Ahrensburg: Angst vor dem Spinner des Netzwerks Luserke?

Nachdem das Projekt „Tiefgarage Stormarnplatz“ jetzt noch von den Stadtverordneten abgenickt werden muss, gebe ich zwei neue Denkanstöße, die dazu dienen sollen, dass der Rathausplatz nicht mehr als Parkplatz zweckentfremdet werden soll. Zum einen, weil es Kacke ungepflegt ausschaut; und zum anderen, weil es auch hier unterirdisch geht.

Frage: Was ist eigentlich mit Rumpelstilzchen Luserke und den rund 80 seit acht Jahren abgesperrten Parkplätzen unter dem Rathausplatz mit städtischer Zufahrt (!) in der Rampengasse?

Nachdem der Gedanke einer möglichen Enteignung des Sturkopfes wohl im Sande verlaufen ist und das von der Stadt verhängte Zwangsgeld offenbar nichts genützt hat, könnte man mittlerweile die Frage nach einer Entmündigung des alten Herrn aufwerfen – jedenfalls in satirischer Formulierung – denn normal ist es nicht, wie der Eigentümer dort reagiert, dem das Gemeinwohl offensichtlich am Arsch vorbeigeht. Oder sind die Plätze inzwischen freigegeben, und ich weiß es bloß noch nicht, weil die örtliche Zeitung nichts darüber berichtet hat…?

Wer sich das weit verzweigte „Netzwerk Luserke“ anschaut (Miramar Luserke Co. GmbH ist dort gar nicht aufgeführt), der wird sich denken können, dass der Oberhäuptling dieses Imperiums über Zwangsgeld lacht und vermutlich sogar diebische Freude daran hat, die Stadt Ahrensburg an der Nase herumzuführen. Wäre ich Redaktionsleiter vom 3. Buch Abendblatt, ich hätte schon längst das Thema gebracht: „Wer ist dieser Hamburger Immobilien-Hai, dem der halbe Rathausplatz von Ahrensburg gehört?“ Aber solche  lokalen Themen, die den Leser wirklich interessieren, bringt die Beilage nicht, sondern man bauscht lieber nebensächliche Meldungen auf mit irgendwelchen Trickbetrügern, die einer alten Dame das Ersparte klauen wollten.

Des Weiteren ist der Rathausplatz ja nur zu einem Teil unterkellert für Parkplätze. Was ist mit dem anderen Teil, der der meinem Wissen nicht Luserke gehört? Ich könnte mir vorstellen, dass ein privater Unternehmer aus Ahrensburg, zum Beispiel der Inhaber vom Kaufhaus Nessler, ein Interesse daran haben könnte, als Investor aufzutreten und hier Parkraum in gefragter Innenstadtlage zu bauen – vielleicht sogar mit direktem Zugang zum Kaufhaus, also ähnlich wie es beim CCA der Fall ist. Vielleicht geht mal jemand aus dem Rathaus diesem naheliegenden Gedanken nach…?! Bei dieser Gelegenheit könnte man auch gleich die Pläne aus der Schublade holen, was die Gestaltung des Rathausplatzes betrifft, die endlose Geschichte von Ahrensburg.

Oder um mit dem legendären Esso-Slogan zu sprechen: „Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an!“  

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Dezember 2017

13 Gedanken zu „Ahrensburg: Angst vor dem Spinner des Netzwerks Luserke?

  1. Fritz Lucke

    Lieber Herr Dzubilla,
    der Slogan:
    „Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an!“  
    war gestern, heute heißt es
    „Es gibt viel zu tun. Weichen wir dem aus!“  
    Einen schönen 2. Advent.

    Antworten
  2. Svenja Schulze

    Vermögensverwaltung bedeutet doch dass man Vermögenswerte wie Immobilien oder Grundstücke verwaltet . Immobilienbesitzer haben klugerweise einen langen Atem und warten auf den Wertzuwachs eines Gegenstandes . Offensichtlich scheint sich der wirtschaftlich sinnvolle Betrieb der Tiefgarage unter dem Rathausplatz durch die Luserke Gruppe nicht zu lohnen , sonst würden die das machen . Die wären sogar im Auftrag ihrer Mandanten dazu verpflichtet. Da nimmt man lieber ein Zwangsgeld in Kauf . That’s capitalism folks

    Antworten
      1. Svenja Schulze

        @ ……. verwalten eigene Immobilien . Auf der von ihnen verlinkten Seite der Luserke Vermögensverwaltung heißt es dazu : „Wir erwerben und entwickeln Immobilien in den Metro­polregionen Hamburg und Berlin für private Investoren. “ In den von der Luserke Vermögensverwaltung betreuten Immobilien steckt das Geld anderer Leute .

        Antworten
          1. Svenja Schulze

            Ach Herr Dzubilla Sie haben heute wieder sowas von Recht , ich glaub ich wähl Sie zum Bürgermeister

  3. H.J. Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    gerne trete ich mit Ihnen in einen Wettbewerb über die Frage ein, wer und wann konkrete Vorschläge über eine Tiefgarage unter dem Rathausplatz vorgestellt hat – mitsamt oberirdischer Teilbebauung. Meinen vielseitigen Vorschlag hatte ich vor präzise 7 Jahren und samt Modell fertig gestellt und anschließend auch dem Herrn Bürgermeister Michael Sarach vorgestellt, in seinem Büro, nachdem er mit einem plakativ geführten Wettbewerb alle Interessierten zu Vorschlägen aufgerufen hatte.

    Bekanntlich ist der Rest und bis heute – tiefes Schweigen im Rathaus.

    Sie haben also mal wieder Recht Herr Dzubilla, wenn Sie anmahnen, doch einfach mal die Schubladen im Rathaus aufzuziehen.
    HJL

    Antworten
  4. Boris Georgieff

    Heiss Kinder, ’s wird was geben. Live Ticker Parkplatzmärchen Ahrensburg. Ich hatte Glück, saß noch im Auto, als die Politesse mir bedeutete, ich solle doch bitte die verkehrsberuhigte Fläche verlassen, was ich folgsam tat. Das war heute gegen 16.30 Uhr in der Hamburger Straße. Ich fuhr frustriert weiter, fand aber schnell mein sympathisches Lächeln zurück, als ich vor der Post einen Parkplatzfand. Dann ging ich meine Einkäufe erledigen , verließ Budny und plötzlich stand die freundliche Politesse wieder vor mir. Ich dachte, so nah dran warst Du selten, packte all meinen Mut, ging entschlossen auf sie zu, holte tief Luft und brachte souverän meine Frage. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen genommenen und neu bereit gestellten Parkplätzen. Ich beobachtete sie genau und stellte fest, dass sie ganz maschinell und völlig unbeeindruckt auf vermeintlich viele Parkplatzausweichmöglichkeiten verwies. Ich dachte mir schon, klar, dass muss sie jetzt sagen doch dann kam dieser Satz. …. Nein, ich will ja niemanden reinreiten. Aber ich habe das Gefühl, dass die Flächen in Ahrensburg wie bei einem Mononopoly-Spiel dem meist bietenden verkauft werden, so spielt man zumindest neuere Versionen des Spiels. Sie, die Flächen werden vertickt ohne , Rücksicht auf das Gemeinwohl, man schiebt Verantwortung ab, lässt sich nichts anmerken …. Was soll man davon halten. Das hätte ich fast vergessen. Natürlich fragte ich im Verlauf des Quick-Talks mit der Dame auch , ob sie es nicht verwerflich finde, dass einerseits immer mehr Parkflächen wegfallen, dass Aufkommen der Straftickets für Falschparker aber zunehme. Auch darauf reagierte sie stoisch. Es liege nicht in ihrer Verantwortung und ich solle doch mal die Stadtverordnetenversammlung besuchen. Wer kommt mit, wann ist der nächste Termin. Wer fragt der führt, so heißt es ja. Das liegt daran, dass man Antworten bekommt, man bekommt vielleicht nicht die Antworten, die man sich erhofft hat, aber Antworten , die einen auf andere Ideen bringen können, man ist also immer irgendwie handlungsfähig. Und das ist das Schöne an Fragen. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, wer nicht fragt, bewegt sich auf der Stelle.

    Antworten
    1. Gesine Lindemann

      Herr Georgieff , sollten Sie tatsächlich konkrete Bemühungen in diese Richtung unternehmen vergessen Sie nicht ein in der Innenstadt angesiedeltes Carsharingunternehmen zu erwähnen. In Hamburg sieht man viele von den Car2go-Flitzern rumfahren , dass scheint da gut zu funktionieren.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.