedoch „keine Bundeswehreinsätze im Ausland“ – das ist eine ziemlich naive Forderung, ähnlich wie: Zünde ein Osterfeuer an, aber ohne Einsatz von Feuer!

Wie will man Fluchtursachen bekämpfen, wenn das ein Kampf gegen Menschen ist, die so fanatisch sind, dass man mit ihnen gar nicht reden kann? Versuchen Sie mal, einem Geisteskranken zu erklären, dass er sich normal verhalten soll! Es sind Menschen Personen, die sich sogar selber in die Luft sprengen, um andere Menschen, die ihnen nichts getan haben und völlig schutzlos sind, grausam zu töten. Darunter auch viele Kinder.

Meinen die Ostermarschierer vielleicht, dass andere Länder die Drecksarbeit machen sollen und wir nur das nötige Geld schicken? (Waffen sollen wir ja auch nicht exportieren, mit denen Menschen sich verteidigen können.)

Erlauben Sie mir eine Metapher: Stellen Sie sich vor, während der Nazi-Diktatur hätte man in England aufgerufen: „Keine Militäreinsätze im Ausland“ und „Mit Hitler verhandeln!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2016

3 Gedanken zu „Die naiven Vorstellungen der Ostermarschierer

  1. H.J. Lange

    Widerspruch !
    „Fluchtursachen bekämpfen“ ist leider nur gut für „Sonntagsreden“.
    Denn bekanntlich liegen die tieferen Ursachen in der globalisierten wirtschaftlichen Ausbeutung: Werden die damit erzeugten Unterschiede zu groß, setzen sich vorhersehbar Menschenmassen in Bewegung.
    Selbstkritik der Ausbeuter stört deren „Goldenes Kalb“, das ewige Wachstum und vergrößert zugleich die Einkommens-Unterschiede der Menschen in deren Land.
    Studien erklären uns, dass arme Menschen mangels Geld zu wenig konsumieren, dem Wachstum abträglich sind. Eine verkehrte Welt.
    Ostern gebietet den Neuanfang.
    HJL

  2. Sabine Heinrich

    Ich kenne keinen Ostermarsch-Teilnehmer; ich würde ihn fragen, warum er sich nicht gegen islamistischen Terror jeglicher Art (auch hier in D) positioniert. Ich würde ihn fragen, was er zu den zahllosen Übergriffen von Muslimen gegen Frauen zu sagen hat und ob er auch dagegen protestiert. Würde ich die Antwort erhalten, dass wir selbst schuld sind? Man muss schon eine Brille mit sehr dicken rosaroten Gläsern auf der Nase haben – und mit einer gehörigen Portion Ignoranz ausgestattet sein – wenn man wenige Tage nach den mörderischen Anschlägen von Brüssel so für den Ostermarsch wirbt, wie es auf dem Plakat zu sehen ist.
    „Flüchtlinge aufnehmen“: Offensichtlich haben die Gestalter des Plakates und die Initiatoren des Ostermarsches nicht mitbekommen, dass wir allein im letzten Jahr ca. 1 100 000 Flüchtlinge aufgenommen haben und sie versorgen – und zwar nicht nur Kriegsflüchtlinge!
    Nun – es spricht für sich, dass an den Ostermärschen nur noch ein paar Hundert Leute teilnehmen und nicht – wie in den 70ern – Tausende.
    Für Frau Käßmann, die uns jüngst empfohlen hat, auch Terroristen mit Liebe zu begegnen, wäre es doch ein toller und vor allem medienwirksamer Job, als Galionsfigur vor Ostermarschierern herzulaufen!

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