Kategorie-Archiv: Allgemein

Popostille: Welchem Zweck dient das “Rathaus Journal”?

Als unser Bürgermeister sich damals um die Gunst der Bürger von Ahrensburg beworben hat, damit diese ihm ihre Stimme für das städtische Amt geben sollten, da versprach Michael Sarach nicht nur, dass er mit seiner Familie nach Ahrensburg ziehen würde, sondern er sagte auch: „Ich werde die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern verbessern!“ Und großspurig kündigte er an, er würde ein Mitteilungsblatt herausgeben, das er „Rathaus-Postille“ nannte.

Inzwischen ist der Bürgermeister über drei Jahre im Amt; und weder wurde die Kommunikation zwischen Rathaus und Einwohnern verbessert, noch ist jemals eine „Rathaus-Postille“ erschienen. Und die Familie unseres Gastarbeiters lebt nach wie vor in Schwerin.

Journal fürs Klob

Journal fürs Klo

Stattdessen gibt es ein neues Anzeigenblatt in Ahrensburg, das „Rathaus Journal“. Im Impressum steht: „Herausgeber: Stadt Ahrensburg“. Und die Redaktion besorgen: „Andreas Zimmermann/Ilona Lütje“, während Fotos von der Stadt Ahrensburg geliefert werden.

Dazu etwas Grundsätzliches: Der Herausgeber eines Anzeigenblattes lebt von Anzeigen, da die Leser diese „Zeitung“ kostenlos zugestellt bekommen. Wie zum Beispiel den MARKT. Der Einsatz des Verlages sind die redaktionellen Beiträge und der Druck; die Erlöse stammen allein aus dem Anzeigenverkauf inkl. der Werbe-Beilagen.

Und wie ist es beim Anzeigenblatt „Rathaus Journal“? Dort stammen die Beiträge von der Verwaltung der Stadt Ahrensburg. Und die Erlöse? Die Erlöse kassiert eine Hamburger Firma, die ein lukratives Geschäft macht mit dem Anzeigenblatt der Ahrensburger Stadtverwaltung, für das der Bürgermeister die Verantwortung im Sinne des Pressegesetztes übernimmt.

Das Perfide an dem Blatt: Der normale Leser erkennt gar nicht, wo Redaktion aufhört und Werbung beginnt! Und der Redaktionsteil besteht von A bis Z aus puren Allgemein-Themen, hat mit „verbesserter Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern“ so viel zu tun, wie der Blaumann mit einer Daseinsberechtigung auf dem Rondeel.

Liebe zu Hamburg und Wien. Von Ahrensburg keine Rede...!

Liebe zu Hamburg und Wien. Von  einer Liebe zu Ahrensburg ist bei dieser Firma nicht die Rede…!

Apropos Blaumann: Der Bürgermeister (SPD) ist mit jeder Ausgabe vom „Rathaus Journal“ eifrig bemüht, Sympathie für das Plastikmonstrum („Unser Muschelmann“) zu schaffen, das wir seiner Vorgängerin im Amt (SPD) zu verdanken haben, und das wir Bürger mit absoluter Mehrheit ablehnen, sodass der Blaumann inzwischen auch von den Politikern  zum Verfall freigegeben worden ist. Das hinterhältige Treiben des Verwaltungsleiters ist in meinen Augen eine unerhörte Chuzpe, für die ich Herrn Sarach gern persönlich in den Hintern treten möchte.

Meine Fragen, die ich in den Raum stelle: 1. Wie kommt eine Frau Daniela N. Barth mit ihrer WKM Wiener Kontor Marketing & Verlag GmbH in Hamburg in den Genuss, unter dem Namen der Stadt Ahrensburg ein lukratives Geschäft mit Werbung zu machen? 2.: Welchen Anteil bekommt die Stadt Ahrensburg aus diesen Werbeerlösen? Und 3.: Wann kommt aus dem Rathaus ein Mitteilungsblatt (zum Beispiel auch online), das der Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern dient und nicht der Eigen-PR des Bürgermeisters?

Postskriptum: Bis heute beantwortet der Bürgermeister noch nicht einmal die Fragen der Einwohner in den Einwohnerfragestunden zur Zufriedenheit der Fragesteller…!

Eine der größten Lachnummern von Lachstadt

Da mein Blog ein paar Tage lang stillgelegt war durch Umzug und Relaunch, komme ich erst heute zu einem Thema, das zu einer der größten Lachnummern von Lachstadt geworden ist und bis heute noch nicht zu Konsequenzen für die Verursacher geführt hat. Hier die Story in Kurzform:

Die Rathausstraße wurde vor einigen Jahren neu gepflastert. Dabei wurden links und rechts Granitplatten verlegt, damit dort das Regenwasser von der Fahrbahn ablaufen sollte. Dann zerbrachen auf der rechten Seite der Straße (hin zum Rathaus) ein paar der Platten unter den Autoreifen. Statt dass die Verwaltung nun die Firma, die das durch mangelhafte Arbeit verursacht hatte, in die Pflicht zur Nachbesserung nahm, nahm man die beschädigten Platten klammheimlich aus dem Boden und füllte die Löcher mit einer Asphaltmasse. Das sah echt Kacke aus, weshalb ich es reklamiert habe. Und das Bauamt erklärte, neue Platten würden alsbald verlegt werden, diesmal sogar fachmännisch, damit sie nicht wieder zerbrechen sollten.

Dann erklärte jemand Monate später, dass man nicht mehr die großen Platten verlegen könne, weil die wieder brechen würden, weshalb man denn kleinere nehmen wolle. Und dann meldete sich auch der Behinderten-Beirat und stellte den Antrag, dass der Weg so verbreitert werden solle, dass Rollstuhlfahrer dort genauso fahren können wie Rollator-Benutzer darauf gehen. Denn es ist ja bekannt: Das Kopfsteinpfaster auf Wegen und Straßen der Innenstadt macht das Gehen sowohl für Behinderte als auch für Damen mit hohen Hacken beschwerlich.

Nach dem üblichen Prozedere via Bau- und Planungsausschuss war es dann eines Tages soweit: Der Weg wurde neu geschaffen. Verbreitert und mit kleineren Platten. Und für rund 40.000 Euro aus der Stadtkasse.

Und dann passierte, worüber ich mehrfach berichtet hatte: Der Weg für Behinderte, der gleichzeitig auch Regenwasser-Rinne ist, der wurde von Autofahrern zugeparkt, die dort nicht mal Parkgebühren zahlen müssen. Ich habe auch dieses mehrfach moniert, woraufhin es zu einem Highlight von Lachstadt gekommen ist:

Rathausstraße

Rathausstraße

Am 22. April 2013 erklärte der Bürgermeister vor den versammelten Stadtverordneten, dass die Autos von dem für 40.000 Euro neu geschaffenen Behindertenweg nicht zu eliminieren sind, weil der Behindertenweg gar kein Behindertenweg ist, sondern …

… er gehört zur Straße! Und weil die Rathausstraße keine Bordsteinkannte hat, ist der Behindertenweg quasi der Straßenrand oder so ähnlich.

Als der Bürgermeister das berichtet hatte, glaubte ich, nicht richtig verstanden zu haben. Denn wenn es so ist, wie ich es verstanden habe, dann hätten in diesem Moment die Politiker aufstehen und fragen müssen, ob der Bürgermeister uns alle verarschen will. Und die Forderung, dass die Leiterin des Bauamtes strafversetzt werde in die Lagerabteilung der Stadtbetriebe, wäre ja wohl sehr naheliegend. Außerdem stellt sich die Frage: Wer muss die Kosten von 40.000 Euro ersetzen, die von den Dummerchen im Rathaus unnötigerweise verursacht worden sind?

Aber die Politiker nahmen die Botschaft hin, als verkünde der Bürgermeister den Wetterbericht vom gleichen Tage. Und ich dachte: Das wird nun der Aufmacher der Stormarn-Beilage – habe ich gedacht. Stattdessen schrieb der MARKT am 4. Mai 2013 –  genau 12 Tage nachdem ich über den Vorfall berichtet hatte, der am 22. April stattgefunden hat – einen Bericht, zu dem mir gar nix mehr einfällt – siehe Abbildung! Gefälligkeitsgeschreibsel eben.

Mein Umzug ist beendet

Ich bin umgezogen. Nein, nicht mit Familie, Hab und Gut, sondern bloß mit meinem Blog. Umgezogen auf einen neuen Server, weil der alte seinen Geist aufzugeben drohte. Zur Erläuterung: Szene Ahrensburg lief auf iWeb von Apple. Da dieses Programm eigentlich nur für Hobby-Blogger gedacht ist und nicht mehr gepflegt wurde durch Updates, war die Kapazität für Szene Ahrensburg nicht mehr ausreichend.

Über den Umzug will ich nichts Weiteres berichten als: Einmal und nie wieder! Es waren lange Tage mit schlaflosen Nächten, bis es nun mit WordPress weitergeht. Ich würde mich freuen, wenn Ihnen der Relaunch von Szene Ahrensburg gefällt.

Und ich hoffe, Sie haben persönliche Entzugserscheinungen wegen der Blog-Pause gehabt. Einem Gerücht zufolge hatte man im Rathaus schon den Champagner kaltgestellt in der Hoffung, das Blog ist ein für alle Male stillgelegt ;–) “Leider” nicht, Herr Bürgermeister. Im Gegenteil: Es geht jetzt erst richtig los…!