Archiv für den Monat: März 2017

Wahlplakate (2): Carsten Piek (FDP) will die Verwaltung in Kiel abschaffen

Im letzten Bürgermeister-Wahlkampf von Ahrensburg erklärte uns der Grüne Kandidat Jörg Hansen, dass er „gestalten statt verwalten“ wolle. Was überaus lustig war, denn Hansen wollte eigentlich Leiter der Verwaltung werden und nicht Leiter der Gestaltung. Und deshalb ist er dann auch folgerichtig bei den Bürgern durchgefallen.

Und nun plakatiert dort Carsten Pieck von der FDP. Der Mann kandidiert für den Kieler Landtag und kommt mit dem Versprechen: „Gestalten statt verwalten“ und behauptet: „Wir können das!“ – siehe die Abbildung!

Ob man als Politiker nur gestalten kann, ohne auch etwas zu verwalten, bezweifle ich. Und dass Pieck das kann, hat dieser Kandidat aus meiner Sicht noch nicht bewiesen. Aber, liebe Mitbürger, es geht hier ja bloß um ein politisches Wahlversprechen und nicht um eine rechtlich wirksame Garantieerklärung. 😉

Immerhin präsentiert sich der Mann auf seinem Plakat ansprechend, da er uns offen entgegenblickt. Dass seine Oberlippe zu lang ist, um die Zähne für ein attraktives Zahncreme-Lachen frei zu legen, liegt in der Natur der Sache und geht mir persönlich genauso. 🙂 Und dass Carsten Pieck und die FDP wirklich „Das Beste für Schleswig-Holstein“ sind, das wird der Kandidat wohl kaum beweisen müssen. Hoffen wir, dass seine Partei auch diesmal wieder die 5%-Hürde nimmt und mehr als sechs Sitze im Landtag bekommt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. März 2017

Wahlplakate (1): Tobias von Pein (SPD) geht auf Distanz

Nun hängen sie wieder an den Laternenmasten, die politischen Kandidaten, die bei uns Bürgern um ein politisches Amt in Kiel werben. Ich erlaube mir, zu diesen Plakate etwas zu äußern, und beginne mit Tobias von Pein (SPD), dem Kandidaten, der bei der letzten Wahl verloren hat, aber als Nachrücker auf der Parteiliste trotzdem in den Landtag geschlichen ist.

Um es gleich zu sagen: Peinlicher geht ein Plakat wirklich nicht. Der Kandidat verschränkt seine Arme vor der Brust und guckt den Betrachter überhaupt nicht an, sondern er grinst ins Leere. Unmöglich. Die Körpersprache des Kandidaten ist eine demonstrierte Abwehrhaltung, mit der sich der Protagonist vom Betrachter distanziert. Und damit Sie nicht glauben, ich hätte mir das selber ausgedacht, gebe ich Ihnen mit der Abbildung einen Link auf karrierebibel.de, wo ich das Zitat – siehe unten! – gefunden habe.

Und dann die schriftliche Aussage auf dem Plakat und also lautend: „Mehr Gerechtigkeit für alle.“ Was für ein Kokolores! Kandidiert Herr von Pein vielleicht für ein Amt als Richter beim Ahrensburger Amtsgericht? Für wie blöd hält der Genosse uns Bürger mit dem Versprechen „Mehr Gerechtigkeit für alle“? Das würde auch hochdotierte Manager betreffen, die Gerechtigkeit bei unseren Steuersystem haben möchten und sagen: „Ich empfinde es als ungerecht, dass ich keinen Steuersatz wie ein Normalverdiener habe, denn damit würde ich doch ohnehin mehr ans Finanzamt zahlen als ein Normalverdiener mit demselben Steuersatz!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. März 2017

Wo der Falke über den Lebenden kreist, deren Leben nicht mehr zu retten ist

Was verstehen Sie unter einer „Lebensrettungstafel“, liebe Leser…? Für mich ist das die Ahrensburger Tafel, denn ohne Nahrung ist das Leben von Menschen nicht zu retten. Aber nun sah ich eine „Lebensrettungstafel“, zu der ich Fragen habe.

Die Tafel gehört der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ahrensburg – siehe die Abbildung! Und dort zeigen Ahrensburger Firmen, wie sie Leben retten. Zum Beispiel das BlockHouse, wo der Mensch sein täglich‘ Knoblauchbrot bekommt samt Steak. Oder die Tanzschule am Schloss, wo der Mensch die für sein Leben den nötigen Schwung erhält. Oder die Adler-Apotheke, wo der Mensch die Mediakente bekommt, die sein Leben möglicherweise retten. So weit, so gut.

Dann aber sah ich auf der „Lebensrettungstafel“ den Hinweis oben rechts: Falke! Das ist eine Firma, die davon lebt, dass Leben eben nicht gerettet, sondern beendet werden. Und darüber denke ich seither nach… 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. März 2017

Ahrensburg2go: Klau, schau, wem!

Wie Szene Ahrensburg am 9. März 2017 und die Stormarn-Redaktion vom Abendblatt immerhin schon am 23. März 2017 berichtet hatten, wird Ahrensburg soll eine App bekommen. Die heißt „Ahrensburg2go“ und soll zum Stadtfest in Betrieb genommen werden. Von wem der Name stammt, weiß ich nicht. Er wurde offenbar von den Stadtwerken vorschlagen. Und dann gab es eine Pseudo-Abstimmung bei irgendwelchen Bürgern ohne Anwesenheit eines Notars. Und ohne die breite Öffentlichkeit.

Nicht nur Coffee2go

Ahrensburg2go ist genauso originell wie coffee2go. Oder Hamburg2go, Bremen2go, Berlin2go, Sylt2go und so weiter und so fort.

Der Name ist also weder unikat noch besonders bemerkenswert. Kompetente Fachleute wurden dazu offensichtlich nicht befragt; genauso wenig wie damals beim Blaumann.

Fazit: AhrensburgMe2.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2017

Hinweise für den Leserbeirat vom 3. Buch Abendblatt

Im vergangenen Jahr hat die Stormarn-Redaktion einen Leserbeirat gegründet. Die Damen und Herren aus Stormarn sollen honorarlos dazu dienen, der Redaktion auf die Sprünge zu helfen mit Kritik und Anregungen. Und da ich vermute, dass dieser Leserbeirat sich alle vier Wochen in der Redaktion einfindet, um an der Auflage zu retten, was noch zu retten ist, gebe ich ihm heute passende Hinweise.

aus: Hamburger Abendblatt

Gestern war Richtfest der Grundschule Am Reesenbüttel. Darüber berichtet die Redaktion heute auf der Titelseite. Und was bildet sie dazu ab? Nur ein einziges Foto. Und – rein zufällig – genau das, von dem ich Ihnen bereits gestern berichtet habe. 😉 Damit hat der Wendler hilfreich in den Wahlkampf eines politischen Bewerbers eingegriffen, denn hinter 400 Kindern stehen 800 Wählerstimmen.

Ein anderes Thema ist das weiße Pulver in Großhansdorf: Im August informierte die Stormarn-Redaktion in mehreren Beiträgen darüber, die damit endeten, dass das Pulver im Labor untersucht wird. Im August 2016. Und bis heute wird der Leser im Unklaren gelassen, was die Untersuchung ergeben hat – oder habe ich in den vergangenen sieben Monaten etwas überlesen? Falls nicht, so könnte der Leserbeirat die Redaktion zu einer Wiedervorlage animieren! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2017

Wild-West-Werbung am U-Bahnhof West

Um die Geburt eines Kindes zu vermeiden, gibt es diverse Empfängnismethoden, von der Enthaltsamkeit bis zum Schwangerschaftsabbruch. Dazwischen liegen die Produkte, die man in der Apotheke kaufen kann, von der Antibabypille bis zur Spirale, vom Femi- bis zum Kondom. Und dann gibt es auch ein Mittel, das die Fruchtbarkeit mindert: Zigaretten.

Gestern sah ich einen Anschlag auf das Leben von Menschen, und zwar ein Plakat der Marke West. Am Fuße steht dort klein vermerkt, dass Rauchen tödlich ist. Groß auf der Packung dagegen wird plakativ darauf hingewiesen: „Rauchen mindert Ihr Fruchtbarkeit“. Was sowohl für Frauen als auch für Männer gilt. Und aus der Zigarettenasche wurde ein Embryo im Aschenbecher geformt. Was natürlich keine kreative Idee der Werbegestalter ist, sondern eine Pflichtdarstellung im Rahmen der Gruselbilder auf Zigarettenpackungen.

Und wes schreibt der Werbetexter von West dazu? Er schreibt: „Hochwertig. Günstig. West.“ Und empfiehlt: „say Hi!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2017

Grundschule am Reesenbüttel: Das Ende der Container naht

Heute war Richtfest für die Grundschule am Reesenbüttel: Alle Schüler und Schülerinnen waren dabei, als der Zimmermann sein Wort gesprochen und eine Flasche zerhämmert hat. Und die Lütten haben das Schullied gesungen, bekamen einen Lolli und holten sich Autogramme vom Bürgermeister. Und ein Stadtverordneter der Grünen nutzte die Gelegenheit, um sich kurz vor der Landtagswahl werbewirksam mit Kind und Schulleiterin ablichten zu lassen.

Nun ist die Zeit des Unterrichts in den Containern bald vorüber. Aus eigener Anschauung weiß ich: Es klappt prima mit den provisorischen Klassenräumen. Und der Neubau sieht wahrlich beeindruckend aus, und die Kinder freuen sich schon auf die Eröffnung ihres Schulhauses. Eine sinnvollere Investition für Ahrensburg gibt es nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2017

3. Buch Abendblatt: Wo der Funke nicht rüberspringt

Liebe Leser, ich glaube nicht, dass Sie Jörg Quoos kennen. Der Mann ist Chef der Funke Zentralredaktion mit Sitz in Berlin. Und zur Funke Mediengruppe gehört auch das Hamburger Abendblatt inklusive seinem 3. Buch, der Stormarn-Beilage, plus Online-Portal. Und zu den Onlinern hat Quoos voller Stolz erklärt: „Unsere Onliner fangen um 5 Uhr morgens an, die letzten Redakteure gehen um Mitternacht – 7 Tage die Woche“ – siehe die nachstehende Abbildung!

aus: turi2 online

Jörg Qoos kennt vermutlich die Stormarn-Redaktion vom 3. Buch Abendblatt nicht. Auch die hat eine Online-Seite, für die der Leser sogar extra bezahlen muss. Und was bekommt er dafür? Er bekommt nur das, was er ohnehin schon in der gedruckten Zeitung bekommt. Hin und wieder wird das angereichert durch einen aktuellen Verkehrsunfall oder Ähnlichem, wofür kein normaler Leser extra zahlen möchte. Und am 7. Tag der Woche stehen dort noch „aktuell“ die Meldungen vom 6. Tag. Woraus der Leser erkennt: Die Ahrensburger Redaktion vom Hamburger Abendblatt arbeitet sehr geruhsam. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2017

Oh Wunder: Der neue Seniorenbeirat von Ahrensburg ist plötzlich wieder der alte!

Die Damen und Herren auf dem nebenstehenden Foto auf der Homepage von Ahrensburg sind angeblich der neue Seniorenbeirat von Ahrensburg, der sich dort zusammen mit dem Bürgervorsteher vorgestellt hat. Und der Seniorenbeirat hat gerade eine „Informationsbroschüre (nicht nur) für Senioren“ erstellt. Wie gesagt: „nicht nur“. Und wenn Sie wissen wollen, was mit „nicht nur“ gemeint ist, so ergänze ich: „Informationsbroschüre nicht nur für Senioren, sondern auch für die blaue Tonne“.

Zur Erläuterung: Bei der besagten Informationsbroschüre handelt es sich laut Impressum um die „4. Auflage, Ausgabe 2017/2018“. Und dort stellt sich der Seniorenbeirat auf der Seite 3 vor… Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. März 2017

Wahlwerbung auf der Homepage der Stadt Ahrensburg – geht das?

Die Eingangsfrage ist schnell beantwortet, wenn Sie sich die Abbildung anschauen: Es geht. Wir sehen einen Werbeflyer der SPD mit dem Hinweis, dass der SPD-Kandidat Torten A. nach Ahrensburg kommt, um in unserer Stadt eine Wahlrede zu halten darüber, was in Schleswig-Holstein alles schlecht läuft, und dass natürlich die CDU daran Schuld trägt, wenn ich das mal ironisch festhalten darf.

Ich kenne mich in den Paragraphen vom Kommunalrecht nicht aus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bürgermeister auf unserer Stadtpage munter Werbung machen darf für seinen Parteigenossen aus Kiel. Und wenn das legal ist, dann ist mir das egal, ich find’s trotzdem unmöglich.

Wer mehr dazu sagen kann, darf gern einen Kommentar abgeben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2017