Archiv für den Monat: Februar 2017

Qual dagegen? Oder Leid, Schmerz und Marter…?

Was ist der Unterschied zwischen „Pein“ und „von Pein“? Nun, eine Pein bedeitet Leid, Qual, Schmerz, Drangsal, Folter, Marter. Und die Steigerung von Pein ist Höllenpein und Höllenqual.

aus: Hamburger Abendblatt

Dagegen ist „von Pein“ ein Politiker der SPD. Ob der auch Qual, Schmerz und Folter bedeutet, vermag ich nicht zu sagen, denn dazu ist mir der Mann zu nichtssagend, weil ich nicht erkennen kann, dass er beruflich schon was geleistet hat, um mitreden zu können.

Das 3. Buch Abendblatt liefert heute einen Beitrag, der überschrieben ist: „Kreisel statt Ampel? Pein dagegen“ – siehe die Abbildung!

Frage: Wer oder was ist „Pein“? Im Keingedruckten ist nur die Rede von besagtem „von Pein“, also dem Politiker. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Februar 2017

„Rabatt auf Alles in Ahrensburg“ und „unsichtbares Hören“ zum Tarif

Ich „liebe“ Werbung, die mir in der Schlagzeile etwas ganz Tolles verspricht, und wo ich dann im Kleingedruckten erfahre, dass es gar nicht stimmt, was man im Großgedruckten verkündet hat. So las ich in der Vergangenen Woche: „20,17 % auf Alles in Ahrensburg!“ Das war natürlich gelogen, denn in Wahrheit betraf es nicht „Alles in Ahrensburg“, sondern nur das, was man im Toom-Markt kaufen konnte. Und auch das war ein Schwindel.

Das Sternchen hinter „Alles*“ führt zum Kleingedruckten, wo der Leser erfährt, was alles ausgeklammert wurde von dem großangekündigten Rabatt. Also eine reine Augenwischerei.

Genauso wie in der Anzeige der Firma Kersten, die dort was vom „Kersten Nulltarif“ posaunt mit dem Hinweis: „Nutzen Sie jetzt die Vorteile der großen KERSTEN-Nulltarif-Kollektion und erhalten Sie moderne, volldigitale Marken-Hörgeräte ohne einen Euro Zuzahlung“. Auch dahinter ist ein Sternchen, das zur Wahrheit führt: Nix mit Nulltarif, sondern 10 Euro Zuzahlung. Und dafür muss man auch noch Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sein. Ja, und wer das nicht ist, für den gilt kein „Nulltarif“, sondern der „Privatpreis ab 741 Euro je Hörgerät“.

Und überhaupt: Sind Sie schon mal in einen Laden gegangen, haben dort ein elektronisches Gerät ausgewählt und dann den Verkäufer gefragt: „Wie hoch ist der Tarif?“

In einer anderen Kersten-Anzeige mit der Leerformel „Qualität aus Überzeugung“ erfahren wir: „Unsichtbares Hören mit Passform-Garantie – jetzt probehören!“ Frage: „Unsichtbares Hören“? Ist das vielleicht vergleichbar mit „unhörbarem Sehen“…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Februar 2017

Warum ich heute einen Mann liebend gern im Badlantic versenkt hätte, und zwar samt seinem smarten Phone

Unsere Tochter lernt Schwimmen beim ATSV im Badlantic. Das macht sie schon seit ein paar Monaten, nachdem wir eine lange Zeit auf einen Termin warten mussten. Nun geht Miriam jede Woche begeistert zum Schwimmunterricht, der im übrigen von einem Super-Schwimmlehrer durchgeführt wird. 🙂

Das Lob für den Trainer allein wäre zwar diesen Blog-Eintrag wert, aber dann wäre mein Text an dieser Stelle zu Ende. Ich möchte Ihnen aber berichten, warum ich heute gern einen Herrn ins Schwimmbecken geschubst hätte – voller Bekleidung, versteht sich. 😉 Also:

Wie eingangs erwähnt sind die Schwimmlernplätze beim ATSV sehr gefragt, weshalb es dort eine Warteliste gibt. Und heute erlebte ich Folgendes: Ein kleiner Junge hatte null Bock ins Wasser zu gehen, so sehr der freundliche Schwimmlehrer sich auch bemüht hatte. Also saß der Lütte am Beckenrand und ließ nur seine Füße ins Wasser baumeln. Dann kam sein Vater, und zwar eine halbe Stunde vor dem Ende. Er sah seinen Sohn, sprach kurz mit ihm, aber der Junge wollte nicht ins Wasser. Und was machte der Vater…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Februar 2017

Wie ein einziger Leserbrief eine ganze Seite der Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt konterkariert

Am 23. Januar 2017 brachte das 3. Buch Abendblatt eine Seite mit der Überschrift: „Lindenhof gesperrt: So können sie (Zwischenfrage: Wer sind „sie“…?) ausweichen“. Das war in den Augen der Autofahrer höchst albern, denn Ausweichparkplätze für den Lindenhof gibt es gar nicht. Und dann kam das übliche Blabla der Redaktion mit der gesteuerten Beweisführung, dass es in Ahrensburg doch ausreichend Parkpätze gibt, wenn der Autofahrer dafür ausreichend Geld bezahlt.

aus: Hamburger Abendblatt

Das war, wie gesagt, am 23. Januar 2017. Und heute, am 27. Februar 2017 veröffentlicht die Redaktion dazu den Leserbrief einer Dame aus Bargteheide. Und die konterkariert die ganze Seite der Stormarn-Beilage in 33 Zeilen und kommt am Ende zum Punkt, wo sie fragt:

„Wieso haben die Kaufleute in Bargteheide es ermöglicht, überhaupt keine Parkgebühren zu verlangen? Komisch, hier in Bargteheide läuft es reibungslos. Die Ahrensburger werden es schon selbst irgendwann begreifen – nur dann ist vieles zu spät.“

Ja, liebe Bargteheiderin, in Ahrensburg ist vieles zu spät. Das liegt daran, dass hier die Uhren rückwärts gehen, bzw. stehengeblieben sind. In unserer Stadt hat man zwar ein teuer bezahltes Einzelhandelskonzept, das aber bloß für die Tonne ist. Und jetzt sucht man seit über zwei Jahren nach einem Konzept fürs Stadtmarketing, nachdem man zuvor alles daran gesetzt hat, die Innenstadt kaputt zu machen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Februar 2017

Wussten Sie schon, dass die Stadt Ahrensburg einen neuen Seniorenbeirat hat?

Ahrensburg hat auch einen Seniorenbeirat. Der soll die Interessen von Senioren vertreten, also von Einwohnern der Stadt, die 60 Jahre und älter sind. Dem Seniorenbeirat von Ahrensburg ist zueigen, dass er in Vergangenheit nichts Bemerkenswertes geleistet hat. Und in der Gegenwart besteht er aus Mitgliedern, die von den Senioren der Stadt überhaupt nicht gewählt worden sind.

Letzteres ist auch nicht nötig. In der Satzung über die Bildung eines Seniorenbeitrats in der Stadt Ahrensburg heißt es in § 2 Wahl des Seniorenbeirats: „Der Seniorenbeirat besteht aus 15 gewählten Mitgliedern. Sie werden von den gemäß § 4 dieser Satzung wahlberechtigten Seniorinnen und Senioren der Stadt gewählt. Sofern die Anzahl der zugelassenen Wahlvorschläge der Anzahl der zu wählenden Mitglieder für den Seniorenbeirat entspricht oder unterschreitet, gelten die zugelassenen Wahlvorschläge als gewählt. Die Wahl selbst ist in diesem Fall entbehrlich.“

Und weil sich in Ahrensburg rein zufällig genau 15 Bürger für das Amt beworben haben, war die Wahl überflüssig, was bedeutet: Die Mitglieder im Seniorenbeirat haben sich selber gewählt. Und dazu habe ich Fragen: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Februar 2017

Gesalzene Preise nennt man auch Apothekerpreise. Hier das Buch zum Werbefilm nach der vorliegenden Anzeige.

Geschichten, die in der Werbung erzählt werden, nennt man Slices of Life. Laufen diese Storys in Werbefilmen, dann wird dafür ein Storyboard geschrieben. Ich habe schon viele solcher Storyboards geschrieben, nach denen TV-Spots produziert wurden. An dieser Stelle bringe ich ein aktuelles Drehbuch zum Film nach einer Anzeige von Pflüger für Schüßler-Salze – siehe die Abbildung!

Eine Frau sitzt in einem Café und bestellt für sich ein Frühstück. Die freundliche Bedienung fragt: „Möchten Sie für Ihr Ei ein Jodsalz oder ein Salz von Schüßler?“

Die Dame erkundigt sich: „Was ist denn der Unterschied?“ Die freundliche Bedienung: „Das Jodsalz ist gut für die Schilddrüse. Und das Schüßer-Salz macht einfach klüger.“

Die Frau im Café überlegt kurz und bestellt dann zu ihrem gekochten Ei das Salz von Schüßler.“

Als die Rechnung kommt, bekommt die Frau einen Schreck und fragt empört: „Was denn, 7,99 für eine Prise Schüßler-Salz – ist das nicht etwas sehr happig?“

„Na klar“, entgegnet die freundliche Bedienung, „aber Sie zeigen doch schon, dass es wirkt!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Februar 2017

Ungeheuerlich: Wie die Stadt Ahrensburg ihre Bürgerinnen und Bürger richtiggehend verarscht

Meine lieben Ahrensburger Mitbürgerinnen und Mitbürger – bitte, lesen Sie noch einmal den Beitrag im 3. Buch Abendblatt vom 22. dieses Monats, der von Hinnerk Blombach aus der Redaktion der Ahnungslosen verfasst wurde! Und dazu meinen Blogeintrag vom 22. Februar 2017! Und dann schauen Sie sich bitte das hier an:

Wolfgang König, dermaleinst Stadtverordneter der WAB, hat mit seinem Kommentar darauf hingewiesen, dass es bei der Lübecker Beraterfirma Cima eine Schublade gibt, in der bereits ein Konzept für das Ahrensburger Stadtmarketing ruht, das unsere Stadt zu einer Marke machen sollte. Und den Inhalt dieser Schublade will die Firma jetzt offenbar für 36.000 Euro an die Stadt verkaufen. Und das Unglaubliche: Schläfrige Politiker beraten tatsächlich darüber, ob sie das kaufen sollen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2017

3. Buch Abendblatt: penetrante Schleichwerbung!

Das Thema „redaktionelle Schleichwerbung“ gehört zu meinen Standard-Blog-Einträgen. Weil diese Form der Werbung verboten ist. Das jedoch kümmert weder Lilliveeh noch Hinnerk Blombach. Und so findet der Leser auch heute wieder eine Werbung im 3. Buch Abendblatt, die nicht als Anzeige gekennzeichnet ist.

ais: Hamburger Abendblatt

Es geht um den nebenstehenden Beitrag. Und da sollte sich der Leser nach Recht und Gesetz orientieren und eben nicht in den Toom-Markt gehen. Denn wer unsaubere Werbung treibt, der ist womöglich auch mit seinen Preisen nicht ganz sauber. 😉

Und warum ist die Redaktion so dämlich, solche Werbung für den Baumarkt zu veröffentlichen? Dahinter steckt natürlich System, denn durch solche Geschenke hofft man, weitere bezahlte Anzeigen zu bekommen.

Und nun stelle der Abendblatt-Leser sich mal vor, die Redaktion würde für alle Läden in Stormarn, die Verkaufsaktionen machen, ebenfalls redaktionelle Werbung bringen – das 3. Buch Abendblatt wäre doppelt so umfangreich!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2017

Das Abendblatt ruft seine Leser auf, dass sie ihre ärmeren Kinder gratis ins Kino gehen lassen

Woran erkennt man die Leser vom Hamburger Abendblatt? Meine Vermutung: Es sind ärmere Familien. Warum ich das vermute? Weil das 3. Buch Abendblatt sich heute mit seinem Aufmacher-Beitrag ausschließlich an „Kinder aus ärmeren Familien“ richtet, die den Kinderfilm „Bibi & Tina“ in Bargteheide gratis sehen dürfen, gesponsert vom Regisseur.

aus: Hamburger Abendblatt

Und wie soll die Verteilung der Freikarten funktionieren? Klix, der rasende Reporter, erklärt es wie folgt: „Der Verein ‚Bunte Vielfalt Barteheide Stadt und Land’ verteilt sie ab 15 Uhr an Kinder aus der Region und Flüchtlingsfamilien.“

Also, liebe Abendblatt-Leser, kleidet Eure Kinder ärmlich aber sauber ein und schickt sie zum Kino. Dort erzählen sie dann, dass sie ärmer sind als andere Kinder und weshalb sie dringend eine Freikarte benötigen. Und wenn mehr als 120 ärmere Kinder kommen, dann gibt es Kontrollen: Wer an dem Tag durch Knurren seines Magens beweisen kann, dass er kein Essen bekommen hat, der darf ins Kino. Und die satten Kinder werden wieder heimgeschickt.

Und wie erkennt man Kinder aus Flüchtlingsfamilien? Richtig: Die müssen sich vom Amt einen Stempel auf die Stirn geben lassen.

Wissen möchte ich nur, warum dieser peinliche Aufruf in der Zeitung veröffentlicht wird. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die 120 Karten direkt an ärmere Familien zu verschenken, statt diese öffentlich aufrufen zu lassen, dass sie ihre Not leidenden Kinder zum Kino schicken…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Februar 2017

„Ahrensburg will eine Marke werden.“ Und über den Wolken scheint die Sonne.

Am 23. Januar 2017 hatte Bürgermeister Michael Sarach mir in der Einwohner-Fragestunde bei der Stadtverordneten-Versammlung erklärt, dass die Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung gar nicht so heißt, sondern Stabsstelle Stadtmarketing. Und er erklärte coram publico, dass die Stelleninhaberin demnächst dem Hauptausschuss ein Strategie-Konzept vorlegen würde, nachdem sie daran über zwei Jahre gearbeitet hat.

Heute berichtet das 3. Buch Abendblatt: Bürgermeister Michael Sarach hat mich belogen. Von einem Strategiekonzept ist weit und breit nichts zu erkennen.

Stattdessen ist die Lübecker Beratungsfirma Cima vor dem Hauptausschuss aufgetreten, die für unverschämte 36.000 Euro ein Konzept verfassen will, wie aus Ahrensburg eine Marke werden soll. Oder mit anderen Worten: Nach über zwei Jahren wurde jetzt eine Absichtserklärung abgegeben. Mehr nicht. Und das, was die abgesandten Berater dem Hauptausschuss erzählt haben, das sind Gemeinplätze nach dem Motto „Im Himmel ist Jahrmarkt“. Das hätte ich genauso erzählen können, vielleicht sogar noch eindrucksvoller. 😉

Den naivsten Satz aus der Vorstellung hat die Stormarn-Redaktion unter dem Foto der Beraterin Regina Schroeder optisch hervorgehoben. Die Dame sagte: „Echte Verbundenheit entsteht durch Emotion, nicht durch rationale Standort-Argumente.“ Und das ist eine Halbwahrheit. Wer so etwas sagt, hat Wirtschaft nicht begriffen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Februar 2017