Die Schäfchen werden geschoren

Heute berichtet die Stormarn-Beilage über die „Aufs“, die „für St. Johannes bekräftigt“ wurden. Gemeint sind aber gar nicht die „Aufs“, sondern vielmehr die Abs, denn es geht nicht auf- sondern abwärts mit St. Johannes in Ahrensburg, einer Stadt, wo Pastoren in einen Sitten-Skandal verstrickt waren, der Bände spricht über die Organisation dieser Kirche.

StormarnbeilageIch habe schon einmal darauf hingewiesen, dass man die Mitglieder der Kirchengemeinde auch als Schäfchen bezeichnet. Und Schäfchen nennt man Menschen, die etwas naiv sind, um es mal vorsichtig auszudrücken. Naiv war auf jeden Fall der Glaube einer Initiative, man könne sich gütlich mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Ahrensburg verständigen über einen Rettungsversuch des Gotteshauses. Wer nach dem ganzen Schmierentheater noch ernsthaft geglaubt hatte, dass ein Zurück der Entscheidungen möglich ist, der kennt das System der Kirche nicht. Dieses System ist eine Diktatur, die sich ihre eigenen Gesetze geschaffen hat. Und die Gesetzeshüter sind die Diktatoren, die gleichzeitig als Richter fungieren.

Richtig ist, dass die Kirche von St. Johannes nur zu Weihnachten und Ostern gefüllt war. An Johnannesnormalen Sonntagen waren die Bänke sehr übersichtlich besetzt. Und genauso, wie ein Kaufhaus-Besitzer sein Kaufhaus schließen würde, wenn der Kundenstrom nicht vorhanden ist, genauso schließt die Kirche ihre „Hütte“ (Zitat: Norman Christiansen, stellvertretender Vorsitzender der Kirchengemeinde), wenn der Zulauf durch die Mitglieder der Gemeinde verebbt ist und zudem die Kirchensteuern weniger kräftig sprudeln als früher.

Doch warum werden die Gottesdienste in der St.-Johannes-Kirche kaum noch besucht? Meine Meinung: Weil die Ahrensburger Pastoren – Ausnahme Pastor Haak – nicht wert sind, auf einer Kanzel zu stehen. Und wenn ich mir  die zwielichtige Rolle anschaue, die eine Frau Botta hier in den letzten Wochen und Monaten gespielt hat, dann frage ich: Welcher Ahrensburger Christ will diese Pastorin noch sehen geschweige denn hören?!

Wenn die Schäfchen der Ahrensburger Gemeinde sich besinnen würden und wirklich mal Tacheles reden mit den örtlichen Pfaffen inkl. Propst Buhl, dann könnte daraufhin vielleicht mit neuen Pastoren ein neuer Anfang in Ahrensburg gefunden werden. Mit dem derzeitigen Kirchenpersonal jedenfalls geht das nicht, weil die Damen und Herren sich nach einer anderen Tätigkeit umsehen sollten, genauso, wie der entschwundene Pastor Paschen es getan hat.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Mai 2013

Ein Gedanke zu „Die Schäfchen werden geschoren

  1. Observator

    Stimmt: Schäfchen sind bekanntlich lammfromm. Und solange sie nicht zu Protestanten werden, wird sich an dieser Kirche auch nichts ändern.

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