Die Bischöfin und ihre „Gefahrengebiete“

In der BILD-Zeitung war in dieser Woche zu lesen: „Evangelische Kirche will stärker mitregieren“ , was die Meinung von Bischöfin Kirsten Fehrs ist –  siehe den nachstehenden Bericht! Ich habe den Artikel ergänzt durch ein Wort von Martin Luther, der in seinen Tischreden gesagt hat: „Pfaffen sollen beten und nicht regieren!“

Bildschirmfoto 2014-01-29 um 19.48.38Sehr verehrte Frau Bischöfin – in einer Demokratie dürfen diejenigen Personen regieren, die vom Volke dazu auserwählt worden sind, nämlich an der Wahlurne. Und weder Sie als Bischöfin, noch ein Propst oder Pfarrer sind von uns Bürgern gewählt worden. Sie wurden auf ihren Amtssitzen nicht von unten, sondern von oben herab bestimmt. (Nein, ich meine nicht von ganz oben!) Und wenn Sie sich auf die Gemeindemitglieder berufen, deren Stimmen Sie glauben zu haben, dann kann ich Ihnen als Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde nur sagen: Wir Christen haben mit unserer Kirche den lieben Gott gewählt und nicht sein – wie man volkstümlich so sagt – Bodenpersonal, von dem wir deshalb auch nicht regiert werden wollen.

Wenn Sie sagen, Glaube und Kirche wären immer politisch, dann weise ich darauf hin, was Sie bei Wikipedia nachlesen können: „Das Wort Politik bezeichnet sämtliche  Institutionen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen.“ Wenn Sie aber speziell die Politik als Staatszweck im Auge haben, also politische Regierung betreiben wollen, dann, verehrte Frau Bischöfin, sollten Sie eine kirchliche Partei gründen und bei politischen Wahlen kandidieren.

Sie dürfen sich gern auf „Gefahrengebiete“ begeben und bei Esso-Häusern und Roter Flora Ihre Vermittlung anbieten.  Aber Sie sollten dabei nicht vergessen, wo die Mitglieder unserer Kirche auf Sie warten! Zum Beispiel im Gefahrengebiet der Sankt Johannes Kirche in Ahrensburg, wo die Kirchenpolitik uns, der Gemeinde, überhaupt nicht gefällt. Wäre nett, wenn Sie dort mal am Sonntag vorbeischauen würden, nachdem Sie die Sache mit Esso-Häusern und Roter Flora erledigt haben. Und: Bringen Sie bitte den Schlüssel für unser Gotteshaus mit, es ist so schrecklich kalt draußen vor der Eingangstür!

Mit christlicher Empfehlung und freundlichen Grüßen von Harald Dzubilla, Mitglied der Sankt Johannes-Gemeinde in Ahrensburg

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Januar 2014

Ein Gedanke zu „Die Bischöfin und ihre „Gefahrengebiete“

  1. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    das obige Prinzip des Mitregierens wurde bereits in der Neuen Kirchenverfassung v. 7.1.12 z.B. unter Artikel 11 Satz 3 verankert. Dot haben die Frauen und Mütter dieser Verfassung aus verschiedenen Parteiprogrammen abgeschrieben und zum Wohlgefallen „in Jesus Christus“ in die Verfassung gepflanzt :
    a) Frauen in die Betriebe, damit …
    b) Kinder in die staatliche Rundum-Erziehung, damit ….
    c) Der Artikel 11 ist so überschrieben: „Gleichstellung von Frauen und Männern“.
    In Artikel 11 gibt es überhaupt nur diese Reihenfolge (3 x). Was ist daran gleichstellend ?
    Vermutlich haben die Kirchenaktivistinnen in ihrem Eifer „Gleichberechtigung“ mit „Gleichstellung“ verwechselt.
    Vergleiche mit dem weltlichen Grundgesetz Art. 3 Abs. (2) GG ; Reihenfolge und Ziel.
    Übrigens ist die kirchliche Gleichstellung von Frauen in der Redaktion des „Kirchenblattes“ zu 100 % erfüllt. Kirchliche Frauenpower eben. Siehe Frau Botta, Frau Weißmann, Frau Thie …..
    Ja, ich trete in politisch und kirchlich korrekte Fettnäpfchen – oder doch irgendwie umgekehrt ?

    Hermann Jochen Lange, ein Mann aus Ammersbek

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